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Katholische Hochschule Mainz:Schneller zum Theologiebachelor

Vertreter des Fachbereichs Praktische Theologie und von Theologie im Fernkurs haben bei einem Auftakttreffen im Januar an der Katholischen Hochschule Mainz (KH Mainz) ihre vom Bistum Trier mitgetragene neue Kooperation vorgestellt.
KH Mainz Gebäude III
Datum:
16. Feb. 2026
Von:
red

Durch ein standardisiertes Anerkennungsverfahren können Absolventen des Fernkurses das Bachelorstudium der Praktischen Theologie an der KH Mainz künftig in deutlich verkürzter Zeit abschließen. „Viele Menschen studieren Theologie im Fernkurs neben Beruf und Familie – oft über Jahre hinweg, mit großem Engagement und viel Ausdauer. Mit der Kooperation möchten wir dieses Engagement würdigen und Interessierten zugleich einen Übergang zu einem staatlich anerkannten akademischen Abschluss erleichtern“, betonen Dekanin Prof. Dr. Clarissa Vilain und Prodekanin Prof. Dr. Christina Kumpmann. 

Der Fernkurs mache Theologie für alle Interessierten zugänglich und basiere auf einem flexiblen, ortsunabhängigen und digital ausgerichteten Lernkonzept, welches ein wissenschaftlich-akademisches Niveau biete, erläutert Dr. Stefan Meyer-Ahlen, Leiter von Theologie im Fernkurs. „Überwiegend spricht Theologie im Fernkurs daher Personen an, die anderweitig – beispielsweise durch Beruf oder Familie – verpflichtet sind und dennoch eine theologische Qualifikation erwerben möchten“, ergänzt Stefan Meyer-Ahlen. 

Flexibles und berufsbegleitendes Lernen

Ein flexibles, berufsbegleitendes Lernen ermögliche auch das Studium der Praktischen Theologie in Teilzeit, welches seit 2023 an der KH Mainz angeboten wird, erklärt Clarissa Vilain und fügt hinzu: „Das Studium in Teilzeit beinhaltet digitale Lerneinheiten, Selbststudium und verlässlich geplante Präsenzanteile an der Hochschule, die Begegnung und Reflexion ermöglichen. Für Menschen, die mitten im Leben stehen und anderweitig eingebunden sind, lässt sich dieses Modell gut vereinbaren, und wir stellen fest, dass der Bedarf und die Nachfrage kontinuierlich wachsen.“ 

Das Bachelorstudium an der KH Mainz setzt eine Hochschulzugangsberechtigung voraus und führt zum akademischen Abschluss Bachelor of Arts. Das Studium qualifiziert für eine Tätigkeit als Gemeindereferentin und -referent der katholischen Kirche. Darüber hinaus stehen viele andere Berufe offen, in denen Religion eine Rolle spielt – zum Beispiel in christlichen Verbänden oder in den Medien. Auch ein anschließendes Masterstudium ist möglich. 

Standardisiertes Anerkennungsverfahren

Wer Grundkurs und Aufbaukurs Theologie des Würzburger Fernkurses erfolgreich abgeschlossen hat, kann sich nun in deutlich kürzerer Zeit theologisch weiterqualifizieren und einen staatlich anerkannten akademischen Abschluss erwerben. Möglich macht dies ein in der Kooperation vereinbartes, standardisiertes Anerkennungsverfahren. „Absolventen von Grund- und Aufbaukurs Theologie werden 46 Credit-Points anerkannt, womit sich das Studium in Teilzeit von zehn auf sieben Semester verkürzt. Bei Absolventen, die zudem den Religionspädagogischen Kurs sowie den Pastoraltheologischen Kurs in Würzburg abgeschlossen haben, können 89 Credits anerkannt werden. 

„Damit kann sich das Studium an der KH Mainz sogar auf bis zu fünf Semester verkürzen“, erklärt Prof. Dr. Oliver Wintzek, der als Ansprechpartner in der Studienberatung für Interessierte zur Verfügung steht. 

Die neue Kooperation sei ein starkes Signal, wie gemeinsame Verantwortung und institutionelle Verlässlichkeit zum lebenslangen Lernen und zu mehr Durchlässigkeit und Chancengleichheit im Bildungssystem beitragen könne, betont Andreas Vollmer, Präsident des Bundesverbands der Fernstudienanbieter. „Lebenslanges Lernen ist heute keine Option mehr, sondern eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Das Fernstudium kann eine Brücke bilden und Menschen mit nicht-traditionellen Bildungsbiographien eine reelle Chance auf einen akademischen Abschluss öffnen. Umso mehr freue ich mich über die neue Kooperation, mit der beide Institutionen Maßstäbe für eine partnerschaftliche Zusammenarbeit gesetzt haben“, unterstreicht Andreas Vollmer.