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Missionsförderverein Kutzhof:Freude und Hoffnung

Der Missionsförderverein Kutzhof hat in 27 Jahren gut 350 000 Euro für Entwicklunghilfesprojekte zusammenbekommen. Das jüngste Projekt, das auch vom Pastoralen Raum Völklingen unterstützt wurde, war die Sanierung und der Bau von Brunnen im Norden von Uganda.
Generalvikar Ngole zeigt bei seinem Vortrag Bilder auf einer Leinwand.
Datum:
8. Jan. 2026
Von:
Oliver Hilt

Heusweiler. Der Verein, der 1998 in der Pfarrei St. Jakobus der Ältere in Heusweiler-Kutzhof ins Leben gerufen wurde und bis heute von Martin Zewe geleitet wird, hat bereits Projekte in Ruanda, Mauretanien, Indien, den Philippinen, Kenia und Malawi unterstützt. 

Ein Schwerpunkt der vergangenen Jahre sind Maßnahmen in Uganda. Gemeinsam mit dem Pastoralen Raum wurde nun ein Projekt abgeschlossen, bei dem in der Diözese Moroto im Norden insgesamt neun Bohrlöcher und Rohre instandgesetzt, andere Sanierungsarbeiten durchgeführt und ein Brunnen neu gebaut wurden. Der Verein stellte 22 000 Euro zur Verfügung und aquirierte Landesmittel aus einem Entwicklungsfonds. 

„Dankbar für das große Geschenk des Wassers“

Paul Ngole, Generalvikar des Bistums Moroto, kam vor Weihnachten ins Saarland, um sich bei Gottesdiensten und Infoabenden für die erfahrene Unterstützung zu bedanken und zu zeigen, was mit den Spendengeldern in seiner Heimat erreicht werde konnte. Nach Abschluss des Anfang 2025 gestarteten Brunnenprojekts verfügen nun neun Gemeinden, die bislang auf Wasserstellen angewiesen waren, über einfachen Zugang zu dauerhaft frischem Wasser, was auch die Hygiene und den Schutz der Gesundheit verbessert sowie die Bewässerung von Gärten für Gemüseanbau und Viehzucht ermöglicht. 

Zuvor hatten die Bewohner lange Wege zum kostbaren Nass zurücklegen müssen, was beschwerlich und wegen Überfällen auch gefährlich war, wie Ngole berichtete: „Jetzt herrscht Freude und Hoffnung in den Gemeinden. Frauen, Mädchen, Kinder und alle anderen tanzen und sind dankbar für das große Geschenk des Wassers.“
Der Kirchenmann, der als junger Priester ein Praktikum in Püttlingen absolvierte und seither immer wieder ins Köllertal kommt, wirbt bereits für ein nächstes großes Projekt: „Wir brauchen eine Schule, das ist mein Traum.“ Bereits seit 2016 treibt er das Projekt voran und wirbt um Spenden für Schulräume. Nächstes Ziel ist der Bau eines Internats für 150 Schüler. 82 Prozent der Menschen in der Region seien Analphabeten. Deshalb siedelten sich keine Unternehmen an; es gebe Armut mit allen negativen Folgen, vor allem für junge Menschen. Ngole: „Wenn sie nicht in die Schule gehen, werden sie Krieger mit Gewehren.“ 

 

Info

Nähere Auskünfte gibt es unter www.missionsfoerderverein-kutzhof.de im Internet, Spendenkonto (Sparkasse Saarbrücken): IBAN DE22 5905 0101 0055 6007 04.