
© Luca Peranni
13. März 2026
© Luca Peranni

Trier. Mit einem Stickerbogen bewaffnet, darf zu zentralen Thesen des Wahlkampfs die eigene Zustimmung, Ablehnung oder Enthaltung bekundet werden. Der Bogen wird anschließend in eine Maschine gegeben, die ihn – wie bei einer Lochkarte – ausliest. Per Knopfdruck erstellt die Maschine dann einen Bon, der die Übereinstimmung mit den Positionen einzelner Parteien in Prozenten zeigt.
Man kommt vor Ort viel mehr ins Gespräch über die Themen.
Sara (19) von der St. Helena-Schule in Trier
In Rheinland-Pfalz stehen am 22. März Landtagswahlen an. Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Trier, die Lokale Agenda 21 Trier, die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Trier, die Stadtbücherei sowie die Volkshochschule haben sich zu diesem Anlass an der Wahltour des Landtags Rheinland-Pfalz und der Landeszentrale für politische Bildung beteiligt. Am 3. März nahmen viele Interessierte bei bestem Frühlingswetter auf dem Domfreihof an einer Live-Version des Wahl-O-Maten teil.
„Wir erhoffen uns vor allem Aufklärung bei Kindern und Jugendlichen“, sagt Paul Berens, Vorsitzender des BDKJ Trier, zur Motivation, sich an der Aktion zu beteiligen. Gerade in diesen Zeiten sei es von großer Bedeutung, Demokratiebildung zu fördern. BDKJ-Kollegin Susann de Brito Martins hofft, dass „junge Katholikinnen und Katholiken eine Idee bekommen dafür, wie wichtig Wählen ist und was Demokratie bedeutet“.
Der ursprüngliche Plan war es, die Stände im Palais Walderdorff aufzustellen. Eine Mischung aus Sonnenschein und zu niedrigen Türen für die Aufsteller führte jedoch zu dem kurzfristigen Entschluss, draußen aufzubauen. Der große Besucherandrang zeigt: Es war eine gute Entscheidung.
Viele Schülerinnen und Schüler, die mit ihren Klassen gekommen sind, aber auch eine große Zahl Passanten drängen sich um die Aufsteller mit den Thesen des Wahl-O-Maten, den Stand des Landtags und die übrigen Angebote. „Es sind gerade so viele Menschen da, wie bei anderen Terminen über den ganzen Tag verteilt“, stellt Iris Megens zufrieden fest. Sie macht gerade ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Landeszentrale für politische Bildung und hofft, Menschen durch die Veranstaltung zu informieren und zum Wählen zu ermutigen. „Die Leute kommen hier ins Gespräch. Dieser Austausch ist besonders wertvoll.“
Das findet auch Sara (19) von der St. Helena-Schule in Trier, die mit ihrer Klasse am Wahl-O-Mat teilgenommen hat. „Man kommt vor Ort viel mehr ins Gespräch über die Themen.“ Dass sie vor Ort Experten Fragen stellen kann, findet sie ebenfalls gut. „Es ist richtig cool gemacht!“
Neben dem Wahl-O-Maten kann am Stand des Landtages auch ein Quiz zur Landespolitik beantwortet werden. An anderen Stationen ist es möglich, sich teilweise spielerisch über politische Themen zu informieren.