Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier

Paulinus - Kopfbereich:

Paulinus - Inhalt:
Paulinus - Hauptinhalt:
Die Qualität macht den Unterschied

Foto: Robert Boecker
Ein Wasserspeiher entsteht. Fast zwei Jahre dauert es, ehe das steinerne Ungetüm aus dem Basaltblock herausgearbeitet ist.

Die Qualität macht den Unterschied

Von: Robert Boecker | 7. Juli 2024
200 Jahre Kölner Dombauhütte: Sie steht in der Tradition ihrer Vorgänger, die in den vergangenen Jahrhunderten ihr großes Können am Bau des Doms unter Beweis gestellt haben. Heute geben die Frauen und Männer der Dombauhütte ihr Bestes, um das Weltkulturerbe zu erhalten.

Die einen sagen so, die anderen so: Die einen legen den Beginn der Geschichte der „neuen“ Kölner Dombauhütte auf den 15. Juni 1824. An diesem Tag wurde Peter Sturm mit der Nummer 1 in die Stammrolle der Kölner Domsteinmetze eingetragen. Die anderen, allen voran Thomas Schumacher, der 1993 ein 880 Seiten starkes Monumentalwerk „Großbaustelle Kölner Dom“ vorgelegt hat, nennen den 2. August als Beginn der Geschichte der neuen Dombauhütte. An diesem Tag wurde nämlich „ein Schuppen auf dem Domkloster, also auf der Westseite des Domes, als Werkstatt für die Steinhauer errichtet“, so Schumacher, der viele Jahre als Ingenieur am Dom gearbeitet hat. Man könne deshalb, wenn man wolle, im ganz wörtlichen Sinne dieses Datum für die Gründung einer neuen Kölner Bauhütte in Anspruch nehmen, so der Autor.

Es ist müßig, über diese Frage einen Streit vom Zaun zu brechen. Fakt ist, dass am 14. Juni im Kölner Domforum die traditionelle Sommerausstellung eröffnet wird, die sich dem runden Geburtstag der Kölner Dombauhütte widmet (vgl. Artikel unten). Ob nun der 15. Juni oder der 2. August als Gründungstag gefeiert wird – das Jubiläum liefert einmal mehr den Anlass, den 48 Männern und 37 Frauen, die heute das Team der Dombauhütte bilden, Dank zu sagen und Anerkennung auszusprechen für das, was sie mit ihrem Können tagtäglich zum Erhalt des Weltkulturerbes Kölner Dom leisten.

Indirekt steht natürlich auch Sulpiz Boisserée in der Verantwortung dafür, dass der preußische Staat 1819 mit dem Königlichen Bauconducteur Friedrich Adolf Ahlert einen Fachmann damit beauftragte, ein Gutachten über die Schäden am Dom und die dringend erforderlichen Reparaturmaßnahmen zu erstellen. Jahre zuvor hatte Boisserée, gerade einmal Mitte 30, jeden und jede – von der Mutter Napoleons (das noch zur Zeit der französischen Herrschaft) über Goethe bis zum preußischen Kronprinzen Friedrich Wilhelm – in den Dom „geschleppt“ und sie von der Notwendigkeit des Erhalts des Bauwerkes und seiner angestrebten Vollendung zu überzeugen versucht. In diesem Zusammenhang propagierte er auch die Idee einer Bauhütte nach mittelalterlichem Vorbild.

[…]

  • Weiter lesen ...
    Den vollständigen Artikel lesen Sie in der gedruckten Ausgabe des „Paulinus“ oder im „Paulinus“-ePaper. Ein kostenloses und unverbindliches dreiwöchiges Probeabo gibt es per E-Mail an leserservice@paulinus-verlag.de.

  • Die Gewerke
    Rund 25 Berufe sind vertreten, vom Steinmetz über den Schmied, vom Kunsthistoriker über die Steinrestauratorin, den Ingenieur und die Gold- und Silberschmiedin bis zum Dombaumeister - es sind Frauen und Männer, die dafür brennen, ihre ganze fachliche Kompetenz in den Dienst des gotischen Bauwerkes zu stellen. Ob sie alle im herkömmlichen Sine fromm sind, wage ich nicht zu beantworten. Dass sie sich aber des Doms als eines außergewöhlichen Arbeitsplatzes bewusst sind und sich mit Stolz in einer jahrhundertealten Handwerkertradition am Dom stehend sehen, weiß ich aus jahrelanger Bekanntschaft mit vielen "aus der Hütte".



Paulinus - Marginalinhalt:

Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreise 2024

Die nächste „Paulinus“-Leserreise führt vom 28. September bis 5. Oktober nach Kroatien. Die dalmatinische Küste Kroatiens zählt zu einer der malerischsten Europas. Unzählige vorgelagerte Inseln, herrlich verträumte Buchten, ein kristallklares Meer sowie die einzigartigen Städte Dubrovnik, Split und Trogir (deren Altstädte stehen unter dem Schutz der Unesco) werden Sie verzaubern.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.



Video

  • Priesterweihe 2024
    Am 18. Mai wird Bischof Dr. Stephan Ackermann um 10 Uhr im Hohen Dom zu Trier drei Diakone zu Priestern weihen. Einer davon ist Adrian Sasmaz. Im Video erzählt er, warum er Priester werden möchte und worauf er sich nach der Weihe besonders freut (Video: Sarah Schött).
  • Miss Germany im Kloster Püttlingen
    Früher war es ein reiner Schönheitswettbewerb, heute gehe es mehr und mehr um Inhalte, erklärt Kira Geiss. Die 21 Jahre alte „Miss Germany 2023” hat im Kloster Heilig Kreuz in Püttlingen im Rahmen der Veranstaltung „Miss Germany meets Jesus“ über ihren Lebens- und Glaubensweg berichtet. Der Abend stand unter dem Motto „Wofür brennst Du?“ (Video: Sarah Schött)
  • Neues Domkreuz
    Rechtzeitig zum Jubiläum der Wiederweihe des Trierer Doms ist es an Ort und Stelle: das neue Kreuz auf der Heiltumskammer.
  • Alois Peitz über die Domrenovierung
    Wer Erinnerungen an die Domrenovierung sucht, sollte unbedingt mit Alois Peitz sprechen. Der Architekt sprudelt nur so über von Fakten und Geschichten. Als Geschäftsführer der Dombau-Kommissionen hatte er große Verantwortung (Video: Christine Cüppers).
  • Forum Engagement
    Zusammen haben sie das Forum Engagement als "Zugabe" zu den Heilig-Rock-Tagen organisiert: Marianna Barachino, Michaela Tholl, Elke Müller, Dr. Thomas Fößel, Melanie Engelmann und Stefan Nober (von links) freuen sich auf viele interessierte Gäste am 27. April (Video: Christine Cüppers).
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




Paulinus - Fuss: