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Medien-Tipps

Fernseh-Tipp

Durchstarten im Alter

Zwei Männer halten gemeinsam ein Tablet mit Getränken.

Gunther Linges (Foto rechts) startet mit 77 einen Job als Servicekraft. Jörg Daube hatte mit 65 noch einmal ein Lokal übernommen, will dort Jung und Alt zusammenbringen. Doch das Projekt droht zu scheitern. Schauplatz ist ein Gasthaus im strukturschwachen Stadtteil Essen-Borbeck. Hier treffen Gunther und Jörg aufeinander. Etwas Sinnhaftes tun und noch einmal in ihrem Leben durchstarten, davon träumen die beiden und lassen sich auch nicht von Hindernissen beirren. 

Ausstrahlung: 1. September 22.15 Uhr ZDF 

Fernseh-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 35/2026

Radio-Tipp

Radiogottesdienst

Man sieht ein Radio in einer Kirche

Am 22. Sonntag im Jahreskreis, dem 30. August, überträgt SR Kultur live einen katholischen Gottesdienst aus der Pfarrkirche St. Martin in Schwalbach. Dekan Hans-Georg Müller hält die Predigt und hat die liturgische Leitung. Gemeinsam mit den Hörerinnen und Hörern will sich die Gemeinde anrühren lassen, wenn es im Sonntagsevangelium heißt: „Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, wird es finden“ (Mt 16, 25). Musikalisch gestaltete den Gottesdienst der Chor „CHORUS“ aus Elm-Sprengen unter Leitung von Aloysius Simon mit.

Zu hören ist der Gottesdienst von 10 bis 11 Uhr auf SR Kultur.

 

Radio-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe  35/2026.  

Buch-Tipp

Einladung eines Spätberufenen

Buch-Cover: Die Eucharistische Anbetung

Pater Florian Racine legt ein Buch vor, das Leserinnen und Leser behutsam in die Tiefe führt. Ausgehend vom Wort Gottes zeigt er in 52 Abschnitten, wie sich biblische Verheißungen in der Eucharistie erfüllen und den Glauben tragen. Der spätberufene Priester aus Fréjus Toulon lädt dazu ein, Christus im Gebet zu begegnen und sich von ihm verwandeln zu lassen – nicht theoretisch, sondern als geistliche Übung Woche für Woche. Racine, 2002 zum Priester geweiht, ist Mitglied der Gemeinschaft „Missionare der Allerheiligsten Eucharistie“ und verbindet pastorale Erfahrung mit einer klaren, zugänglichen Sprache. So entsteht ein Buch, das zur inneren Sammlung anregt und zugleich eine vertiefte Beziehung zu Christus eröffnet. 

Buchtipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 35/2026.

CD-Tipp

Mahnendes Requiem

CD-Cover: Requiem

„Wenn du Geige spielen kannst, kannst du alles werden, selbst der schlimmste Verbrecher. Mit der Geige ist dir ein Platz im Himmel sicher.“ Bruno Maderna beherzigte den Tipp des Großvaters. 1920 geboren, wurde aus dem Geiger und Dirigenten ein Universalmusiker, der auch komponiert hat. Erst 2009 wurde sein deutlich früher entstandenes Requiem uraufgeführt – in seiner Geburtsstadt Venedig. 1943 zum Militär eingezogen, kämpfte Maderna gegen die Deutschen. Als die SS ihn festnahm, kam er zum Verhör nach Dachau, wo man ihn unerwartet freiließ. „In diesem Moment war die einzige Möglichkeit, ein Requiem zu schreiben und dann zu sterben“, sagte der 1973 verstorbene Maderna rückblickend. Das Werk ist Auseinandersetzung mit der musikalischen Tradition und pazifistisches Manifest zugleich. 

CD-Tipp aus der „Paulinus”-Ausgabe 35/2026 von Christoph Vratz