St.-Matthias-Pilgergemeinschaft:Zum 30. Mal unterwegs

Ulmen/Trier. Das diesjährige Leitwort der St. Matthias-Wallfahrten zum Apostelgrab in Trier lautete „Auf dem Weg der Freude“. 24 Pilgerinnen und Pilger der St.-Matthias-Pilgergemeinschaft Ulmen waren unter diesem Motto zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Trier – einige davon schon zum 30. Mal seit der Wiederbelebung der traditionellen Wallfahrten von Ulmen zum Apostelgrab.
Die Wallfahrt begann in der Ulmener St.-Matthias-Kirche mit einer Heiligen Messe, die der leitende Pfarrer der Pfarrei der Heiligen Elisabeth zwischen Endert und Üß, Pater Christoph Kübler SCJ, zelebrierte. In seiner kurzen Ansprache machte er deutlich, dass die Wallfahrtsgruppe darauf vertrauen könne, dass Gott unterwegs bei ihr sein wird.
Am Ende des Gottesdienstes stand aber noch eine besondere Ehrung auf dem Programm: Der inzwischen nach 20 Jahren aus dem Ehrenamt des Brudermeisters der St.-Matthias-Pilgergemeinschaft ausgeschiedene Volker Dunkel wurde zum Ehrenbrudermeister der Gemeinschaft ernannt. Die Ernennung nahm die neue Brudermeisterin Steffi Dreis-Moser vor, die in einer kurzen Ansprache die Leistungen von Volker Dunkel in den vergangenen Jahrzehnten lobte.
Mit dem schön geschmückten Holzkreuz an der Spitze legten die Fußpilger den Weg nach Trier an drei Tagen auf unterschiedlichen Strecken zurück. Für sie alle stand unterwegs das Gebet im Mittelpunkt. Meditative Texte, besinnliche Passagen, geistliches Liedgut und Zeiten des Schweigens standen ebenso auf dem Plan wie tiefgehende Gespräche der Pilgerinnen und Pilger untereinander und nicht zuletzt auch das intensive Erleben von Gottes Natur und Schöpfung.
Die erste Etappe führte zum Kloster Himmerod, wo die Pilger übernachteten. Am Mittag des zweiten Tages feierte die Gruppe in der Kirche St. Eligius in Herforst eine Wort-Gottes-Feier unter der Leitung von Diakon Wilfried Puth. Danach ging es weiter nach Trier-Ehrang, wo die Pilgergruppe die zweite Nacht in einem Hotel verbrachte. Das letzte Teilstück führte von Trier-Ehrang zum Apostelgrab des Heiligen Matthias. Bei der Ankunft an der St.-Matthias-Basilika in Trier waren die Anstrengungen vergessen, als die Gläubigen sich nach einem feierlichen Einzug am Apostelgrab verneigten. Vor dem Hochamt, das der Trierer Benediktiner-abt Ignatius Maaß OSB zelebrierte, wurden Dorothee Kutscheid und Werner Adams für ihre zehnte Wallfahrtsteilnahme sowie Sigrid Erbar und Michaela Schuhmacher für ihre erste Wallfahrt besonders geehrt. An allen 30 bisherigen Wallfahrten der Ulmener Pilgergemeinschaft haben zudem Volker Dunkel, Stephan Koziol und Diakon Wilfried Puth teilgenommen.
„Insgesamt haben wir wieder eine tolle Wallfahrt erlebt. Die Stimmung in der Gruppe war wie auch schon in den Vorjahren sehr gut, und auch in diesem Jahr gilt unser ganz besonderer Dank unserem Versorgungsteam, das für uns unterwegs ausgezeichnet mit Essen, Getränken und dem Transport der Reisetaschen gesorgt hat“, lobte Steffi Dreis-Moser.