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Im Unterricht Zeugnis geben

Foto: Judith Rupp
Bischof Ackermann hat 108 Lehrkräften die Lehrerlaubnis im Fach Religion verliehen.

Im Unterricht Zeugnis geben

Von: Judith Rupp | 4. Oktober 2015
Erstmals sind Religionslehrerinnen und -lehrer aller Schularten gemeinsam im Trierer Dom beauftragt worden.

Bischof Dr. Stephan Ackermann verlieh 108 Lehrerinnen und Lehrern am 26. September im Dom die „Missio canonica“, die Lehrerlaubnis für den katholischen Religionsunterricht. Er sagte, eine solche Sendung werde nicht nur mit dem Ausgeben einer Urkunde bestätigt. Die gemeinsame Feier der Eucharistie in der „Mutterkirche des Bistums“ mache deutlich: „Wir bitten Jesus Christus, dass er uns befähigt zum Zeugnis und dass er uns seinen Segen gibt, weil wir es alleine nicht schaffen würden.“

Bischof Ackermann: „Wir gehen in seine Schule“

Jesus sei ein Lehrer durch seine Worte und vor allem durch sein Zeugnis bis in den Tod. „Wir gehen in seine Schule, vor allem wenn wir Eucharistie feiern und erleben, worin der eigentliche Sinn des Lebens liegt – darin, dass wir es geben und dadurch reicher werden, dass wir das Leben teilen, damit es größer wird.“

Der Bischof bat die jungen Lehrerinnen und Lehrer, ihren Schülerinnen und Schülern klarzumachen, dass der Glaube an Gott Horizonte öffne: „Er sprengt unser Leben auf; wir dürfen groß denken. Die Welt steht uns zur Verfügung, er hat sie uns anvertraut, hat uns mit Geist und Vernunft beschenkt.“ Der Glaube fordere heraus und „gibt dem Leben eine andere Dimension und Tiefe“. Er helfe auch, nicht den Mut zu verlieren und ermögliche die Auseinandersetzung mit dem Dunklen, Abgründigen und der Ohnmacht des Menschen. „Der Glaube hilft zu wahrhaft menschlichem Leben.“

Ackermann sagte mit Blick auf die oft verwendete Formulierung der „Weitergabe des Glaubens“, der Glaube sei kein Ding, das einfach weitergereicht werde wie ein Buch. Es gehe darum, den Glauben mit anderen zu teilen, als gläubige Menschen erkennbar zu sein und darauf zu hoffen, dass das auf fruchtbaren Boden falle. Diesen Auftrag gab der Bischof an die Lehrerinnen und Lehrer weiter: „Bitte achten Sie darauf, dass Jesus im Unterricht vorkommt.“ Dann könne Christus sein Werk wirken, „behutsam und machtvoll zugleich“.

Premiere in der neuen Form ist gelungen

Erstmals wurde die „Missio canonica“ in der Bischofskirche gemeinsam an Religionslehrerinnen und -lehrer aller Schularten verliehen. Wolfgang Müller, Leiter der Abteilung Schule und Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat Trier, sagte, die „Premiere“ dieser neuen Form sei gelungen. Der feierliche Gottesdienst und der gesamte Tag hätten deutlich werden lassen, in wessen Auftrag die Lehrerinnen und Lehrer gesandt seien.

Der Tag hatte mit einem theologischen Impuls im Priesterseminar begonnen. Dort hatte Professor Dr. Hans-Georg Gradl von der Theologischen Fakultät Trier über „Neutestamentliche Lehrgänge. Mit der Bibel lernen, Lehrer zu sein“ gesprochen.

Im Priesterseminar hatten die neuen Religionslehrerinnen und -lehrer auch die Gelegenheit, die Mitarbeitenden der Schulabteilung des Bischöflichen Generalvikariats (BGV) und deren Angebote kennenzulernen. An den Gottesdienst, den Monsignore Dr. Michael Kneib, Leiter des Bereichs „Pastoral und Gesellschaft“ im BGV, und der Saarbrücken Schulpfarrer Christian Heinz mitfeierten, schloss sich eine Begegnung im Romanischen Saal an. Es gibt im Bistum rund 6000 Religionslehrerinnen und -lehrer.



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An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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