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Mit anderen den Glauben feiern

Foto: Christine Wendel
Markus Igel.

Mit anderen den Glauben feiern

Von: Christine Wendel
Edgar Heckel, Markus Igel und Marius Franken (von links).
Edgar Heckel, Markus Igel und Marius Franken (von links).

Markus Igel (26) kann es kaum mehr erwarten. Endlich kommt sein Taxi an der Kirche Sao Sebastiao in Rio an. Hier feiert die 400 Personen große Gruppe der Euregio (Bistümer Lüttich, Luxemburg, Troyes, Trier) ihre Katechese, ihr Glaubensgespräch, zum Weltjugendtag. Das Taxi hält. Und die Betreuer von Igel, Edgar Heckel und Marius Franken, helfen ihm aus dem Wagen. Dann fahren sie Igel in seinem Rollstuhl in die Kirche, wo der Bad Kreuznacher sofort begeistert mitfeiert.


Igel ist seit Beginn seines Lebens körperlich eingeschränkt. Sauerstoffmangel bei der Geburt führte zu einer infantile Zerebralparese. Er kann unter anderem nicht laufen und ist komplett auf die Hilfe von Pflegern angewiesen. Umso wichtiger ist es ihm, dabei zu sein, Teil einer Gruppe zu sein, wo seine Behinderung kein Hindernis ist. Und noch besser sei es für ihn, wenn er zudem mit ihnen noch seinen Glauben leben könne. Dies mache er beim Weltjugendtag. „Ich bin hier um mich mit jungen Menschen austauschen, mit ihnen Glauben zu feiern, erleben und Glauben spüren.“ Igel bezeichnet sich als einen „sehr gläubigen Menschen“. Dem Bistum Trier, das seine Reise finanziert, ist er „sehr dankbar für die Möglichkeit“. Igel ist auch schon ein „Weltjugendtagsprofi“. Bereits in Sydney 2008 war er dabei. Und dann 2011 in Madrid. Hier hat er Heckel kennengelernt, der ihn schon dort betreute.


Die Leute hier sind sehr hilfsbereit

Heckel ist 45 Jahre alt und ist Krankenpfleger in Wittlich. Ehrenamtlich arbeitet er bei den Maltesern. Seit zehn Jahren betreut er schon Menschen mit Behinderung und wurde auch für die Begleitung in Madrid angefragt. „Und weil es zwischen Markus und mir so gut geklappt hat, bin ich auch in Brasilien mit dabei.“ Auch Franken (54), der aus Betzdorf kommt und dort als Altenpfleger arbeitet, war schon in Madrid dabei. Der ehrenamtliche Malteser kümmerte sich dort um einen anderen Menschen mit Behinderung. Es sei eine „ganz tolle Sache“ zusammen mit beeinträchtigten Menschen an „diesem großen christlichen Event“ teilzunehmen, sagt Franken. Als das Bistum Trier ihn daher fragte, ob er Igel auch in Brasilien mitbegleiten wolle, sei es für ihn selbstverständlich gewesen, „als Christ und als Malteser“. Und obwohl es auch manchmal anstrengend sei, freuen sich Heckel und Franken, in Brasilien dabei zu sein. „Die Menschen und das Land kennen zu lernen, und die Erfahrungen im Glauben zu machen“, das gebe Heckel selbst sehr viel. Und Franken ergänzt: „Die Leute hier sind sehr hilfsbereit.“ Und auch, wenn manchmal sprachliche Barrieren dazwischen stünden, „man versteht sich irgendwie.“


Mit Hilfe von Franken und Heckel sei die Bewegungsfreiheit von Igel wenig eingeschränkt. Sowohl in Iguazu – wo die 70 jungen Leute aus dem Bistum Trier die Wasserfälle besucht haben – als auch in Maringá – wo sie zu Begegnungstagen empfangen wurden, fand Igel seine Behinderung „nicht beeinträchtigend und schlimm“. Nur in Rio selbst muss er, um mit der Gruppe Zeit verbringen zu können, auf das Hilfsmittel Taxi zurückgreifen. Die Unterkunft der Gruppe ist nicht für den Rollstuhl geeignet. Daher übernachtet er mit seinen Betreuern in einem Therapiezentrum. Auch der öffentliche Nahverkehr sei nicht mit deutschen Verhältnissen vergleichbar, erklärt Heckel. Doch war Igel schon an der Copacabana beim Eröffnungsgottesdienst. Auch an den anderen Großereignissen nimmt er teil, etwa der Abschlussmesse mit dem Papst – und der Katechese mit seiner Gruppe.


Weltjugendtag

Berichte, Fotos und vieles mehr zur Reise finden Sie gesammelt in unserem Dossier zum Weltjugendtag.




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Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreise 2021

Auf den Spuren der heiligen Katharina und der heiligen Klara begibt sich die „Paulinus“-Leserreise vom 23. bis 29. September 2021. Die „Paulinus“-Reisebegleitung der vom Kooperationspartner Lloyd-Touristik organisierten Reise haben Christine Cüppers und Dr. Volker Malburg.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


Synode im Bistum Trier

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    Das ökumenische Gebet beim heutigen Gedenken an die Toten, Verletzten und ihre Angehörigen der Amokfahrt in Trier haben Weihbischof Franz Josef Gebert und Superintendent Dr. Jörg Weber gesprochen (Video: Zeljko Jakobovac).
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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