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Weihnachten findet an vielen Orten statt

Foto: Christine Cüppers
Unter Bezug auf das Kirchenlied „Es kommt ein Schiff geladen“ von Martin Luther platziert der Krippenbauer die Heilige Familie auf einen Lastkahn aus der Wikingerzeit – in einem norwegischen Hafen, am Rande eines Fjords.

Weihnachten findet an vielen Orten statt

Von: Christine Cüppers | 3. Dezember 2017
Unter dem Titel „Ehre sei Gott und Frieden auf Erden“ präsentieren die Klüsserather Krippenfreunde im Krippenmuseum ihre 16. Sonderausstellung. Bis zum dritten Advent zeigt sie in dem Moselort 51 Krippen, die Kinder und Erwachsene in den letzten drei Jahren gebaut haben.

Zehn Jahre alt war Maya-Sophie Sandner, als sie im vergangenen Jahr in Klüsserath an einem Krippenbaukurs für Kinder teilnahm. Das eindrucksvolle Ergebnis vieler Arbeitsstunden an Freitagen und Samstagen: ein orientalisches Gebäude, unter dessen goldener Kuppel Maria und Josef mit dem neugeborenen Jesuskind Platz und Schutz finden. Draußen weiden Hirten ihre Schafe. „Die Krippe habe ich für meine Großeltern gebaut“, erzählt die junge Künstlerin im Wegweiser, der die Besucher auf ihrem Rundgang durch die Sonderausstellung im Klüsserather Krippenmuseum begleitet.

Die Krippe von Maya-Sophie ist eine von sieben Kinder-Krippen in der Sonderausstellung. Entstanden sind sie – wie auch die Kunstwerke der Erwachsenen – in den Krippenbau-Kursen, die der Klüsserather Krippenverein alljährlich anbietet. Dabei erlernen Interessierte den Krippenbau ebenso wie das Malen von Hintergründen oder das Schnitzen von Figuren und Tieren.

Apropos Schnitzen: An den Sonntagen während der Sonderausstellung zeigen Vereinsmitglieder wie Klaus Porten in der „lebenden Werkstatt“ verschiedene Techniken. Der ebenso leidenschaftliche wie engagierte Krippenbauer – Porten ist Vizepräsident des bayrischen Krippenverbandes, dem die Klüsserather Krippenfreunde angeschlossen sind, und Mitglied im Weltkrippenverband – schnitzt beispielsweise aus einem Stück Zirbelholz einen Esel. Oder er stellt das Kaschieren vor, eine spezielle Technik beim Bekleiden von Krippenfiguren.

„Ein paar Besucher haben schon spontan zugesagt, im nächsten Jahr an einem Krippenbaukurs teilzunehmen“, freut sich Pia Madert, Vorsitzende des Vereins der Krippenfreunde über positive Resonanz auf die Ausstellung.

Wie allen Vereinsmitgliedern ist ihr der Auftrag besonders wichtig, den die Krippenfreunde das ganze Jahr über vermitteln: „Es geht um die zentrale Botschaft, dass Jesus für uns Mensch geworden ist.“ So zielten die Kurse nicht in erster Linie darauf, „einfach irgendetwas zu bauen“. Im Zentrum stehe immer die Person Jesus. „Diesen christlichen Hintergrund wollen wir den Menschen in den Kursen und den Besuchern unserer Ausstellungen näherbringen.“

Krippen helfen, das Geschehen zu begreifen

1982 haben sich die Klüsserather Krippenfreunde zu einem Verein zusammengeschlossen, der heute 300 Mitglieder zählt. Seit 2010 unterhält er das „Haus der Krippen“. Aktuell engagieren sich Vereinsmitglieder besonders dafür, die Kirchenkrippe in der Klüsserather Pfarrkirche zu erneuern. Dass sich von ihren Ausstellungen und Kursen oft gerade Menschen ansprechen und berühren lassen, die kaum oder gar nichts mit Kirche zu tun haben, macht die Krippenfreunde stolz und glücklich. „Krippen können uns wunderbar helfen, das Geschehen um die Geburt Jesu zu begreifen, und das im wörtlichen Sinne“, erläutert Klaus Porten.

Um dieses Begreifen ging es auch den Krippenbauern, die in Herbst- und Meisterkursen, Panorama-Krippenbaukurs, dem Kursleiterlehrgang oder „einfach so“ im Eigenbau die vielfältigen, künstlerisch ausdrucksstarken Ausstellungsobjekte geschaffen haben. „In der Regel kommen die Menschen mit Figuren, oftmals sogar älteren aus Familienbesitz, in unsere Kurse und haben eine ungefähre Vorstellung, wie ihre Krippe aussehen soll“, erläutern Pia Madert und Klaus Porten. So baute Hans-Erwin Bastgen aus Neumagen-Dhron das moseltypische Haus seiner Oma nach, in dem er einen Teil seiner Kindheit verbracht hat.




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