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Medien-Tipps

Fernseh-Tipp

Die Rettung einer Torarolle

Zeichnung eines Rabbiners beim Lesen aus der Torarolle

Es war purer Zufall, als Rabbiner Elias Dray 2013 die Torarolle in seiner Amberger Synagoge fand. Sie ist die älteste erhaltene Torarolle Süddeutschlands, geschrieben im Jahr 1792 in Sulzbach-Rosenberg, das zur damaligen Zeit europaweit einer der bedeutendsten Orte für die Fertigung von jüdischer Literatur und Gebetstexten war. Der Film erzählt die spannende Geschichte dieser besonderen Torarolle. 

Ausstrahlung: 27. Oktober, 22.25 Uhr, 3sat 

Fernseh-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 43/2026

Radio-Tipp

Für Humanität und Humor

Radio

Die Schauspielerin Annette Frier ist Botschafterin der UNO-Flüchtlingshilfe. Sie findet: „Der Gedanke, mein Zuhause verlassen zu müssen, vertrieben zu werden, ist für mich unvorstellbar. Gleichzeitig weiß ich, dass das für Millionen Menschen weltweit Realität ist.“ Und zu dieser Realität will sie nicht schweigen, sondern geflüchteten Menschen eine Stimme geben und für Menschlichkeit werben. Außerdem hat die Komikerin und Tochter einer katholischen Religionslehrerin Autor Christopher Hoffmann von ihrem Treffen mit 100 Comedians aus aller Welt bei Papst Franziskus 2024 erzählt (der „Paulinus“ berichtete). 

Zu hören ist die Sendung am Sonntag, den 25. Oktober, um 7.45 Uhr auf SWR 4 und um 9.15 Uhr auf SWR 1.

Radio-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe  43/2026.  

Buch-Tipp

Gegen die Katastrophe

Buch-Cover: Schwestern der Versöhnung

Am 26. Juli 2016 wird der Priester Jacques Hamel von zwei jungen Dschihadisten erstochen, gerade als er die Messe beendet. Die Welt ist erschüttert. In Frankreich reiht sich das Verbrechen in die schlimmste Anschlagsserie ein, die das Land je erlebt hat: Charlie Hebdo, Bataclan, Nizza ... Dieses Buch berichtet die Geschichte einer außergewöhnlichen Freundschaft: der Verbindung zwischen Roseline Hamel, der Schwester des Priesters, und Nassera Kermiche, der Mutter des Terroristen Adel Kermiche. Es ist die Geschichte zweier Frauen, die durch den Tod den höchsten Preis für Fanatismus und Radikalisierung zahlten. Für beide Frauen entwickelte sich diese Freundschaft zu einer selbstverständlichen Verbindung, einem lebenswichtigen Halt und einem notwendigen Weg, um ihre Trauer als Schwester und Mutter zu bewältigen.

Buchtipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 43/2026.

CD-Tipp

Marias Trauer, Petrus’ Reue

CD-Cover: Historiae Sacre

„Ich war 17, hatte gerade angefangen, Cembalo zu spielen, und entdeckte den Schlusschor aus ‚Le Reniement de Saint-Pierre‘“, erinnert sich die Dirigentin, Organistin und Ensemblegründerin Camille Delaforge mit Blick auf die gleichnamige Komposition von Marc-Antoine Charpentier. „Eine Welt tiefer Menschlichkeit tat sich vor mir auf. Ich verstand die Codes dieser Musik noch nicht, aber ich spürte bereits, dass sich ein Schlüssel drehte und die Tür zu einem Raum intensiver Emotionen öffnete“, so Delaforge. Jetzt hat sie dieses Werk in eine Reihe mit Musiken von Henry Purcell und Giovanni Battista Ferrandini gestellt. Mit ihrem Ensemble Il Caravaggio gelingen eindrucksvoll-intensiv klingende Geschichten.

CD-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 43/2026 von Christoph Vratz