Warnzeichen:Auf Warnzeichen für Eltern achten

Nutzt ein Kind verschlüsselte Messenger-Dienste, weicht Fragen der Eltern aus und hat plötzlich teure Klamotten und neue Freunde? Dann sollten Eltern hellhörig werden. Denn das sind nach Angaben des Landeskriminalamts Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf Anzeichen dafür, dass kriminelle Gruppen Minderjährige angeworben haben. Auch neue Meinungen und Werte sowie Lügen gelten als Warnsignale. Ebenso ein neuer Freundeskreis mit deutlich älteren Jugendlichen oder Erwachsenen.
Eltern sollten achtgeben, wenn Minderjährige plötzlich über Geld, Kleidung oder technische Geräte verfügen, deren Herkunft sie nicht erklären können. Auffällig kann auch sein, wenn Jugendliche kein Geld mehr von ihren Eltern verlangen, aber dennoch Geld zur Verfügung haben.
Laut Polizei ziehen sich manche Kinder und Jugendliche zunehmend aus ihrem bisherigen Umfeld zurück. Sie schwänzen die Schule, brechen gewohnte Routinen ab und verlieren das Interesse an früheren Freunden oder Hobbys.
Kontakte pflegen und auf Routine achten
Wichtig sei, präsent zu bleiben, den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen aufrechtzuerhalten und gewohnte Routinen beizubehalten. Bei Verdachtsmomenten sollten Eltern frühzeitig Unterstützung suchen – etwa bei Lehrkräften, Schulsozialarbeitern oder der Polizei.
Die Polizei warnt Kinder und Jugendliche davor, auf vermeintliche Jobangebote im Internet einzugehen, die schnelles Geld, hohe Belohnungen oder mehr Ansehen versprechen. Verdächtige Angebote sollten bei der Polizei oder einer Vertrauensperson gemeldet werden. Minderjährige sollten Chatgruppen verlassen, in denen solche Angebote verbreitet werden.