"Eine Stunde für IHN“:Mit Gott auf Du und Du

Dillingen. Sie stecken mitten in den Vorbereitungen, und unverkennbar mit viel Herzblut. Auch wenn das Team um Sabrina Bellmann durch die Erfahrungen in den letzten Jahren Routine entwickelt hat, sei es doch jedes Mal eine neue Herausforderung. Zur „Eucharistischen Anbetung“ soll Maria Trost die Besucherinnen und Besucher einmal mehr in ganz besonderer Atmosphäre empfangen.
Dezente Lichtstrahler und ein Meer von Kerzen verwandeln den sonst eher nüchternen Kirchenraum dann in einen Ort, an dem „die Menschen zu sich finden, zur Ruhe kommen und auf Du und Du mit Gott sein können“, sagt Bellmann. Und vorne steht alleine das Allerheiligste, auf das sich die Blicke konzentrieren können.
„Jesus soll der Mittelpunkt sein – nichts anderes“
Die Lektoren, die während der gut einstündigen Anbetung Texte vortragen, positionieren sich hinten in der Kirche. „Wir verstecken uns nicht“, schmunzelt Benjamin Kläs. Aber in dieser Stunde soll eben „Jesus der Mittelpunkt sein, nichts anderes“, und ergänzt: „Wir wollen, dass die Menschen auf das Wesentliche schauen.“ Ganz im Sinne des Motivs der Anbetung: „Eine Stunde für IHN“.
Die Idee dazu habe sie schon länger mit sich rumgetragen, berichtet Bellmann – und dann nach und nach Menschen aus ihrem Umfeld und dem Kreis der Lektorinnen und Lektoren angesprochen, die dann schnell und spontan ihre Mitwirkung zugesagt hätten. Vor vier Jahren feierte diese Form der Eucharistischen Anbetung Premiere und findet seither zweimal im Jahr statt – mit wachsendem Zuspruch. Wenn gleichzeitig andere Veranstaltungen im Umfeld stattfinden, sind es mal etwas weniger, aber in der Regel um die 60 bis 65 Besucherinnen und Besucher fühlen sich von dieser besonderen Veranstaltung angezogen. Und dann sind immer auch viele dabei, die man nicht unbedingt im Sonntagsgottesdienst antrifft, betont Kläs. Ganz offensichtlich wachse in diesen Zeiten das Bedürfnis, einmal innezuhalten, zu sich selbst zu kommen. Für viele sei es auch ein Moment, „anzukommen“, weiß Mitorganisatorin Bellmann. Zwischen tiefgründigen Texten und Musik gebe es in dieser Stunde viel Raum dafür.
Weil auch viele junge Väter und Mütter teilnehmen, ist auch für eine Kinderbetreuung gesorgt. Zum Eucharistischen Segen zum Abschluss sind aber natürlich alle zusammen dabei. Und weil viele nach einer solchen Stunde das Bedürfnis zum Austausch haben, gibt es dafür natürlich anschließend auch die Möglichkeit, bei Kaffee, Tee und Gebäck in Gemeinschaft zu bleiben.