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Garant der Gottesdienste

Foto: Lena Binz
Freut sich sichtlich über das neue Buch zum Domkapitel: Dompropst Werner Rössel, der Herausgeber.

Garant der Gottesdienste

Von: Lena Binz | 15. April 2018
„Das Domkapitel Trier im Mittelalter und in der frühen Neuzeit“ heißt das neue Buch, das Dompropst Werner Rössel jetzt herausgegeben hat. Es geht ums Verstehen und ums Erinnern.

Ein Domkapitel – was war das nochmal? Wie ist es entstanden und wie setzt es sich zusammen? Auf diese Fragen versucht das von der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte veröffentlichte Buch „Das Domkapitel Trier im Mittelalter und in der frühen Neuzeit“ Antworten zu geben. „Die Beiträge helfen, die Bedeutung dieser Institution auch heute noch zu verstehen und näher kennenzulernen“, sagt Dompropst Werner Rössel, Herausgeber des 484 Seiten umfassenden Bandes.

Fehlende Andacht musste oft gerügt werden

„Der mangelnde Eifer und die fehlende Andacht beim Gottesdienst mussten oft gerügt und angemahnt werden“: Wer diese Aufgabenbeschreibung des Domkapitels in dem Werk auf Seite 376 heute liest, könnte sich fragen, ob diese Institution noch zeitgemäß ist.

Heute besuchen die meisten Menschen den Trierer Dom wegen seiner Architektur und Kunst, weniger, um dort die Heilige Messe zu feiern. Doch früher war die Bischofskirche zuerst ein liturgischer Feierort, wo mehrmals am Tag, teilweise sogar gleichzeitig, gebetet und Messe gefeiert wurde. Damals war das Domkapitel „Garant dieses täglichen Gottesdienstes“ (Seite 376).

Wer die Institution heute verstehen will, muss tief in der Geschichte graben. Das haben die Autoren Prof. Wolfgang Schmid, Prof. Michael Embach, Prof. Andreas Heinz und Prof. Bernhard Schneider getan. In den vier Kapiteln beschreiben sie Entstehung, Aufgaben, Organisation und Funktion des Domkapitels und stellen Bezüge zu heute her.

Die Idee zu dem Werk entstand bereits vor 15 Jahren. „Es gibt so viele Quellen zum Thema Domkapitel – es war eine große Mühe, die alle zu sichten“, sagt Rössel. Ursprünglich seien sogar drei Bände geplant gewesen, die schließlich auf einen eingedampft wurden. Es sei wichtig, dass man die Geschichte nachlesen könne, sagt Rössel. „Eine Gesellschaft, eine Stadt, eine Kirche, die ihre Erinnerung vergisst, verliert ihre Identität. Erinnern gehört zum Wesen dazu.“

Wer zu diesem Erinnern beitragen möchte, kann Mitglied der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte werden (Infos: www.mittelrheinische-kirchengeschichte.de).

Im Vakanz-Fall leitet das Domkapitel das Bistum

Das Trierer Domkapitel besteht aus acht Domkapitularen, dem Dompropst als seinem Leiter und dem Domdechanten, verantwortlich für die Gottesdienste im Dom. Zudem gehören dem Domkapitel vier nichtresidierende Domkapitulare an, die allerdings nur bei der Bischofswahl mitwirken.

Heute leitet das Domkapitel das Bistum im Falle einer „Vakanz“ (nach Weggang oder Tod eines Bischofs); es trifft dann auch die Wahlvorbereitungen und wählt den neuen Bischof. Im Alltag ist das Domkapitel vor allem auch die Gebets- und Gottesdienstgemeinschaft der Priester am Trierer Dom. 

  • Buch-Tipp
    Werner Rössel (Hg.), Das Domkapitel Trier im Mittelalter und in der frühen Neuzeit, Beiträge zu seiner Geschichte und Funktion, 484 Seiten, 55 Abbildungen, Register, ISBN 978-3-929135-76-3, Selbstverlag der Gesellschaft für mittelrheinische Kirchengeschichte, Band 141, Koblenz 2018, Preis: 42 Euro




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