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Bolivienpartnerschaft:Aspekte der Nächstenliebe

„Aus Liebe handeln – auf Gottes Gerechtigkeit vertrauen“ – unter diesem Leitwort steht in diesem Jahr die Bolivien-Partnerschaftswoche.
Eine Frau mit Hut lächelt in die Kamera, vor ihr ein Korb mit Salat
Datum:
2. Aug. 2026
Von:
red

Bistum. Verschiedene Aspekte von Nächstenliebe und Gerechtigkeit stehen im Zentrum der Woche vom 26. September bis 4. Oktober. Wie können Christinnen und Christen beides umsetzen in einer Zeit, die von Unsicherheiten und von zunehmen der Fokussierung auf das eigene Wohlergehen geprägt ist? Diese Frage stellt die Diözesanstelle Weltkirche im Bistum in Zusammenhang mit der Woche, bei der das Partnerland Bolivien besonders im Blick ist.  

Eröffnet wird die Partnerschaftswoche mit einem Gottes dienst am Samstag, 26. September, 18.30 Uhr, in der Jesuitenkirche Trier. Bischof Renán Aquilera, Jugendbischof in Potosí, und Jugendpfarrer Peter Zillgen zelebrieren den Gottesdienst. Aus Anlass des Freundschaftstages der Jugend ist danach Gelegenheit zu Begegnung und Austausch im Jugend- und Gästehaus.  

Pilger der Hoffnung unterwegs

Als „Pilger der Hoffnung“ macht sich eine Gruppe aus dem Pastoralen Raum Merzig am Montag, 28. September, ab Kloster Steinfeld auf den Weg zum Apostelgrab St. Matthias in Trier. Die Ankunft wird am Freitag, 2. Oktober, 17 Uhr, gefeiert. Wer eine Etappe mitgehen möchte, kann sich anmelden bei Christian Becker per E-Mail an pax.et.bonum@web.de, Telefon (01 57) 30 85 63 05, oder bei Michael Meyer, E-Mail meyermi@uni-trier.de, Telefon (01 60) 97 01 18 43.  

Wie jedes Jahr konnten die 18 Bistümer Boliviens Projekte zum Thema der Partnerschaftswoche einreichen. Diese werden mit Spenden aus der Diözese Trier unter anderem aus den Erntedank-Kollekten gefördert. Ein Projekt hat „Gemüseanbau und gesunde Ernährung“ zum Thema. An der landwirtschaftlichen Hochschule Carmen Pampa in den bolivianischen Hochtälern studieren etwa 1.050 junge Menschen, von denen 850 im zugehörigen Internat leben. Die Hochschule in Trägerschaft der Diözese Coroico leistet einen wichtigen Beitrag zu Bildungsgerechtigkeit. Das Internat ermöglicht den Hochschulbesuch für junge Men schen aus entlegenen Gegenden. Gesunde Ernährung ist der Hochschulleitung ein wichtiges Anliegen, da im Alltag Fastfood und hochverarbeitete Lebensmittel eine große Rolle spielen.  

Gesundheit der Studierenden verbessern

Workshops zu gesunder Ernährung, Ernährungssicherheit und Zubereitung gesunder Lebensmittel sollen angeboten werden. Ziel ist es, mit dem Ertrag neu angelegter Gärten in der Hochschulmensa gesünderes Essen anzubieten und so Ernährung und Gesundheit der Studierenden zu verbessern. Für Workshops und die Anschaffung von Küchenausstattung wurde die Bolivienpartnerschaft um Unterstützung gebeten. 

Um Ernährung geht es auch beim Projekt im Vikariat Beni im bolivianischen Tiefland. Mehrere Wochen im Jahr sind die Menschen in der Regenzeit von der Lebensmittelversorgung abgeschnitten. Mitarbeitende eines diözesanen Weiterbildungszentrums wollen Workshops anbieten, bei denen in sieben Dörfern jeweils rund 20 Familien Methoden zur Kultivierung von Pflanzen im Wasser und zum Anbau bei Überbewässerung erlernen.  

„Frauen stärken im Strafvollzug“ ist ein weiteres Projekt, das gefördert werden soll. Dabei stehen die massive Problematik von Überbelegungen in zwei Frauengefängnissen in La Paz und die Auswirkungen auf inhaftierte Frauen im Mittelpunkt. Im ländlich geprägten Bistum San Ignacio de Velasco ist ein weiteres Projekt zu finden. Hier sollen mit fest eingerichteten Wohltätigkeitsbasaren feste Anlaufstellen geschaffen werden, an denen materielle Hilfen abgegeben und bei Bedarf in Anspruch genommen werden können. Initiator Bischof Robert Flock hofft, damit den Vorläufer einer Gemeindecaritas ins Leben rufen zu können. 

Näheres

Hier sind Infos und Terminhinweise zur Bolivien-Partnerschaftswoche zu finden. Dort gibt es auch Näheres zu den geförderten Projekten.