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Dem Virus keine Chance geben

Foto: Recktenwald
Mit seinen Jonglagekünsten begeisterte der Kölner Artist Tobias Kirstgen die Gäste aus allen Altersstufen.

Dem Virus keine Chance geben

Von: Martin Recktenwald | 20. Juni 2021
Trier: Viele benachteiligte Menschen sind durch Corona zusätzlich belastet. Ihnen fehlt es oft an Wissen und Möglichkeiten, sich adäquat zu schützen. Deshalb veranstaltete der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in Trier eine Infoveranstaltung mit Kulturprogramm und Mittagessen.

Endlich kehrt Leben auf die Bühnen der Kultureinrichtung Tuchfabrik (Tufa) zurück: Nach Monaten im Lockdown kommen am 2. Juni als erste die Gäste der SkF-Veranstaltung in den Genuss von Livemusik und Zirkus-Artistik – gerade für dieses Publikum keine Selbstverständlichkeit.

Denn hier sitzen heute viele, die schon unter normalen Bedingungen ein Leben voller Hürden meistern müssen. Zu finanziellen Herausforderungen, Sprachbarrieren oder Erkrankungen ist im vergangenen Jahr noch die Corona-Pandemie als zusätzliche Belastung dazugekommen. Eben deshalb hat der SkF, der Benachteiligte bereits durch seine reguläre Arbeit unterstützt, sich auch beim Thema Corona mit einem gezielten Format an diese gerichtet. Rund 50 von ihnen sind der Einladung gefolgt, darunter wohnungslose und psychisch kranke Frauen oder Klienten der vom SkF getragenen „Tafel Trier“.

Neben dem launigen Teil – bestritten von Julia Reidenbach und Johannes Still als Musik-Duo sowie Jonglage-Kunststücken von Tobias Kirstgen – ist ein breites Informationsangebot bereitgestellt. „Gerade bei dieser Gruppe unserer Gesellschaft ist das Wissen oft gering, was Corona genau ist und wie man sich davor schützt“, begründet Regina Bergmann vom SkF die Notwendigkeit eines solchen Angebots.

Lebensumstände sorgen für höhere Infektionsgefahr

Neben mangelnden Kenntnissen schränkten außerdem die Lebensumstände vielfach die Sicherheit ein. Beispielsweise fehle es oft an Geld für FFP2-Masken, zudem könnten viele Betroffene aufgrund ihrer beengten Wohnverhältnisse nicht den nötigen Abstand einhalten.

Also gibt es gleich zum Auftakt der Veranstaltung im Tufa-Hof für alle Teilnehmer ein Sofortpaket mit Schutzmasken, Desinfektionsmittel und Drehscheibe zum Ermitteln von Raumlüftungszeiten. Die Hinweisblätter mit zehn wichtigen Hygiene-Tipps liegen in acht verschiedenen Sprachen bei – zusätzlich auch in leichter Sprache für Menschen mit geistiger Beeinträchtigung.

An mehreren Infoständen können sich die Gäste das richtige Vorgehen bei der Händedesinfektion demonstrieren lassen und alles rund um Corona-Schutzimpfungen erfahren. Gleich daneben ist Raum, die eigenen Gefühle aufzuschreiben: Was empfinde ich in der Pandemie – und auf was freue mich für die Zeit danach? Hier schreiben sich einige den Frust von der Seele, aber auch Ermutigendes wie: „Wenn es vorbei ist, dann umarme ich immer alle zur Begrüßung.“

Für positive Gefühle geben derweil auch die Akteure auf der Bühne vollen Einsatz. Reidenbach und Bandkollege Still liefern einen vielseitigen Mix an Hits der vergangenen Jahrzehnte: von Eric Clapton bis „Wir sind Helden“. Und der aus Köln angereiste Kirstgen jongliert mit so ziemlich allem, was sich in die Luft werfen lässt.

Die Show ist mit vielen doppelbödigen Gags durchsetzt, auch zum Thema Corona: „Sie heute sind mit Abstand das beste Publikum.“ In einer Nummer fasst er sogar mit der Bildsprache von Ballkunststücken das Pandemiegeschehen und die gesellschaftlichen Reaktionen der vergangenen Monate zusammen. Zwischendurch wird auch das Publikum für einige Nummern mit eingespannt, und bevor alle zum Abschluss zu einem ein kostenlosen Mittagessen eingeladen sind, rast der Artist zum Finale auf einem Einrad durch den Hof.



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  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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