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Die Königin der Instrumente

Foto: Rolf Lorig
Zum 50-jährigen Orgel-Jubiläum spielt Josef Still die Symphonie concertante op. 81 des belgischen Komponisten Joseph Jongen an der Domorgel.

Die Königin der Instrumente

Von: red | 7. Juli 2024
Nicht umsonst bezeichnet man die Orgel als die Königin der Instrumente. Beim diesjährigen Mosel Musikfestival stehen zahlreiche Orgelkonzerte auf dem Programm.

Los geht es mit dem 2. Orgelhalbmarathon. Vom 7. bis 10. August spielt Matthias Grünert, Kantor und Organist an der berühmten Dresdener Frauenkirche, erneut 21 maßgeschneiderte Programme an 21 von Hermann Lewen und ihm ausgewählten Instrumenten zwischen Reil und Trittenheim.

Und auch hier gibt es wieder wahre Entdeckungen, wie zum Beispiel die frisch restaurierte Orgel in der Kirche Maria Heimsuchung in Reil oder das wunderschön instandgesetzte Instrument aus der Stumm-Dynastie in Trittenheim. Den Auftakt bildet ein Konzertabend an der Klais-Orgel in St. Andreas in Altrich. Die jeweiligen Etappen an der Mosel sind so konzipiert, dass man den Halbmarathon hervorragend als Orgel-Fahrrad-Tour gestalten kann. Die einzelnen Konzerte dauern zwischen 30 und 50 Minuten. Zu allen Konzerten ist der Eintritt frei. Alle Details: https://www.moselmusikfestival.de.

Gleich vier Hände und vier Füße

Weiter geht es am 21. August in der Trierer Konstantin-Basilika. Gleich vier Hände und vier Füße kommen hier zum Einsatz, um die Klangpracht der großen Eule-Orgel zu präsentieren. Mit außergewöhnlichem Repertoire begeistert das Orgel-Duo Olivier Vernet und Cédric Meckler seit über 15 Jahren weltweit die Orgelfans und hat mehr als ein Dutzend von der Kritik hochgelobte Alben aufgenommen. Besonderer Höhepunkt bei diesem Konzert dürfte die Bearbeitung von Ravels legendärem „Boléro“ für Orgel-Duo sein. Olivier Vernet ist seit 2006 Titularorganist an der Kathedrale von Monaco. Sein Duopartner Cédric Meckler ist promovierter Mediziner und Neurowissenschaftler und untersucht die Gehirnaktivität während des Musizierens. Auch Hypnose, Meditation und luzides Träumen zur Vorbereitung auf Konzertauftritte gehören zu seinem Forschungsgebiet.

Konzert zum 50-jährigen Orgel-Jubiläum

Am 19. Dezember spielt Domorganist Josef Still die Klais-Orgel im Dom St. Peter zu Trier. Zum 50-jährigen Orgeljubiläum erklingt als Kooperationskonzert mit dem Philharmonischen Orchester der Stadt Trier die Symphonie concertante op. 81 des belgischen Komponisten Joseph Jongen. Das Werk wurde 1926 vom Kaufhausbesitzer Rodman Wanamaker in Philadelphia in Auftrag gegeben und war ursprünglich für die Eröffnung der Restaurierung der großen Wanamaker-Orgel bestimmt, einem riesigen Instrument, das für Wanamakers Kaufhaus gebaut wurde. Tatsächlich erklang dieses großformatige Werk dann aber erstmals 1935 in der berühmten New Yorker Carnegie Hall und gilt heute als eines der größten Werke für Orgel und Orchester des 20. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Konzert um eine „Messe ohne Text“. So bezeichnete man Anton Bruckners klanggewaltige, großformatige Sinfonien. In seiner dritten Sinfonie verwirklichte Bruckner ein neuartiges Konzept: er verarbeitete musikalische Motive nicht linear, sondern setzt sie blockartig nebeneinander. Zum 200. Geburtstag von Anton Bruckner setzt das Philharmonische Orchester der Stadt Trier seine Reihe mit Bruckner-Sinfonien mit der 3. Sinfonie in dritter Fassung fort.

Junge Organisten aus aller Welt

Wenige Tage später, vom 18. bis 21. September 2024, findet in Zusammenarbeit mit der Hermann-Schroeder-Gesellschaft in der Konstantin-Basilika der 10. Internationale Orgelwettbewerb um den Hermann-Schroeder-Preis statt. Der Wettbewerb ist dem Werk des Komponisten Hermann Schroeder (1904-1984) gewidmet. Der in Bernkastel geborene Musiker wirkte als Organist und Chorleiter an St. Paulin. Er lehrte rund 50 Jahre an der Kölner Musikhochschule, der er auch zeitweise als stellvertretender Direktor vorstand, Tonsatz, Dirigieren, Formenlehre und Musikgeschichte. Schroeder gehört zu den bedeutenden deutschen Orgelkomponisten des 20. Jahrhunderts. Mit seinem 120. Geburtstag am 26. März 2024 und seinem 40. Todestag am 7. Oktober 2024 gibt es gleich zwei besondere Anlässe, an ihn zu erinnern. Junge Organisten aus aller Welt sind eingeladen, sich in drei Runden mit Pflichtstücken von J. S. Bach, C. Franck, H. Schroeder und frei wählbaren Werken der international besetzten Jury zu stellen.

Die Finalrunde wird in einem öffentlichen Konzert ausgetragen und verspricht ein in jeder Hinsicht spannendes Konzerterlebnis.



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Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreise 2024

Die nächste „Paulinus“-Leserreise führt vom 28. September bis 5. Oktober nach Kroatien. Die dalmatinische Küste Kroatiens zählt zu einer der malerischsten Europas. Unzählige vorgelagerte Inseln, herrlich verträumte Buchten, ein kristallklares Meer sowie die einzigartigen Städte Dubrovnik, Split und Trogir (deren Altstädte stehen unter dem Schutz der Unesco) werden Sie verzaubern.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.



Video

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  • Neues Domkreuz
    Rechtzeitig zum Jubiläum der Wiederweihe des Trierer Doms ist es an Ort und Stelle: das neue Kreuz auf der Heiltumskammer.
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    Wer Erinnerungen an die Domrenovierung sucht, sollte unbedingt mit Alois Peitz sprechen. Der Architekt sprudelt nur so über von Fakten und Geschichten. Als Geschäftsführer der Dombau-Kommissionen hatte er große Verantwortung (Video: Christine Cüppers).
  • Forum Engagement
    Zusammen haben sie das Forum Engagement als "Zugabe" zu den Heilig-Rock-Tagen organisiert: Marianna Barachino, Michaela Tholl, Elke Müller, Dr. Thomas Fößel, Melanie Engelmann und Stefan Nober (von links) freuen sich auf viele interessierte Gäste am 27. April (Video: Christine Cüppers).
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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