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Ein deutliches Zeichen

Foto: imago images/BeckerBredel
Eine Demonstration gegen die AfD und Rechtsextremismus fand am 21. Januar auch in Saarbrücken statt.

Ein deutliches Zeichen

Von: KNA | 28. Januar 2024
Hunderttausende haben am vergangenen Wochenende in mehreren Dutzend deutschen Städten gegen Rechtsextremismus demonstriert. Nicht nur der Zentralrat der Juden freut sich über ein „wichtiges Signal“.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier lobte die zahlreichen Demonstrationen in Deutschland gegen Rechtsextremismus. „Diese Menschen machen uns allen Mut. Sie verteidigen unsere Republik und unser Grundgesetz gegen seine Feinde. Sie verteidigen unsere Menschlichkeit“, erklärte er in einer am 21. Januar in Berlin veröffentlichten Video-Botschaft. „Die Zukunft unserer Demokratie hängt nicht von der Lautstärke ihrer Gegner ab – sondern von der Stärke derer, die die Demokratie verteidigen.“ Nötig sei ein Bündnis aller Demokratinnen und Demokraten.

Auch der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, begrüßte die Protestaktionen. Er sei erfreut, dass die bekanntgewordenen Pläne von AfD-Vertretern und anderen Rechtsextremen zu Massenvertreibungen die Menschen im Land wachgerüttelt hätten, sagte er am 21. Januar „Welt TV“. Er habe in den vergangenen Monaten eher das Gefühl gehabt, dass es in Deutschland eine große schweigende Mehrheit gebe. Für die Jüdinnen und Juden vermittele sich nun ein Bild, „das wieder Vertrauen in die demokratischen Verhältnisse in der Bundesrepublik schaffen kann“.

Für Demokratie, Vielfalt und Toleranz

An den zahlreichen Demonstrationen gegen Rechtsextremismus nahmen auch mehrere katholische Bischöfe teil. Im Limburg beteiligten sich Bischof Georg Bätzing und etliche weitere Vertreter des Bistums an der Aktion „Alle zusammen für Demokratie“. „Es ist wichtig, hier zu sein und ein Zeichen für Demokratie, für Vielfalt und Toleranz zu setzen“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.

Der Hamburger katholische Erzbischof Stefan Heße sagte in einem Video, das während der Demonstration in der Hansestadt aufgenommen wurde: „Ich bin bewusst dabei, weil ich mich als Staatsbürger dafür einsetze, dass unsere freiheitliche Grundordnung in Deutschland weiter stabiles Fundament unseres Zusammenlebens ist.“ Heße fügte hinzu, er habe große Sorgen angesichts vieler populistischer und rechtsextremer Parolen. Es sei wichtig, „dass wir uns als Christen klar positionieren, zur Würde jedes Menschen stehen, vor allen Dingen auch der der Migrantinnen und Migranten“, so Heße, der in der Bischofskonferenz für Flüchtlingsfragen zuständig ist.

Der Demo „Köln stellt sich quer“ schloss sich auch Stadtdechant Robert Kleine an. In Münster beteiligten sich die Weihbischöfe Stefan Zekorn und Christoph Hegge an der Kundgebung auf dem Domplatz. Rund 25 Mitarbeitende des Landes-Caritasverbands für Oldenburg gingen in Vechta mit auf die Straße, um für Demokratie und gegen Menschenverachtung einzutreten.

Ostdeutsche Bischöfe rufen zu Widerstand auf

Auch die Bischöfe in Ostdeutschland hatten zum Widerstand gegen rechtsextreme Politik aufgerufen. „Krude Ausweisungsphantasien für Migranten und ihre Unterstützer, die Ablehnung von Schutzangeboten für Geflüchtete, die Ausgrenzung von Menschen mit Behinderung, der alleinige Fokus auf Leistungsfähigkeit, die Leugnung des menschengemachten Klimawandels und die pauschale Verächtlichmachung von politischen Akteuren und Institutionen sind mit den Grundwerten unserer Gesellschaft unvereinbar“, heißt es in einer am 19. Januar veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

Der Erfurter Bischof Neymeyr bezeichnete die gemeinsame Erklärung als „Weckruf für Katholiken in der AfD, die sich durch ihre Mitgliedschaft von ihrem Glauben entfremden“.



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