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Landtagswahl:Für menschliche Politik

Zur Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gibt es einen ökumenischen Wahlaufruf sowie weitere Initiativen im Bistum Trier.
Die Mitglieder des Pfarrgemeinderates halten mit Buchstaben bedruckte Tassen, die zusammen das Wort Demokratie ergeben.
Datum:
15. März 2026
Von:
bip/pm

„Machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch und entscheiden Sie mit über die Zukunft unseres Bundeslandes!“: Mit diesem Appell an die Bürgerinnen und Bürger rufen evangelische und katholische Kirche in Rheinland-Pfalz zur Teilnahme an der Landtagswahl am 22. März auf. Mit der Wahlbeteiligung sei Verantwortung für gesellschaftlichen Zusammenhalt, eine lebendige Demokratie und einen sozialen Rechtsstaat verbunden, heißt es in dem ökumenischen Wahlaufruf.

Auf die vielfältigen Herausforderungen in Rheinland-Pfalz gebe es keine einfachen Antworten, schreiben die acht leitenden Geistlichen. Das betreffe den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Strukturwandel, die Chancengerechtigkeit im Bildungsbereich, soziale Sicherheit und Teilhabe sowie die Folgen des Klimawandels gleichermaßen. „Umso mehr braucht es Politikerinnen und Politiker, die sich an klaren Werten orientieren und sachlich argumentieren; die respektvoll miteinander umgehen und gemeinsam nach Lösungen suchen; die einem solidarischen Miteinander und einer guten Zukunft für alle Menschen in unserem Bundesland dienen.“ Die Kirchenleitungen verweisen auf die Kampagne „Aufstehen für …“, die sich für Menschenwürde, Offenheit und Solidarität in einer freiheitlich-demokratischen Gesellschaft einsetzt.

Katholikenrat setzt sich für Kirchenkampagne ein

Dr. Elfriede Franz, die Vorsitzende des Katholikenrats im Bistum Trier, und der Vorstand des Gremiums laden ein, „Aufstehen für …“ zu unterstützen. „Eine menschliche Politik setzt sich ein für gerechte Bildungschancen und fördert und unterstützt Kinder, Jugendliche und Eltern“, sagt Franz. Menschlichkeit in der Zuwanderungspolitik achte die Würde aller Menschen; eine menschliche Wirtschaftspolitik schätze den Beitrag der Arbeitnehmerinnen und -nehmer und sorge für faire Arbeits- und Handelsbedingungen. Ein weiterer Aspekt ist Franz ebenfalls wichtig: „Menschlichkeit in der Gesundheitspolitik stellt den gerechten Zugang zu einer modernen medizinischen Versorgung sicher.“ 

Eine menschliche Politik setzt sich ein für gerechte Bildungschancen und fördert und unterstützt Kinder, Jugendliche und Eltern.

Dr. Elfriede Franz

Acht Landtagskandidatinnen und -kandidaten stellten sich bei einem kinder- und jugendpolitischen Gespräch des Jugendrats der Stadt Boppard und der „JugendBegegnungsStätte“ St. Michael den Fragen der jungen Zuhörerinnen und Zuhörer (die AfD reagierte nicht auf die Einladung). Nach einer Vorstellungsrunde sowie einem Einblick in die Motivation, für den Landtag zu kandidieren und in die politischen Kernthemen kamen die Fragen des Publikums an die Reihe. Leider beschränkten sich die Diskussion nicht auf landespolitische Themen und Möglichkeiten, hieß es seitens der „JugendBegegnungsStätte“. 

Mit einer kreativen Fotoaktion beteiligt sich die Pfarrei Kirn St. Hildegard seit dem 8. März an der Kampagne „Aufstehen für … “. Im Anschluss an den Gottesdienst in der Kirche St. Pankratius konnte man sich mit einem Glas oder einem persönlichen Gegenstand, mit dem man zum „Anstoßen“ anregen will, fotografieren lassen. Dies könne etwa ein Wecker sein, der symbolisch für einen Weckruf für die Demokratie steht. 
Fotos hochladen auf Seite von „Aufstehen für ...“

Wer nicht vor Ort sein konnte, kann ein eigenes Foto auf www.aufstehenfürdemokratie.de hochladen. Die Aktion verstehe sich als Einladung, unabhängig von politischer Ausrichtung ein Zeichen für Menschlichkeit, Zusammenhalt, Vielfalt und demokratische Beteiligung zu setzen“, sagt Christine Greber vom Pfarrgemeinderat, der die Aktion in Kirn angestoßen hat.