KiTa St. Ambrosius:Kindergarten mitten im Leben

Trier. Nach rund zweijähriger Auslagerung ist die katholische Kindertagesstätte (KiTa) St. Ambrosius zurück an ihrem vertrauten Standort im Stadtteil Nord. Mit einem Gottesdienst, der Einsegnung der Räumlichkeiten und einem Festakt wurde der Neubau offiziell eingeweiht. Das Besondere: Die sechsgruppige KiTa ist Teil eines in dieser Konstellation in Trier bislang einzigartigen Projekts. Über der Einrichtung sind 34 geförderte, mietpreisgebundene Wohnungen entstanden.
„Hier soll Zukunft entstehen“, sagte Bürgermeisterin und Sozialdezernentin Britta Weizenegger beim Festakt. Das Projekt verbinde zwei wichtige Bausteine für einen lebendigen Stadtteil: familiengerechtes Wohnen und gute soziale Infrastruktur. Die besondere Zusammenarbeit der Stadt als Bauträger, der katholischen KiTa gGmbH Trier als Betriebsträger und der Firma Immprinzip als Investor habe dabei neue Wege eröffnet.
Unterschiedliche Interessen zusammengebracht
„Wir sind Projektentwickler“, sagte Immprinzip-Geschäftsführer Jan Eitel. Ihre Aufgabe bestehe darin, verschiedene Interessen und Anforderungen zusammenzubringen und die „Fäden zusammenzuknoten“, damit etwas Gutes entstehe: „Wir lieben die Ergebnisse – vor allem das Kinderlachen.“
Für die Trägergesellschaft der katholischen Kindergärten in der Region ist der Neubau ein Zeichen der Bedeutung frühkindlicher Bildung im Bistum. „Die KiTa ist ein guter Ort für ein gelungenes christliches Gemeinwesen“, erklärte Geschäftsführerin Cordula Scheich. Kindergärten seien weit mehr als Orte der Betreuung – Bildungsorte, Lebensorte und wichtige Anlaufstellen für Familien.
Die neue Einrichtung bietet dafür moderne Voraussetzungen. Im Erdgeschoss und in weiteren Räumen des Neubaus sind sechs Gruppen untergebracht. Dazu kommt eine rund 1800 Quadratmeter große Außenfläche mit überdachten Bereichen. Die Kinder haben damit deutlich mehr Raum zum Spielen, Lernen, Forschen und Entdecken. Zugleich ist die KiTa als wichtiger sozialer Ort mitten im Stadtteil weiterhin gut verankert.
Für KiTa-Leiterin Vanessa Steffens war der Weg zur Eröffnung ein „großes Abenteuer“. Während der Auslagerung in die Jägerkaserne, der Bauphase und des anschließenden Umzugs habe das Team zahlreiche Herausforderungen gemeinsam bewältigt. Ihr Dank galt deshalb insbesondere den Mitarbeitenden, den Gesamtleitungen, dem Elternausschuss und der gesamten Elternschaft.
Ursprünge im ehemaligen Pfarrheim St. Ambrosius
Die Geschichte des neuen KiTa-Gebäudes reicht zurück bis zum früheren Pfarrheim St. Ambrosius. Das Gebäude, in dem seit 1974 der Kindergarten und das Pfarrheim untergebracht waren, musste aufgrund des maroden Zustands abgerissen werden. Auf dem Gelände des früheren Pfarrhauses, unmittelbar in der Nähe der 2021 profanierten Kirche St. Ambrosius, entstand der Neubau.
Die Bauarbeiten begannen im Mai 2024. Nach einer rund zweijährigen Auslagerung in die Jägerkaserne konnte die KiTa bereits im Februar vorzeitig in die neuen Räume zurückkehren.