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Trösten in Zeiten von Corona

Foto: Ruppenthal
So können Beerdigungen derzeit nicht stattfinden. Das Bistum gibt Hilfen für Trauerarbeit.

Trösten in Zeiten von Corona

Von: bip | 17. Mai 2020
Andernach/Merzig:
Anregungen für Trauerarbeit haben Mitglieder des Arbeitskreises „Tod und Trauer“ zusammengestellt. Diese Hilfen sind auf der Homepage des Bistums abrufbar.

Seit 20 Jahren beerdigt Gemeindereferentin Marianne Krämer-Birsens Verstorbene aus der Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich bei Andernach. Seit der Corona-Pandemie hat sich die Trauerarbeit stark verändert: „Das erste Trauergespräch fand noch ohne Händeschütteln im Haus der Trauerfamilie statt. Das zweite dann nur noch am Telefon“, berichtet sie. Da Telefongespräche durchaus intensiver, konzentrierter sind, sei es wichtig, die Möglichkeit zu bieten, „öfter zu telefonieren, nochmal anzurufen und Vergessenes nachzuholen“.

Weil gerade viele Menschen ähnliche Erfahrungen machen, haben Haupt- und Ehrenamtliche aus dem Bistum Trier Ideen und Anregungen gesammelt, erzählt Jürgen Burkhardt, Pastoralreferent im Dekanat Merzig und Sprecher des Arbeitskreises „Tod und Trauer“ im Bistum Trier. Die Sammlung wurde als Praxishilfe für Seelsorgerinnen, Seelsorger und Trauernde veröffentlicht.

Die Sammlung gehe von der Frage aus, wie unter aktuellen Bedingungen „Menschen die Situationen von Abschied und Trauer so erfahren können, dass bei allem Schmerz auch Trost daraus erwächst. Diese Sorge ist ein grundlegendes christliches Anliegen“, betont der Pastoralreferent.

In der Praxis zeigt sich, dass auch ein gutes und ausführliches Telefongespräch seine Grenzen hat, wie Marianne Krämer-Birsens berichtet. Das Kennenlernen der trauernden Familie müsse sie meist auf dem Friedhof nachholen.

Eine neue Achtsamkeit wird gerade spürbar

Dort offenbaren sich die nächsten Hürden: „Oft herrscht große Unsicherheit: Wen darf ich in den Arm nehmen?“ Auch für sie selbst sei die aktuelle Situation schwierig: „Wie halte ich es aus, dass Trauernde allein und weinend am Grab stehen?“

In den Anregungen des Bistums finden sich auch Vorschläge, wie Menschen ihre Anteilnahme zum Ausdruck zu bringen können, wenn sie nicht mit auf den Friedhof gehen können, sagt Pastoralreferent Burkhardt. So biete es sich an, zeitgleich mit der Bestattung oder am Tag der Beisetzung „ein privates Gedenken zuhause zu halten: mit einer Kerze, einem Bild des Verstorbenen und gestaltet mit Gebet, Musik oder dem Austausch von Erinnerungen. Hier kann man auch Kinder gut mit einbeziehen.“

Mitglieder des Arbeitskreises „Tod und Trauer“ haben die Ideen gemeinsam mit Stefan Nober von der Abteilung Pastorale Grundaufgaben im Bischöflichen Generalvikariat zur Veröffentlichung gebündelt. Menschen sollen ermutigt werden, solche Wege zu finden und zu gestalten. Begleiterinnen und Begleiter sollen darin bestärkt werden, auf Möglichkeiten der Beteiligung hinzuweisen, um bei aller Schwere des Abschieds auch gute Erfahrungen zu ermöglichen.

Die Gemeindereferentin aus der Pfarreiengemeinschaft Kruft-Nickenich stellt trotz aller Probleme im Umgang mit den Menschen in ihrer Pfarrei gerade eine „ganz neue Achtsamkeit, Aufmerksamkeit und Rücksichtnahme fest“.




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