Himmerod:Zukunft von Himmerod sichern

Rund 50 Personen sind zu einer Informationsveranstaltung am 4. Juli zur Zukunft des Klosters Himmerod gekommen. Auf dem Gelände der Abtei stellten Josef Hennebrüder (I.D.G. Genossenschaft Düsseldorf) und Frank Achim Kirsch, Experte für die Transformation von Liegenschaften und Quartieren („wahrZeichen“ Köln) mit den Vertretern des Trägervereins den Plan vor, das frühere Zisterzienser-Kloster mit Hilfe einer Genossenschaft zu einem geistlich geprägten Quartier mit genossenschaftlichem Wohnen für alle Generationen zu transformieren.
Hennebrüder erläuterte, die Genossenschaft „Abtei Himmerod eG“ sei am 30. Juni in Himmerod gegründet worden. Gründungsmitglieder sind neben Bohlen, Trogsch und Wagner die I.D.G. Dachgenossenschaft eG und die Victor Vermögensverwaltung AG. Ein Anteil wird 1500 Euro (plus monatlich einem Beitrag von 20 Euro) sowie 500 Euro Eintrittsgeld kosten, sagte Genossenschaftsexperte Hennebrüder. Die Anteile und damit gegebenenfalls verbundene Nutzungsrechte seien vererbbar. Die Genossenschaft biete verschiedene Möglichkeiten zum Erwerb von Anteilen: einzelner Anteil als Förderer oder Unterstützer ohne Wohnungs- oder sonstige Nutzungsrechte; mehrere Anteile als Investment gegen geringe Verzinsung; Anteilserwerb in Abhängigkeit von der Größe damit verbundener Nutzungsrechte an Wohnungen oder sonstigen Räumen/Flächen zur eigenen Nutzung oder zur Vermietung (dauerhaft oder für Kurzzeitaufenthalte).
Bischof Ackermann wird Anteile erwerben
Bischof Ackermann nannte in einem Videogruß an die Teilnehmenden der Info-Veranstaltung die Idee eine „wirkliche Perspektive“ und die Ergebnisse der Umfrage eine tragfähige Basis. Das Konzept verschiedener Möglichkeiten des Wohnens und dadurch „auch teilzuhaben an Himmerod“ führe auf eigene Weise die ursprüngliche Idee des Klosters fort: eine Gemeinschaft mit Menschen, die bereit seien, den Ort zu beleben und ein großes Interesse daran haben, dass Himmerod als spiritueller Ort erhalten bleibe, in der „Einzigartigkeit, mit der besonderen Atmosphäre, der Prägung seit der Zeit des Heiligen Bernhard“. Gleichzeitig gehe es darum, mit einem zukunfts- und tragfähigen Konzept dafür zu sorgen, dass Himmerod Bestand haben könne. Er selbst werde ebenfalls Anteile an der Genossenschaft erwerben, sagte der Bischof.
Prof. Dr. Reinhold Bohlen, Rektor der Abteikirche Himmerod und Beauftragter des Trierer Bischofs Dr. Stephan Ackermann für das ehemalige Kloster, äußerte seine Hoffnung, dass die Genossenschaft den Rahmen bieten werde, der Beteiligung, Verantwortung und wirtschaftliche Unterhaltung nachhaltig verbinde. „Ich wünsche mir, dass Himmerod dadurch auch ein Vorreiter wird: ein Modellort für die Zukunft kirchlicher Liegenschaften im Miteinander von Bewahrung und Erneuerung. Dann können wir das große kirchliche Erbe bewahren und die Abtei Himmerod als lebendigen Zukunftsort neu wirksam machen.“
Ausgangspunkt war eine repräsentative Befragung
Ausgangspunkt für die Idee ist eine repräsentative Befragung unter Mitgliedern, Gästen, Unterstützerinnen und Unterstützern sowie Reisenden im Auftrag des Trägervereins Kloster Himmerod o.Cist. e.V., die Frank Achim Kirsch durchgeführt und ausgewertet hat.