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Austausch der Gaben

Foto: KNA
Renovabis-Kongress 1999: Weihbischof Leo Schwarz (links) im Gespräch mit dem Rumänisch-orthodoxen Erzbischof Serafim Joanta.

Austausch der Gaben

Von: Bruno Sonnen | 10. März 2013
Vor 20 Jahren haben die deutschen Bischöfe auf Initiative des Zentralkomitees der deutschen Katholiken das Osteuropa-Hilfswerk „Renovabis“ gegründet. Der Trierer Weihbischof  Leo Schwarz spielte bei der Gründung eine entscheidende Rolle. Daher wird der 20. Geburtstag des Werks in Trier gefeiert.

Mehr als ein Hilfswerk

Von Anfang an sollte Renovabis mehr sein als ein Hilfswerk. Gerne spricht man bei Renovabis von den beiden Säulen seines Auftrags: die materielle Unterstützung der Kirchen in Mittel- und Osteuropa als Beitrag zum „Austausch der Gaben“ zwischen den Ortskirchen in Ost und West sowie die Bemühungen um Begegnung und Versöhnung der Christen in Europa.

„Es ist ein schönes Zeichen, dass Renovabis an seinem 20. Geburtstag nach Trier zurückkehrt“, sagt Ludwig Kuhn, der als Geschäftsführer der Diözesanstelle Weltkirche und Renovabis-Diözesanbeauftragter für die Vorbereitung und Durchführung der diesjährigen Eröffnung in Trier mitverantwortlich ist. Denn bei der Gründung von Renovabis spielte ein Trierer ein ganz entscheidende Rolle: Weihbischof Leo Schwarz. „Das erste provisorische Büro war damals in St. Matthias“, erinnert sich Kuhn, „und von dort organisierte Leo Schwarz die erste Kollekte“.
Am 3. März 1993 hatten die Bischöfe auf ihrer Frühjahrs-Vollversammlung die Gründung von Renovabis beschlossen. Nach der langen Trennung durch den „Eisernen Vorhang“ waren Mittel-, Ost- und Südosteuropa wieder ins Bewusstsein des Westens getreten.

Antwort der Kirche auf den Umbruch in Europa

Die katholische Kirche in Deutschland verstand die Gründung der Aktion als Antwort auf die große gesellschaftlich-politische Wende in Europa von 1989/90. Gemäß dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ koordinieren Partner von Renovabis vor Ort – Hilfsorganisationen, Verbände, Diözesen und andere Institutionen – die pastoralen und sozialen sowie Bildungsprojekte. „Renovabis war von Anfang an ein Werk, das gleichermaßen soziale und pastorale Vorhaben unterstützt“, betont Kuhn. Renovabis fördert den Aufbau des Laienapostolats ebenso wie Bildung und Ausbildung sowie die Vernetzung kirchlicher Arbeit im nationalen und renzüberschreitenden Rahmen. Dem Grundsatz der „Investition in den Menschen“ gelten auch die Studienstipendien. Von großer Bedeutung sei die Kooperation mit lokalen Partnerschaftsinitiativen und die Beteiligung von Freiwilligendiensten an der Arbeit, sagt Kuhn, und: „Renovabis ist ein Beitrag zur Mitgestaltung Europas.“

Als Vorsitzender des Aktionsausschusses prägte Leo Schwarz bis 2003 das Handeln des Werkes. Seine persönliche Identifikation unterstrich er durch seine Partnerbesuche auf dem Balkan, in der Ukraine und in Polen. 

Von der heute auf dem Domberg in Freising angesiedelten Geschäftsstelle konnten bisher über 19 000 Projekte mit einer Fördersumme von mehr als 560 Millionen Euro bewilligt werden. Die Mittel für die Arbeit von Renovabis kamen zunächst allein aus der Pfingstkollekte und aus Spenden, später auch zu einem gewissen Teil aus öffentlichen Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

  • Info
    Die Aktion steht dieses Jahr unter dem Leitwort „Das Leben teilen – Solidarisch mit behinderten Menschen im Osten Europas“. Der Eröffnungsgottesdienst findet am 28. April um zehn Uhr mit Bischof Dr. Stephan Ackermann im Trierer Dom statt.

    In der Woche davor ist im Bistum ein umfangreiches Programm mit Gästen aus Osteuropa vorgesehen. Für Gespräche und Aktionen in Gemeinden oder bei Gruppen und Initiativen vermittelt die Diözesanstelle Gäste aus Osteuropa.
     
    Info: Diözesanstelle Weltkirche,
    Postfach 1340, 54203 Trier,
    Telefon (06 51) 71 05-3 96,
    E-Mail weltkirche@bgv-trier.deweltkirche@bgv-trier.de,
    www.renovabis.bistum-trier.de.



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