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Medien-Tipps

Fernseh-Tipp

Die Mütter von Cherson

Eine dunkle Bühne vor einem Theatersaal, vorne Kniet eine Frau

Viele der nach Russland verschleppten ukrainischen Kinder sind bis heute nicht zu ihren Familien zurückgekehrt. Der Film erzählt von den Schicksalen dieser Kinder und ihrer Familien. Und von einer außergewöhnlichen künstlerischen Auseinandersetzung mit ihrem Leid in Form einer Oper, die in Zusammenarbeit mit der Metropolitan Opera in New York und der Polnischen Nationaloper entstanden ist.

Ausstrahlung: 24. Oktober, 22.35 Uhr, ARTE oder in der Mediathek.

Fernseh-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 43/2026

Radio-Tipp

„Legenden des Heiligen Franziskus“

Man sieht ein Radio in einer Kirche

Am Sonntag, den 18. Oktober, überträgt Radio Horeb ab 10 Uhr die Heilige Messe aus der Wall fahrtskirche Mater Dolorosa in Lutzerath-Driesch. Zelebrant ist der Leitende Pfarrer der Pfarrei Hl. Elisabeth zwischen Endert und Üß, Pater Christoph Kübler von der Ordensgemeinschaft der Herz-Jesu-Priester. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von der Musikprojektgruppe Lutzerath-Driesch unter der Leitung von Maria Schorn. Radio Horeb ist ein privater Sender mit Sitz in Balderschwang im Allgäu; er will „das Wort Gottes dahin (bringen), wohin es gehört: in die Häuser, auf die Straßen, auf die Plätze, zu den Menschen“, heißt es in einer Selbstdarstellung. Radio Horeb ist im Bereich des Bistums Trier unter anderem über das Digitalradio DAB+, über die Kabelnetze, über Satellit und Internet zu empfangen. Weitere Informationen gibt es auf www.horeb.org im Internet. 

 

Radio-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe  42/2026.  

Buch-Tipp

Gegen die Katastrophe

Buchcover Dominic Kloos

Während die Kirche um Beteiligung und Amt ringt, geraten die Krisen der Welt leicht aus dem Blick. Dominic Kloos setzt dem ei ne Ekklesiologie entgegen, die sich an Walter Benjamins Geschichtsdenken orientiert. Dessen „dialektisches Bild“ unterbricht den gewohnten Lauf der Dinge: Es lässt vergangenes und gegenwärtiges Leid aufblitzen und fordert zum Einspruch gegen eine Katastrophe auf, die begonnen hat. Im Gespräch mit Johann Baptist Metz und der Befreiungstheologie fragt der Referent beim Ökumenischen Netz Rhein-Mosel-Saar, wie die Kirche den Götzen Kapitalismus kritisieren und an der Seite der Opfer stehen kann. Sein Buch ruft dazu auf, nicht bei innerkirchlichen Konflikten stehenzubleiben, sondern solidarische und partizipatorische Verhältnisse mitzugestalten. 

Buchtipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 42/2026.

CD-Tipp

Richters Vermächtnis

CD-Cover Richter

Am 15. Oktober 2026 wäre der Dirigent, Organist und Cembalist Karl Richter 100 Jahre alt geworden. In den Nachkriegsjahren erarbeitete sich der in Plauen geborene und in Leipzig ausgebildete Pfarrerssohn den Ruf eines bedeutenden Bach-Interpreten. Das Angebot, Thomaskantor in Leipzig zu werden, lehnte Richter ab, mit dem Argument, dafür noch zu jung zu sein. Stattdessen nahm er das Kantorenamt an der Münchner Markuskirche an. Mit dem selbstorganisierten Bach-Chor und Bach-Orchester nahm er Schallplatten auf, die schnell zu Bestsellern wurden. 1981 starb Karl Richter mit nur 54 Jahren. Hier ein Teil seines klingenden Vermächtnisses: sämtliche Aufnahmen für die Labels Telefunken-Decca und Ducretet-Thomson, entstanden zwischen 1953 und 1963. 

CD-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 42/2026 von Christoph Vratz