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Trierische Tonpost:Mit der Brille eines Blinden

Viele Gäste haben sich am Maus-Türöffnertag für die Arbeit der „Trierischen Tonpost“ interessiert und im Tonstudio mit ihrer Stimme experimentiert.
Peter Berweiler, selbst fast blind, zeigt Kindern beim „Maus-Türöffnertag“, wie das Gemüseschälen mit verbundenen Augen funktionieren kann.
Datum:
31. Okt. 2026
Von:
Kathrin Schmitt

Bistum. Wer sehen kann, erlebt jeden Tag kleine Wunder. Doch wer blind ist, kann sich diese Welt voller Wunder nur in seiner Fantasie vorstellen. Rund 100 kleine und große Fans der Maus aus der „Sendung mit der Maus“ sind am 3. Oktober der Einladung gefolgt und haben die Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte, besser bekannt als Trierische Tonpost, besucht. 

Gemeinsam mit dem Arbeitsfeld Inklusion und dem Verband der Blinden und Sehbehinderten Trier e. V. hatte die Arbeitsstelle verschiedene Stationen zum Ausprobieren und Mitmachen aufgebaut. Dabei konnten die Besucherinnen und Besucher erkunden, was es bedeutet, nicht gut zu sehen oder sogar blind zu sein. 

Orientierung mit Hilfe einer VR-Brille 

Der Aktionstag „Türen auf mit der Maus“ geht auf den WDR zurück. Jedes Jahr ruft er Unternehmen und Einrichtungen dazu auf, ihre Türen zu öffnen. Diesmal stand die Einladung unter dem Motto „Kleine Wunder“. 
Mit einer VR-Brille simulierte Michel Röver, der selbst eingeschränkt sieht, verschiedene Umgebungen, in denen sich Sehbehinderte schwer orientieren können. So waren die Teilnehmenden herausgefordert, sich trotz reduziertem Sehvermögen in einer gut besuchten Diskothek zu orientieren.

Besonders beliebt war die Station mit dem 3D-Drucker, an dem es die Maus als Schlüsselanhänger zum Mitnehmen gab. Für blinde oder seheingeschränkte Menschen kann die Arbeitsstelle Medien mit Hilfe eines solchen Druckers fühlbare Elemente aus Filament, also dem fadenförmigen Druckmaterial, herstellen wie beispielsweise fühlbare Pläne.

Mit solchen Modellen und auch  den Hörmagazinen, die die Tonpost in ihrem eigenen Tonstudio produziert, ermöglicht die Arbeitsstelle Medien Teilhabe. Das Interesse an den Führungen durch das Tonstudio war riesig am Maustag. Teilnehmende Kinder durften ins Mikro sprechen und mit ihrer Stimme experimentieren. Was passiert zum Beispiel bei zu lauter oder zu leiser Stimme? 

Nadja Merz von der Arbeitsstelle Medien hielt die schönsten Momente des besonderen Tages und der abwechslungsreichen Programmpunkte mit einer Polaroid-Kamera fest. So können die Teilnehmenden sich an den „Maus-Tag“ bei der Tonpost erinnern.

Info

Informationen rund um die Arbeitsstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte im Bistum Trier gibt es unter www.tonpost.de im Internet. Dort besteht auch die Möglichkeit, als seheingeschränkter oder blinder Mensch eines der Hörmagazine zu abonnieren.