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Kosten senken und Umwelt schonen

Foto: Julia Fröder
Peter Freund aus der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land ist ein Teilnehmer der Veranstaltung rund um das Thema Energie gewesen.

Kosten senken und Umwelt schonen

Von: Julia Fröder | 15. April 2018
Pleizenhausen: Das Bistum hat Energie­beauftragte aus Pfarreien geschult. Dabei ging es um Energieverbrauch, Heizungen und Fördergelder.

Das Thema beschäftigt viele kirchliche Räte, denn hohe Energiekosten stellen eine Herausforderung dar. Das Bistum nimmt sich mit seiner Klimainitiative des Themas an. „Wir möchten den Energiebedarf in kirchlichen Einrichtungen dauerhaft senken, um unserem Auftrag, die Schöpfung zu bewahren, ein Stück näherzukommen“, erläutert Klimaschutzmanagerin Charlotte Kleinwächter. Seit September 2016 wurden sechs Schulungen für Energieberater in Kirchengemeinden durchgeführt.

Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch

14 Teilnehmer und eine Teilnehmerin erfahren in Pleizenhausen bei Simmern durch die Klimaschutzmanagerin und Referent Stephan Zander von „ARGE Solar“ Wissenswertes über die Klimainitiative „Energiebewusst“, die Einflussfaktoren auf den Energieverbrauch und über Heizungen. Sie lernen zudem Möglichkeiten zur Förderung durch den Klima-Fonds des Bistums kennen.

Eine gute Möglichkeit, den Verbrauch der Liegenschaften der Kirchengemeinde im Blick zu behalten, sei die Dokumentation der Verbrauchswerte, rät Zander. „So sieht man schnell, ob etwas aus dem Ruder läuft, und Erfolge, wie aufgrund des Einbaus von LEDs, werden sichtbar.“

Durch einen Zettel mit der Aufschrift „Bitte das Licht ausschalten und die Heizung zurückdrehen“ könnte ebenfalls viel bewirkt werden. „Diese Dinge werden, beispielsweise nach einer Chorprobe, schnell vergessen“, berichtet Zander von unkomplizierten Energiesparmaßnahmen. Des Weiteren empfehle er eine Begehung der Gebäude. „Da kann man schon mal erkennen, ob die Dämmung richtig angebracht oder ob die Heizung sinnvoll eingestellt ist.“

Aufwärmen von Kirchen ist ein großes Thema

Das Aufwärmen von Kirchen sei aktuell ein großes Thema. „In Zeiten, in denen nicht mehr mehrmals wöchentlich ein Gottesdienst stattfindet, stellt sich die Frage nach dem optimalen Heizen“, weiß Kleinwächter. Für Kunstwerke und Orgeln sei die Luftfeuchtigkeit entscheidend. „Diese sollte zwischen 50 und 70 Prozent liegen, sonst droht Schimmel.“

Orgel ging kaputt durch Intervallheizen

Diese Problematik kennt auch Peter Freund aus der Pfarreiengemeinschaft Adenauer Land: „Durch das Intervallheizen ist unsere Orgel kaputt gegangen. Gerade renovieren wir die alte Kirche, und da soll uns das Gleiche nicht wieder passieren. Ferner interessiert es mich, wie wir es schaffen können, Kosten zu mindern.“

Neben dem Weitergeben von Informationen sei der Erfahrungsaustausch unter den Teilnehmenden wichtig, um von neuen Ideen zu erfahren, sagt Kleinwächter. So berichtet Paul Anton aus der Pfarrgemeinde St. Remigius im saarländischen Tettingen-Butzdorf: „Wir haben ein Windrad auf ein Grundstück der Kirchengemeinde gestellt und können bald unseren eigenen Ökostrom erzeugen.“

Irene Storms-Heib aus der Pfarrei St. Barbara in Altlay (Dekanat Cochem) ist seit 15 Jahren Küsterin. Sie kümmert sich darum, dass vor dem Gottesdienst Heizung und Lampen an- und nach dem Gottesdienst abgeschaltet werden. Die 78-Jährige sieht Probleme: „Die Tipps aus der Schulung anzuwenden ist schwierig. Wenn ich eine Art Raummiete für die Gemeinderäume vorschlage, um Energiekosten zu begleichen, stoße ich auf Kritik.“

Für Kleinwächter gibt es trotzdem einen großen Vorteil, an zukünftigen Schulungen teilzunehmen: „Wer einen Energiebeauftragten benennt, kann vom Klima-Fonds des Bistums profitieren. Hier werden Energie-Checks und die Umsetzung gering-investiver Maßnahmen gefördert.“ Die Schulung für Energiebeauftragte wird von „Energiebewusst“, der Klima­initiative im Bistum, und der Katholischen Erwachsenenbildung Trier organisiert sowie vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gefördert.




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