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Kirche gibt Impulse für Rauental

Foto: bip
Diplom-Pädagogin Pamela Diederichs lädt die Kinder ein, zu Spielen und kreativ zu sein.

Kirche gibt Impulse für Rauental

7. April 2013
Koblenz: „Haltekirche“: Das ist der Name des offenen Treffs der Kirche der Jugend St. Elisabeth im Koblenzer Stadtteil Rauental.

Seit vier Monaten gibt es den Treff der Kirche der Jugend St. Elisabeth – und er wird gut angenommen, berichtet Dr. Marc-Ansgar Seibel, Leiter der „FachstellePlus“ für Kinder- und Jugendpastoral Koblenz. Immer freitags ist die „Haltekirche“ für den Nachwuchs geöffnet, sie wird von der Stadt gefördert.

„Die Stadt Koblenz hatte schon immer ein großes Interesse an Rauental“, sagt Seibel mit Blick darauf, dass es von Seiten der öffentlichen Hand keine Angebote für Jugendliche gab an diesem Ort, der als „Stadtteil mit besonderem Erneuerungsbedarf“ gelte. Pläne, das zu ändern, habe es schon länger gegeben; konkret wurde es 2009, als die Kirche an die Stadt herantrat, um mit den Zuständigen um Stadtjugendpfleger Thomas Muth ein Konzept für einen offenen Treff zu besprechen. „Die Stadt war froh, dass wir gesagt haben: Wir haben den Ort, wir haben das Personal und wollen versuchen, ob das Angebot angenommen wird“, erinnert sich Seibel.

Alle sind zu den Treffen willkommen

Nachdem die Stadt grünes Licht für die Förderung einer Minijobstelle als Anschubfinanzierung über eineinhalb Jahre gegeben hatte, wurde es konkret: Diplom-Pädagogin Pamela Diederichs wurde eingestellt, Konzepte wurden erstellt, und schließlich öffnete der Treff am 16. Oktober vergangenen Jahres seine Tür.  Das Angebot richtete sich zunächst an Kinder in den dritten und vierten Klassen. Sie können in den Räumen über der Sakristei freitags von 14 bis 16 Uhr Musik hören, toben oder einfach frei spielen. Dazu finden Kicker- oder Dart-Turniere statt und besondere Aktionen wie Plätzchenbacken zur Adventszeit oder eine Karnevalsparty.

„Zu Beginn machen wir immer eine Runde, bei der die Kinder aus ihrem Leben erzählen können“, sagt Pamela Diederichs, die oft von Gemeindereferent Ralf Schneider-Eichhorn und einer ehrenamtlich arbeitenden Studentin unterstützt wird. Seit Mitte Februar gibt es eine weitere Gruppe für Fünft- und Sechstklässler, die sich von 17 bis 19 Uhr trifft.

Das Angebot soll vollkommen zweckfrei sein und nicht der Missionierung dienen, erklärt Seibel. Zu den Treffen könne jeder kommen, die Gruppe sei bunt gemischt, auch muslimische Kinder seien dabei. Der offene Treff will Kindern und Jugendlichen Raum bieten, ihre Talente zu entfalten und Identitäten auszubilden – und das unter professioneller pädagogischer Aufsicht. Und die kommt bei den Schützlingen an. „Pamela genießt eine hohe Wertschätzung“, sagt Seibel.

Stadtteilzentrum als Zukunftsvision

Weil der Treff so gut läuft, hat die Kirche der Jugend im Februar eine offizielle Eröffnungsfeier veranstaltet, bei der neben Bürgermeisterin Marie-Theres Hammes-Rosenstein viele Menschen aus Politik, Verwaltung, Kirche und Schule mitfeierten. „Wir wollten damit einfach mal danke sagen“, betont der Leiter der „FachstellePlus“. Die Arbeit soll weiter ausgebaut werden mit Angeboten für Schüler ab der siebten Klasse. Das soll punktuell geschehen, beispielsweise mit Theater-Workshops, plant Diederichs, die auch Theaterpädagogin ist.

„Derzeit konzentrieren wir uns aber erst mal auf die Gruppenbildung in den jüngeren Jahren und hoffen, dass die Kinder uns dann treu bleiben“, sagt sie. Für die Zukunft hofft Seibel, dass der Treff noch weiter ausgebaut werden kann. Er stellt sich ein Stadtteilzentrum vor: ein Ort mit Hausaufgabenbetreuung und Beratungsangeboten – oder wo man einfach nur einen Kaffee trinken kann.




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