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Historische Tage in Trier

Foto: Stefan Weinert
Mehr als ein bunter Farbtupfer auf dem Domfreihof: Der Fürbitteort wurde von zahlreichen Besuchern genutzt.

Historische Tage in Trier

Von: Judith Rupp und Bruno Sonnen | 11. Mai 2014
Das hat es so noch nie gegeben: Zeitgleich fanden in Trier die diesjährigen Heilig-Rock-Tage und die zweite Vollversammlung der Trierer Bistumssynode statt.

Mit einer Vesper im vollbesetzten Trierer Dom sind am 4. Mai die Heilig-Rock-Tage 2014 zu Ende gegangen. Das Bistumsfest hatte am 27. April in Trier begonnen. Zeitgleich, vom 30. April bis 3. Mai, tagte in Trier St. Maximin die zweite Vollversammlung der Trierer Diözesansynode.

Bischof Dr. Stephan Ackermann sagte, die Heilig-Rock-Tage hätten eine Verbindung von "Bewährtem und Neuem" geboten. So habe etwa die Musik auf der Kulturbühne am Dom Menschen angezogen, die nicht "klassische Pilger" seien, aber die Gelegenheit genutzt hätten, ins Gespräch zu kommen und sich im Synoden-Zelt zu informieren. Für ihn sei das Bistumsfest in diesem Jahr besonders geprägt gewesen durch die gleichzeitige Tagung der Bistumssynode. Als zweiten prägenden Akzent nannte der Bischof die Feier des Domweihfestes am 1. Mai – ein "kleines Jubiläum", das an die Wiedereröffnung des Domes vor 40 Jahren nach einer umfassenden Renovierung erinnert hatte (vgl. "Paulinus" vom 4. Mai, Seite 20). Ackermann sagte, die Renovierung und Neugestaltung des Innenraums sei gelungen und "immer noch stimmig".

Dennoch sei nicht alles so geblieben wie vor 40 Jahren, neue Elemente seien dazugekommen. Auch die damals ebenfalls neu eingebaute Hauptorgel sei jetzt erstmals gründlich überholt und gereinigt worden, sie habe eine "Inspektion und Erneuerung" gebraucht. In diesem Sinne könne man auch die Bistumssynode betrachten, sagte Ackermann: "Wir brauchen eine Vergewisserung: Wo stehen wir, wo braucht es Erneuerung?"

Wolfgang Meyer, Verantwortlicher für die Heilig-Rock-Tage, betonte am Ende der Veranstaltung, die rund 220 Helferinnen und Helfer hätten die beiden "Einsatzorte" Heilig-Rock-Tage und Synode sehr gut bewältigt. Er hob besonders den Fürbitteort auf dem Domfreihof hervor, der sehr stark genutzt worden sei: Dort konnten Pilger wie Passanten ihre Wünsche auf bunte Stoffstreifen notieren und an einem Gitter befestigen.

So geht Synode: Debatte und Anträge, Rede und Gegenrede

Die zweite Vollversammlung der Bistumssynode stand im Zeichen der Auseinandersetzung mit den vom Bischof vorgeschlagenen Themen für die Synode und der Einrichtung entsprechender Sachkommissionen. Diese Sachkommissionen gehören wie die Vollversammlung, das Präsidium und der Geschäftsführende Ausschuss zu den Organen der Synode. Dabei ging es gleich zu Beginn recht munter zu, und die Synode erwies sich gleich als eigenständiges Organ. Am Abend des 30. April beschloss die Synode mehrheitlich, einen Antrag des Geschäftsführenden Ausschusses zu den "Zeichen der Zeit" als Grundlagenpapier für die Synode nicht zur Abstimmung kommen zu lassen. Auch im weiteren Verlauf gab es eine lebbafte, aber immer sachliche Debatte mit Rede und Gegenrede, Anträgen und Anträgen zu Geschäftsordnung – wie es sich für eine Synode gehört.

Am Ende zeigte sich Bischof Ackermann zufrieden mit Ergebnis und Verlauf der zweiten Vollversammlung. Die Synode "lernt laufen", sagte er.

An den eingerichteten zehn Sachkommissionen liegt es nun, die weitern Vollversammlungen thematisch-inhaltlich mit vorzubereiten und zu befördern.




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