Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier

Paulinus - Kopfbereich:

Paulinus - Inhalt:
Paulinus - Hauptinhalt:
10 000 Pilger werden erwartet

Foto: SIO2014
Pater Heinrich Walter, Kardinal Francisco Javier Errázuriz Ossa, der emeritierte Erzbischof Robert Zollitsch, Schwester Veronika Riechel und Matthias Kopp (von rechts) informierten in Vallendar-Schönstatt über das Jubiläumsprogramm der Bewegung.

10 000 Pilger werden erwartet

Von: Simone Bastreri | 6. Juli 2014
10 000 Pilger aus aller Welt werden zum Jubiläum der katholischen Schönstatt-Bewegung am 18. Oktober in Vallendar am Rhein erwartet – und damit mehr Menschen, als die kleine Stadt Einwohner zählt. Auf einer Pressekonferenz in Schönstatt haben der emeritierte Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, der chilenische Kardinal Francisco Javier Errázuriz Ossa und der Generalobere der Schönstatt-Patres, Pater Heinrich Walter, am 26. Juni die Fragen der in- und ausländischen Presse zur Schönstatt-Bewegung beantwortet, während Schwester Veronika Riechel vom Organisationsteam für die Jubiläumswallfahrt Auskunft über den Stand der Vorbereitungen gab.

Schönstatt sei zwar vor 100 Jahren in Deutschland entstanden, habe sich nach dem Zweiten Weltkrieg aber zu einer „Bewegung mit internationalem Antlitz“ entwickelt, sagte Kardinal Errázuriz Ossa, der zum achtköpfigen Kardinalsrat gehört, der Papst Franziskus bei der Kurienreform unterstützt. In 43 Ländern gebe es die Bewegung heute. Gemeinsam sei all den eigenständig organisierten Gemeinschaften, Gruppierungen und Projekten ein Interesse an der „Verlebendigung des Glaubens“ im Alltag der Menschen und eine Bündnis- und Bindungskultur, die auf dem „Liebesbündnis“ des Gründers Pater Josef Kentenich mit der Gottesmutter fuße.

Alles tun, um Ehepaare und Familien zu stärken

Ein besonderer Fokus liege für die Bewegung auf der Familie. Die Gesellschaft lebe davon, dass Kinder geboren würden und möglichst in stabilen Verhältnissen aufwachsen könnten. „Es ist das Gebot der Stunde, alles zu tun, um Ehepaare und Familien zu stärken“, sagte Zollitsch. Im Jahr 2000 sei die „Akademie für Ehe und Familie“ gegründet worden, daneben gebe es Angebote wie Ehevorbereitungskurse, aber auch für Frauen nach Trennung und Scheidung oder eine „Pastoral der Hoffnung“ für wiederverheiratete Geschiedene in Südamerika. Letzteres sei der Versuch, diesen Menschen zu helfen, ihren Platz vor Gott zu finden.

Pater Heinrich Walter ergänzte, für Schönstätter sei das „Liebesbündnis ein Gegenmodell zur Bindungs- und Beziehungslosigkeit, die wir heute in vielen Bereichen erleben“. Schönstatt wirke dabei nicht durch missionarische Aktionen und Kundgebungen, sondern eher im Stillen, durch Vernetzungen und Solidarisierungen. In diesem Sinne werde das Jubiläumsjahr weltweit in den verschiedenen Instituten, Gemeinschaften und Familien gefeiert, sagte Schwester Veronika Riechel. Den Abschluss bilde eine zweiteilige internationale Wallfahrt nach Schönstatt vom 16. bis 19. Oktober und vom 23. bis 26. Oktober nach Rom.

Fackellauf von Pompeji über Rom nach Schönstatt

Das Programm in Schönstatt sehe vier Open-Air Gottesdienste vor. Daneben präsentieren die über 20 selbständigen Gemeinschaften der Bewegung mehrere hundert Initiativen und Projekte. Am 16. Oktober finde eine Willkommensfeier und der Eröffnungsgottesdienst mit dem Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann statt. Am zweiten Tag sei ein Höhepunkt das Eintreffen von 80 jungen Männern von einem Fackellauf, der sie von Pompeji über Rom nach Schönstatt führe. Am 18. Oktober stehe dann die Erneuerung des Liebesbündnisses in der kleinen Marienkapelle bei der Zentralfeier an, während den Abschluss am 19. Oktober die Aufführung des Musicals „Auf dem Hochseil“ über das Leben Pater Kentenichs bilde.

  • Weiter lesen
    Den ganzen Artikel, die "Stimmen" von freiwilligen Helfern aus Südamerika sowie den Bericht über Pater Josef Kentenich, den Gründer der Schönstatt-Bewegung, gibt es im (Probe-)E-Paper und im (Probe-)Abo der gedruckten Ausgabe.
    Zum "Paulinus"-Dossiers Geistliche Gemeinschaften geht es hier.



Paulinus - Marginalinhalt:

Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreise 2022

„Der temperamentvolle Süden Spaniens“: Das war das Thema der Leserreise des „Paulinus“, die vom 14. bis 21. November 2022 nach Andalusien führte.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.



Video

  • Pfarrer Bruno Comes begleitet "Kirche im Kino"
    „Rollenwechsel – Kirche im Kino“ hat in Bernkastel mit Pfarrer Bruno Comes (56) einen neuen Begleiter (ausführlicher Bericht im "Paulinus").
  • Metallbaupreis für Arbeiten in Abtei Tholey
    Mit dem Deutschen Metallbaupreis 2022 in der Kategorie „Metallgestaltung“ ist die Kunstschmiede Bender aus Schweich für Schmiede- und Metallbauarbeiten in der Benediktinerabtei Tholey ausgezeichnet worden (Bericht im "Paulinus").
  • Tobias Wolff: Berufsziel Pastoralreferent
    Tobias Wolff wird am 3. September als Pastoralreferent im Bistum Trier beauftragt. Er berichtet über sein Berufsziel. Wolffs Heimatpfarrei ist St. Servatius Koblenz-Güls. Sein Einsatzort ist der Pastorale Raum Neuwied . Im "Paulinus" vom 28. August gibt eine ganze Seite zur Beauftragung der sieben Frauen und Männer, die als Gemeinde- und Pastoralreferenten wirken werden (Video: Christine Cüppers).
  • Buch über Diakone im Bistum Trier
    Ein Jubiläumsband bietet Einblicke in die Berufsgruppe der Diakone im Bistum Trier. Bericht folgt im "Paulinus". Stefan Stürmer (rechts) und Axel Berger berichten davon (Video: Zeljko Jakobovac). Bericht im "Paulinus".
  • Peters als deutscher Sportbischof verabschiedet
    Der Trierer Weihbischof Jörg Michael Peters ist als Sportbischof der Deutschen Bischofskonferenz in Berlin für sein langjähriges Engagement geehrt und gleichzeitig verabschiedet worden (Video: Isabel Athmer). Ausführlicher Artikel im "Paulinus".
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




Paulinus - Fuss: