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Lebensmodelle:Begegnung auf der Mitgehbank

Frauen mit ihren verschiedenen Lebensmodellen und ihrem vielfältigen Engagement sollen in Kirche und Gesellschaft sichtbar sein. So ist die Idee zur Mitgehbank entstanden.
Das Projektteam Clara Brittner, kfd, Gemeindereferentin Silvia Schmitz-Metzler, Petra Löwenbrück, kfd, und Pastoralreferentin Nicole Hau-Grommes (von vorne links im Uhrzeigersinn). 
Datum:
25. Juni 2026
Von:
Kathrin Schmitt

Trier. Als Treffpunkt für spontane Gespräche oder als Impulsgeberin eröffnet die Sitzgelegenheit neue Perspektiven. Das Projekt haben die Frauenseelsorge im Pastoralen Raum Trier und der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) Diözesanverband Trier ins Leben gerufen. Namentlich stehen Nicole Hau-Grommes, Pastoralreferentin Frauenpastoral, Silvia Schmitz-Metzler, Gemeindereferentin Frauenpastoral, sowie Carla Brittner und Petra Löwenbrück vom kfd-Diözesanverband dahinter. 

„Wir sind kein plakatives Projekt. Vielmehr geht es um Tiefe und Nachhaltigkeit, nicht um ein Event.“

Pastoralreferentin Nicole Hau-Grommes

„Wir gehen mit der Bank dorthin, wo Frauen leben, wirken und arbeiten, und stellen Frauen in unsere Mitte. Die Frauen-Mitgehbank macht Halt an Orten, die Geschichten erzählen: von Stärke, Sehnsucht, Engagement und Glaube“, erklärt Hau-Grommes zur Namensgebung des Projektes. Die Bank ist aus Holz gefertigt und bietet zwei Sitzplätze. Die Rückenlehne zieren bunte Aufkleber, die darüber Auskunft geben, wer schon alles dabei gewesen ist. „Wir laden Frauen aus ganz unterschiedlichen Kontexten ein, auf der Bank Platz zu nehmen und über Leben, Glauben, Herausforderungen und Freuden des Alltags zu sprechen.“

Bei einem „Banktermin“ sitzen immer ein Teammitglied und ein Gast auf dem Möbelstück. Die Frau stellt sich im kurzen Interview mit dem Teammitglied vor. Dann können die Teilnehmenden  Fragen stellen. „Die Gespräche sind oft sehr dicht und emotional“, berichtet Hau-Grommes. Für die Frauen seien die Begegnungen Win-Win-Situationen. Alle würden in ihrem Frausein bestärkt und sensibilisiert für ein Thema.

An verschiedenen Orten präsent

17 Mal war die Bank bislang stille Zeugin guter Gespräche. Darunter mit einer Percussion-Künstlerin, einer Winzerin, einer Kräuterfrau, einer Schwester aus dem Libanon, einer beerdigenden Seelsorgerin, einer Unternehmerin und einer Lebensmittelretterin. „Zu Anlässen wie dem Equal Pay Day, den Weltgebetstagen der Frauen, der Diakonweihe und der Nacht der offenen Kirchen stellen wir die Bank auch als Statement und als Begegnungsort auf“, sagt die Pastoralreferentin. Gleichzeitig betont sie: „Wir sind kein plakatives Projekt. Vielmehr geht es um Tiefe und Nachhaltigkeit, nicht um ein Event.“ Daher sei die Zahl der Teilnehmenden nicht entscheidend, sondern die Bestärkung der Personen, die da sind.

Sr. Lorena Jenal, langjährige Missio-Partnerin, die in Papua Neu-Guinea gegen Hexenwahn und Frauenhass kämpft, wird am Samstag, 8. August, 17 Uhr, auf der Frauen-Mitgehbank zu Gast sein. Vor dem Eingang zum Grab von Friedrich Spee in der Trierer Jesuitenkirche wird die Bank stehen. 

Eine Begegnung mit Uschi Wihr, Geschäftsführung und Pädagogische Leitung Demenzzentrum e. V., ist für Mittwoch, 23. September, 18 Uhr, geplant. Treffpunkt ist beim Demenz-Zentrum e. V. in der Engelstraße 31 in Trier. 

Wohnungslose Frauen und die damit verbundenen Schicksale sind ein wichtiges Thema. Daher bietet der letzte Banktermin für dieses Jahr am Donnerstag, 29. Oktober, 14 Uhr, Begegnung, Information und Austausch mit Frauen des Sozialdienstes katholischer Frauen e. V. Trier. Die Bank steht dann beim Skf in der Krahnenstraße 33–34. 

Infos gibt es bei Pastoralreferentin Hau-Grommes, Telefon (06 51) 9 79 41 96, oder per E-Mail an nicole.hau-grommes@bgv-trier.de.