Eucharistie:Kraftquelle Kommunion

Bad Kreuznach. Die Idee zu dem Themenabend hatte das Gemeindemitglied Gereon Rogoß: „Teil eins des Gottesdienstes ist für mich nach der Lesung immer der spannendste – wenn ich höre, was der Pfarrer in seiner Predigt aus dem Evangelium macht. Doch auch der zweite Teil, die Eucharistiefeier, kann sehr wichtig sein, zumal sie Kraft zum Leben gibt.“ Bestärkt habe ihn dabei auch die Lektüre des Buchs „Unter Heiden – warum ich trotzdem Christ bleibe“ von Tobias Haberl.
Seine Idee, sich eingehender mit dem Thema zu befassen, fiel bei der Pfarrei auf fruchtbaren Boden, und man lud nach reiflicher Überlegung zu einem Gesprächsabend ein mit dem Untertitel: „Was sie schon immer zur Eucharistie fragen wollten – was bedeuten die Zeichen und hat das etwas mit meinem Leben zu tun?“
Die Vertiefung des Themas machte es noch spannender
Mit diesen Fragen befasste sich eine Gruppe von Frauen und Männern drei Stunden lang im Pfarrsaal mit Theologieprofessor Ansgar Franz von der Universität Mainz und Gemeindereferentin Theresia Stumm. Und man hätte locker noch ebensolange weiterdiskutieren können – je länger man sich mit dem Thema befasst und je tiefer man darin eintaucht, desto spannender wird es.
Vor der Veranstaltung hatten Interessierte 30 Fragen eingereicht, die zur Grundlage der Diskussion wurden. Die Fragen reichten von „Warum gibt es Hostien in verschiedenen Größen?“ und „Warum zerbricht man das Brot?“ über „Warum knien wir beim Hochgebet?“ bis zu den Fragen „Darf der Priester die Messe auch ohne Messgewand feiern?“ oder „Darf ich die Hostie in den Wein tauchen?“
Eine Teilnehmerin erklärte, sie sei gekommen, um die Handlungen und Wandlung bei der Kommunion besser zu verstehen, während ein Mann, der aus der Diaspora im Harz stammt und jetzt in Bad Kreuznach lebt, mehr über die Eucharistie erfahren wollte. Thematisiert wurden etwa das Kreuzzeichen, wann man knien oder stehen soll, das Thema gefaltete und betende Hände sowie die aktive Mitfeier der Eucharistie. Hand- und Mundkommunion war ebenfalls ein Thema.
Kommunion hat ganz viel mit Gemeinschaft zu tun
Letztlich wurde auf viele Dinge verwiesen, die bereits in der Bibel stehen, und darauf, dass Kommunion ganz viel mit Gemeinschaft zu tun hat. Ab und zu klangen auch kritische Worte durch. Etwa, dass bei der Kommunion genau genommen kein gemeinsames Mahl stattfinde, weil jeder die Hostie für sich alleine auf dem Rückweg zur Kirchenbank einnehme.
Ansgar Franz und Theresia Stumm schafften es, Dinge aus theologischer Sicht einleuchtend und verständlich zu erklären. Rogoß zeigte sich erfreut darüber und bilanzierte positiv, „dass sich alle Teilnehmer sehr intensiv in die Gespräche einbrachten“.