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Abendliche Entdeckungstour

Foto: Julia Fröder
Eine aufwendige Lichtinstallation tauchte die Peter-Friedhofen-Kapelle der Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf in ein mystisches Licht.

Abendliche Entdeckungstour

Von: Julia Fröder | 13. Mai 2018
Koblenz:

16 christliche Gemeinden haben am 27. April an der 15. Koblenzer „Nacht der Offenen Kirchen“ teilgenommen und zum abendlichen Besuch ihrer Gotteshäuser eingeladen. Erstmals war auch die Neuapostolische Kirche in Lützel mit von der Partie.

 

Zwei Ponys stehen in einem Krankenhaus-Flur. Ein Saxophonist und ein Organist improvisieren zu Texten, die sich mit dem Thema „Kreuz“ befassen. Zwei Puppenspielerinnen leihen einer aufgebrachten Henne ihre Stimme – Begegnungen im Rahmen der Veranstaltung, die unter dem Motto „Vielfalt in Verbundenheit“ nicht nur christliche Einrichtungen im Stadtzentrum, sondern auch in der Vorstadt, im Rauental, in Ehrenbreitstein und Lützel umfasste.


Im evangelischen Stift St. Martin war Reittherapeutin Ana Järke vom Ponybesuchsdienst des Zentrums „Der Hufeisenweg“ zu Gast. Seit einiger Zeit kommt sie in das angegliederte stationäre Hospiz. „Ein Gast unserer Einrichtung hatte den Wunsch, noch einmal sein Pferd zu sehen“, erklärte Lucie Schmitz, Geschäftsführerin der Stiftung „Evangelisches Stift St. Martin“ die Hintergründe der Kooperation. Da der Besuch für das eigene Pferd zu stressig gewesen wäre, sprang Järke mit ihren Ponys ein. Die Tiere dürfen sogar in die Patientenzimmer. „Sie öffnen die Menschen. Manche fangen wieder an zu sprechen“, sagte die Reittherapeutin. Schmitz betonte: „Die kurze Zeit, die noch da ist, wollen wir mit Leben füllen“.


Nikolaus-Altar verweist auf den Patron der Schiffer

Szenenwechsel: Kunsthistoriker Manfred Böckling machte Interessierte auf die Details des kürzlich restaurierten barocken Nikolaus-Altars in der Liebfrauenkirche aufmerksam. Er stammt aus dem 1680. Das dort zu sehende Gemälde von Silvester Baumann zeigt Bischof Nikolaus, wie er die Stadt Koblenz segnet. „Als Patron der Schiffer hatte der Heilige schon immer eine große Bedeutung für unsere Stadt, die gleich an zwei wichtigen Flüssen liegt“, berichtete Böckling.


In der Citykirche am Jesuitenplatz näherten sich die Puppenspielerinnen Myriam Rossbach und Hendrika Ruthenberg aus dem Ensemble des Stadttheaters szenisch dem Thema „Nächtliche Dämonen“. Hier schmetterte eine unglückliche Henne ihr Leid, da sie ihr frischgelegtes Ei an Menschen abgeben musste – und durch die Hände der Künstlerinnen erwachte ein Blatt Zeitungspapier zum Leben.


Außerdem gab es bei der Nacht der offenen Kirchen verschiedene Vokal- und Instrumentalkonzerte diverser Stilrichtungen sowie zahlreiche besinnliche, meditative, historische, informative und biblisch geprägte Angebote.


Erstmals wurden in diesem Jahr als Zeichen des gemeinsamen Unterwegsseins „Buttons“ ausgegeben. Mit diesen konnten die Besucherinnen und Besucher kostenlos „Charlys Citycar-Funkmietwagen“ nutzen, um von einer Kirche zur anderen gefahren zu werden. „Insbesondere für die Veranstaltungsorte außerhalb der Innenstadt ist das eine tolle Sache!“, berichtete Monika Kilian vom Arbeitskreis „Ökumene in der City“. Sponsoren hatten dieses Angebot, das rund 30 bis 40 Mal genutzt worden sei, möglich gemacht. Kilian zeigte sich über diese Zahlen erfreut: „Die Zusammenarbeit hat sich bewährt, auch wenn am Anfang des Abends noch nicht alles ganz rund lief.“ Die Organisatoren beabsichtigen, diesen Service weiterzuführen.


Ökumenisches Gebet für die Stadt zum Abschluss

Den Abschluss der Nacht bildete traditionell ein ökumenisches Gebet für die Stadt. An die 90 Gläubigen folgten der Einladung in die Basilika St. Kastor. Stephan Wolff, Pfarrer der Pfarreiengemeinschaft Koblenz-Innenstadt Dreifaltigkeit und stellvertretender Dechant, dankte den Verantwortlichen für die Organisation der Veranstaltung, die den Besucherinnen und Besuchern erneut eine Spurensuche und Entdeckungsreise ermöglicht habe. Erstmals nahm auch die Neuapostolische Kirche in Lützel an der Veranstaltung teil.





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An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


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  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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