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Hospizgespräch:Wenn es einem den Boden wegzieht

Unter dem Titel „Nichts ist so sicher wie der Tod – Gedanken aus der Trauer“ hat die evangelische Theologin Anna Böck im Rahmen der Merzig-Waderner Hospizgespräche von ihren Erfahrungen in der Trauerpastoral berichtet.
Die theologische Fachautorin und ehemalige Pfarrerin Anna Böck bei ihrem Vortrag in der Katholischen Öffentlichen Bücherei Losheim.
Datum:
9. Mai 2026
Von:
Ruth Wagner

Losheim. Eingeladen zu der Veranstaltung in der Katholischen Öffentlichen Bücherei St. Peter und Paul Losheim hatten die Ambulanten Hospiz- und Palliativberatungszentren (AHPZ) des Caritasverbands Saar-Hochwald, die Pastoralen Räume Wadern und Merzig sowie die Katholische Erwachsenenbildung. Pastoralreferent Rainer Stuhlträger begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und hieß die Referentin herzlich willkommen.

Böck stellte das Buch „Für immer geborgen – Gedanken aus der Trauer“ vor, das sie zusammen mit weiteren Autorinnen und Autoren herausgegeben hat. Die ehemalige evangelische Pfarrerin las daraus in Auszügen. „Oft ist es so, dass wir uns dem Thema Tod erst dann stellen, wenn wir davon betroffen sind. Dann stellt sich die Frage: Was trägt, wenn einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird, und was tröstet, wo Worte fehlen“, sagte sie. Die Beiträge im Buch sind ehrlich, teils humorvoll, tiefsinnig, auf Gott bezogen, hinterfragt, oft auch anklagend und zweifelnd.

Die Theologin und Seelsorgerin berichtete von Beerdigungen und Trauerfeiern, die sie begleitete, von der Betreuung Schwerkranker, von Gesprächen mit Angehörigen und von den vielen Facetten von Trauer und deren schmerzhafter Bewältigung.

Berührendes Gedicht und einfühlsames Lied

Auch die Leiterin des Ambulanten Hospiz- und Palliativzentrums des Caritasverbandes Saar-Hochwald, Karin Jacobs, las ein berührendes Gedicht aus dem Buch vor, das sie über den Abschied von einem liebenswerten früheren Kollegen geschrieben hat.

Einfühlsam war auch das Lied „Weep with me“ (weine mit mir), das Anna Böck sang und auf der Gitarre begleitete. Der anschließende Gedankenaustausch zum Thema Trauer wurde von den Anwesenden gerne angenommen.

„Die Referentin hat verschiedene Facetten der Trauer aufgegriffen und wirkte mit ihrer Erfahrung authentisch und unkompliziert“, bilanzierte Stuhlträger, der im Pastoralen Raum Wadern mit dem Arbeitsschwerpunkt Trauerpastoral tätig ist.

Info

Die Merzig-Waderner Hospizgespräche finden zweimal jährlich statt und greifen unterschiedliche Aspekte rund um die Themen Lebensende und Trauer auf. Ziel ist es, Raum für Information, Reflexion und Begegnung zu schaffen. 
Nähere Informationen gibt es bei AHPZ-Leiterin Karin Jacobs unter Telefon (0 68 35) 60 79 50.