Partnerschaftswein:Riesling wirbt für Partnerschaft

Bistum. „Caminando juntos – gemeinsam unterwegs“ ist das Motto der Bolivien-Partnerschaft. Unter diesem Titel steht auch das gemeinsame Projekt, das die Diözesanstelle Weltkirche und die Bischöflichen Weingüter auf den Weg gebracht haben. „Die Idee, den Wein zu kreieren, hatten wir schon etwas länger. Nun war die bevorstehende Bolivien-Partnerschaftswoche ein guter Anlass, die Idee in die Tat umzusetzen“, erklärt Dr. Thorsten Hoffmann, Leiter der Diözesanstelle Weltkirche, im Gespräch mit dem „Paulinus“.
Das Vorhaben, einen Partnerschaftswein zu entwickeln, sei „recht spontan“ im Weltkirche-Team entstanden bei Überlegungen, wie die Bolivien-Partnerschaft bekannter gemacht werden kann. Die Partnerschaftswoche vom 26. September bis 4. Oktober stelle mit vielfältigen Aktionen und Angeboten Schwerpunkte und Projekte der Partnerschaft in den Fokus. „Mit dem Wein können wir gezielt auf Menschen zugehen und für die Partnerschaft werben“, freut sich Hoffmann über das Ergebnis der Zusammenarbeit mit den Weingütern. Die Verantwortlichen dort seien „sofort angetan gewesen“ von der Idee „und haben uns wunderbar bei der Umsetzung unterstützt“.
Die gute Zusammenarbeit bestätigt Güterdirektorin Julia Lübcke und informiert über den Wein: „Wir haben uns für einen jungen, trockenen Riesling entschieden, weil dieser Wein besonders charakteristisch für unsere Region ist und sicherlich einen breiten Geschmack trifft.“
Je ein Euro geht an Projekte in Bolivien
Zum Start seien zunächst 300 Flaschen etikettiert worden. Je ein Euro des Verkaufspreises von 10,70 Euro geht an soziale und Umweltprojekte der Partner in Bolivien. „Die nächste Runde ist aber schon in Vorbereitung“, verrät Lübcke. Ob der Partnerschaftswein dauerhaft im Angebot der Bischöflichen Weingüter zu finden sein wird, hänge natürlich vom Interesse der Kunden ab. „Da hoffen wir sehr, dass der Wein gut verkauft wird.“
Unterstützend auf dem Weg zu diesem Ziel ist sicher das Etikett. Es zeigt ein Gemälde der bolivianischen Künstlerin Ejti Stih, das im Museum am Dom gezeigt wird. „Das farbenfrohe und ausdrucksstarke Bild bringt zusammen mit dem Motto unserer Partnerschaft ,Caminando juntos – Gemeinsam unterwegs‘ die Energie und Freude der jahrzehntelangen Partnerschaft zwischen Trier und Bolivien zum Ausdruck“, erläutert Thorsten Hoffmann.
Der Leiter der Diözesanstelle wünscht sich, „dass der Wein in geselliger Runde getrunken wird, dass vielleicht jemand den QR-Code auf der Rückseite scannt und sich dann ein Gespräch über die Bolivienpartnerschaft im Bistum Trier ergibt“. Neben dem Erlös von einem Euro pro Flasche für die Projekte der Partnerinnen und Partner in Bolivien sei diese Form von Öffentlichkeitsarbeit besonders wichtig. „Wir hoffen, dass Menschen auf die Bolivienpartnerschaft aufmerksam werden und sich dafür begeistern lassen“, ergänzt Katharina Nilles, Bolivienreferentin im Bistum.
Die Partnerschaft unterstützt neben zeitlich befristeten auch mehrere langfristige Projekte in Bolivien, die ohne eine regelmäßige Zuwendung nicht realisierbar sind. „Dazu zählen Bildungsprojekte für Frauen in ländlichen Regionen, Projekte zur gesunden Ernährung von Kindern und Jugendlichen sowie die Unterstützung von Schulen und Internaten in mehreren Regionen des Landes“, beschreibt Hoffmann.
Der Erlös aus dem Verkauf der Weine könne zumindest eine kleine Hilfe für die Partner sein. „Darüber hinaus freuen wir uns über jede eingehende Spende, die wir über unsere Diözesanstelle Weltkirche ohne Abzüge verlässlich und unmittelbar an unsere Partnerinnen und Partner weiterleiten können“, wirbt Thorsten Hoffmann. Ebenso wie Güterdirektorin Lübcke schaut er jetzt gespannt auf die Entwicklung, die der Partnerschaftswein nimmt, und lädt zudem zur Mitfeier der Bolivien-Partnerschaftswoche ein.