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Aktion „Hoffnungsschimmer“ :An Macht der Wunder glauben

Mehr als 550 Menschen haben sich an der Aktion „Hoffnungsschimmer“ beteiligt. Mit dem Pilgerweg für Hoffnungsfreudige ist sie zu Ende gegangen.
Gruppenbild der Teilnehmenden des Projektes Hoffnungsschimmer.
Datum:
17. Jan. 2026
Von:
red

Bistum. In gemeinschaftlicher Verbundenheit durch die Advents- und Weihnachtszeit gehen und sich gegenseitig in der Hoffnung bestärken – das haben über 550 Teilnehmende aus allen Regionen des Bistums, aus ganz Deutschland, aus den Nachbarländern Belgien, Luxemburg, Österreich, Italien und der Schweiz beim Projekt „Hoffnungsschimmer“ getan. Bereits zum sechsten Mal ist die Aktion vom Arbeitsfeld Inklusion mit dem Pastoralen Raum Merzig, der Diözesanstelle geistlich leben und weiterblicken.com organisiert worden. Die Stiftung „Glauben leben“ im Bistum hat sie finanziell gefördert.

Als roter Faden begleitete die Teilnehmenden das Gedicht „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer. „Was Bonhoeffer aus seiner Haft heraus an eigenem Erleben, an Hoffnung, an Zweifel, an Sehnsucht in Worte gegossen hat, berührt Menschen bis heute. Viele finden sich in seinen Zeilen wieder und verbinden damit persönliche existentielle Erfahrungen, zum Beispiel den Tod von Angehörigen“, erklärt Pastoralreferentin Judith Schwickerath, die das Projekt seit Beginn begleitet.  

Gerade in der Adventszeit seien viele Menschen besonders sensibel, stellt Diplom-Religionspädagogin Kerstin Mikolajewski dar.  „Die Teilnehmenden verbindet die Hoffnung auf Licht und die Menschwerdung Gottes.“ Wie Bonhoeffer dürften auch wir an die Macht der Wunder glauben: Gott ist da. 

Für andere da sein ist Essenz des Christseins

Für andere da sein, sei für Bonhoeffer die Essenz des Christseins, der Blick auf die Leidenden, auf die Schwachen und die Verletzlichen, ergänzt Michael Meyer, Kooperator im Pastoralen Raum Merzig. „Dieser Blick bleibt aktuell, und damit fragt Bonhoeffer auch uns heute ganz direkt in unserem Christsein an.“ Projekt-Mitinitiator Sandro Frank resümiert, er sei dankbar für das gemeinsame Unterwegssein mit vielen Suchenden. „Das sind für mich Hoffnungschimmer, die es in dieser Welt lichter werden lassen.“

Besonders an dem Projekt ist der hybride Charakter: Neben den analogen Hoffnungsschimmer-Karten lud das Begleitteam an den Adventssonntagen und am Sonntag nach Weihnachten zu digitalen Gottesdiensten ein. Je 80 bis 120 Menschen nahmen daran teil. 

Zum Abschluss am Jahresbeginn trafen sich 30 Teilnehmende in Trier zu einem „Pilgerweg der Hoffnung“. Dabei blickten sie auf die Zeit zurück und tauschten persönliche Erfahrungen aus. 

„Die täglichen Nachrichten sind dazu angetan, hoffnungslos zu machen. Da braucht es Hoffnungsschimmer und kraftvolle Impulse. So habe ich mich wieder auf den adventlichen Weg mit der Hoffnungsschimmer-Gemeinschaft gefreut“, meldet Teilnehmerin Elisabeth aus Bad Kreuznach zurück. Steffie aus Münster-Sarmsheim beschreibt: „Von guten Mächten wunderbar geborgen erwarten wir, was kommen mag – das braucht in dieser schweren Welt-Zeit viel Mut. Ich übe mich mit anderen weiter in Zuversicht, Hoffnung und Vertrauen und will daraus leben und handeln.“ 

Die Wie-Worte des Hoffnungsschimmers und die Gottesdienste hätten sie durch die Zeit getragen, stellt Gabi aus Würzburg dar. Sie dankt „für die Ideen, liebevolle Gestaltung, anregende Gedanken und die Gebetsatmosphäre“.     

Lebenszeichen

Das Parallelprojekt „#Lebenszeichen – Ostern entgegen“ begleitet Interessierte durch die Karwoche. Näheres gibt es bei Judith Schwickerath per E-Mail an judith.schwickerath@bistum-trier.de oder unter Telefon (01 51) 11 12 44 13.