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Tierschutz:Verbindung zwischen Mensch und Tier feiern

Ein Tag der vielen Feste, das war der 4. Oktober in diesem Jahr: Erntedank, Welttierschutztag und Gedenktag des Heiligen Franz von Assisi, Schutzpatron der Tiere und Natur.
Pfarrerin Anna-Christina Schmidt im Gespräch mit Gisela Krebs und ihrem treuen Gefährten Lukas. Neben ihr sitzt ihre Freundin Hildegard Herrig mit ihrem Vierbeiner Chico.
Datum:
22. Okt. 2026
Von:
Kathrin Schmitt

Trier. Grund genug für Pastoralreferentin Kirsten Denker-Burr und ihr Team, einen ökumenischen Tiersegnungsgottesdienst im Trierer Weißhauswald zu feiern. „Wir blicken heute auf unsere tierischen Mitgeschöpfe in unseren Familien. Wir wollen aber auch an die Tiere denken, die gequält zur Nahrungsmittelherstellung in Legebatterien oder Ställen ohne Tageslicht gehalten werden. Nicht jedem Mitgeschöpf ist ein Leben in Sicherheit und Liebe gegeben“, sagte die Pastoralreferentin in ihrer Begrüßung. „Die Hunde, Katzen, Kaninchen, Schildkröten und Pferde, die unser Leben begleiten, machen uns reich. Reich an Tierhaaren auf der Kleidung und Kratzern auf dem Sofa, ebenso wie reich an Lachen, an Freundschaft, an Zuneigung und unendlich wertvollen Erinnerungen“, fügte Pfarrerin Anna-Christina Schmidt in ihrer Predigt hinzu.

Auf der großen Wiese rund um das Haus des Waldes waren nur Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern zu sehen, manche saßen gemeinsam mit ihnen auf einer Picknickdecke, andere hatten auf den Bänken Platz genommen und ihre Tiere lagen im Gras. „Wir hatten aber auch schon Meerschweinchen, Katzen oder Schildkröten“, berichtete Denker-Burr. Doch für die meisten Kleintiere bedeute ein solcher Ausflug Stress.

Seit zehn Jahren Seite an Seite

Mit ihren Lieblingen sind auch Gisela Krebs und Hildegard Herrig zum Gottesdienst gekommen. Hund Lukas, stolze 12 oder 13 Jahre alt, ist etwas aufgeregt. „Das ist für ihn eine ungewohnte Situation, aber er hat sich so großartig gemacht“, erzählte Krebs. Die 80-Jährige hat Lukas aus dem Tierschutz, seit zehn Jahren ist er an ihrer Seite, sein genaues Alter kennt sie nicht. „Einmal waren wir in einem Gottesdienst im Tierheim, das hat Lukas gar nicht gepasst. Er dachte, ich bringe ihn zurück. Wir sind dann wieder nach Hause gefahren“, sagte Krebs. Ihre Freundin Hildegard hatte ihren Schützling Chico, 9 Jahre, dabei, der die ganze Zeit über brav in seinem Hundekörbchen sitzen bleibt. Das erste Mal haben Alex und Siegfried Grise mit ihren beiden Australian Shepherds Ally und Asko den Gottesdienst besucht. „Uns hat es gut gefallen“, sagte das Trierer Paar. Der Tiersegnungsgottesdienst wird in größeren zeitlichen Abständen angeboten.