Demokratie-Projekt:Impulse zur Demokratiebildung

Bistum. Was bedeutet Heimat? Wie geht man mit politischen Parolen um? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich 17 Jugendliche im Jugend- und Gästehaus des Bistums in Trier beschäftigt. In Workshops und bei einem Theaterstück sprachen sie über aktuell brisante Themen. Organisiert wurde der Tag von Pamela Diederichs, pädagogische Referentin im Jugendhaus und in der Fachstelle für Jugend in Wittlich.
„Im vergangenen Jahr kam die Idee auf, Workshops zum Thema Demokratiebildung mit einem Theaterstück zu verbinden. Das haben wir dieses Jahr fortgesetzt“, erläuterte Diederichs. Die Tage seien zwar auf Firmlinge ausgerichtet, das Angebot stehe aber allen Jugendlichen offen. Unterstützt wurde das Programm vom Pastoralen Raum Trier, der Sparkasse Trier, der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg Trier und der Kulturstiftung Trier.
Ein Workshop zum Verständnis von Heimat
„Es war wirklich sehr interessant: unterschiedliche Gruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen, die man dann spontan anpassen musste“, berichtete Maximilian Frank, der einen der Workshops anbot. Normalerweise als Ehrenamtlicher im Haus der Jugend beschäftigt, hat er das Projekt dieses und vergangenes Jahr unterstützt. „Man konnte inhaltlich tief ins Thema gehen. Und die Jugendlichen waren erfreulicherweise sehr offen und ausgesprochen interessiert.“
Thematisch befasste sich sein Workshop mit dem Thema Heimat. Was verbinden die Jugendlichen mit Heimat? Welches Verständnis haben sie davon? Auch mit rechten Parolen habe man sich auseinandergesetzt.
Fabian (13) aus Adenau blickt positiv auf den Tag zurück. Anfangs sei er zwar nicht allzu motiviert gewesen, „aber jetzt bin ich froh, dass ich hergekommen bin“. Mit den anderen Jugendlichen habe er sich gut verstanden und wolle weiter in Kontakt bleiben.
Das Theater ging sehr unter die Haut
Nach den Workshops und einer Reflexionsrunde, in der die Jugendlichen Feedback zum Tag geben konnten, begann das Theaterstück „Heimatkleid“. Aufgeführt wurde es von Anna Bernstein von der Saarbrücker Theatergruppe „Überzwerg“. Sie wirkt bereits zum zweiten Mal mit.
Das Stück griff erneut Themen wie Heimat, Parolen und Ausgrenzung auf. „Ich fand, es ging einfach super unter die Haut“, sagte Jana Gorges, die ihren Bundesfreiwilligendienst in der Jugendkirche Trier absolviert. „Da stecken Impulse dahinter, die wichtig sind und die im Moment zur Welt und zur politischen Lage gehören.“
Im Anschluss bot die Theatergruppe die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anmerkungen zu machen. „Ich bin sehr erfüllt“, resümierte Diederichs. Sie würde sich wünschen, mit dem Projekt noch mehr junge Menschen ansprechen zu können.
Unter www.jugendhaus-trier.de gibt es Informationen zu den Angeboten des Jugend- und Gästehauses des Bistums.