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Dank an das Heimatbistum

Foto: Zeljko Jakobova
Mit einer Pontifikalvesper im Trierer Dom wurde Generalvikar Georg Bätzing offiziell verabschiedet.

Dank an das Heimatbistum

Von: André Uzulis | 4. September 2016
Mit einer festlichen Pontifikalvesper im Dom hat das Bistum Trier am 28. August Generalvikar Dr. Georg Bätzing offiziell verabschiedet. Bätzing wurde am 1. Juli vom Papst zum Bischof von Limburg ernannt und tritt dieses Amt am 18. September an.

Vor rund 1000 Gästen im Dom – unter ihnen viele Freunde und Wegbegleiter Bätzings, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Generalvikariats und etlicher Pfarreien sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens – dankte Bischof Dr. Stephan Ackermann Bätzing für seinen Einsatz und seine Loyalität als Generalvikar und für sein priesterliches Wirken im Bistum in den zurückliegenden 29 Jahren. Auch wenn Trier ihn ziehen lassen müsse, so bleibe doch auch etwas von ihm in seinem Heimatbistum zurück, was er als Kaplan, als Priesterausbilder, als Wallfahrtsleiter, als Generalvikar und nicht zuletzt als Seelsorger ausgesät und was mit Gottes Gnade Wurzeln geschlagen habe. „Wir lassen Dich jetzt in Gottes Namen ziehen“, betonte der Bischof, „und wir sagen: Du bist immer willkommen in Deiner alten Heimat!“ Ackermann verriet bei der Gelegenheit den Wahlspruch Bätzings als Bischof von Limburg: „Congrega in unum – Führe zusammen“. Dies ist ein Teil des Leitworts der letzten Heilig-Rock-Wallfahrt. „Es ist nicht bloß ein dankbarer, gar nostalgischer Rückblick des Wallfahrtsleiters Georg Bätzing, sondern es ist Blick und Bitte nach vorn für den kommenden Dienst“, sagte Ackermann.

Bätzing selbst dankte für die Jahrzehnte im Bistum Trier, die ihn zu dem gemacht hätten, der er sei. „Das allermeiste von dem, was mich für das Bistum Limburg als Bischof wählbar sein ließ, verdanke ich meiner Heimatdiözese.“ Vor allem die zwei Jahrzehnte in der Priesterausbildung habe er als besonderes Privileg empfunden, „so dicht dran sein zu dürfen an der persönlichen Geschichte Gottes mit Menschen, die er berufen hat.“ Als ein „ganz starkes Stück Kirche“ bezeichnete er die im Mai zu Ende gegangene Synode im Bistum Trier – eine Erfahrung, die er in sein Bischofsamt in Limburg mitnehme und die ihn für die dort anstehenden Aufgaben ermutige. Im Hinblick auf die Veränderung in seinem Leben erinnerte Bätzing an ein Wort des Astronauten Neil Armstrong, der als erster Mensch den Mond betrat: „Meine Leistung besteht letztlich darin, dass ich etwas verlassen habe.“ Dies, erklärte Bätzing, müsse und wolle er nun auch tun.

Kollekte für Erdbebenopfer in Italien

Die Kollekte der Pontifikalvesper war für die Erdbebenopfer in Mittelitalien bestimmt. Bischof Dr. Ackermann kündigte an, dass das Bistum die Menschen in der Krisenregion darüber hinaus mit 50 000 Euro aus dem Nothilfefonds unterstützen werde. Damit solle ein Zeichen der Solidarität und des Mitgefühls in dieser schweren Zeit gesetzt werden. Er selbst stehe in ständigem Kontakt mit dem Bischof von Ascoli Piceno, der italienischen Partnerstadt Triers. In der Diözese Ascoli Piceno hatte in der Nacht zum 24. August die Erde gebebt. Mehrere hundert Menschen kamen dabei ums Leben, tausende sind obdachlos.

  • Info
    Der künftige Bischof Georg Bätzing wird nicht im Limburger Bischofshaus wohnen, aber dort arbeiten.  Die Residenz auf dem Domberg werde offizieller Dienstsitz des Bischofs sein, doch dabei blieben die Wohnräume ausgespart, betonte Bistumssprecher Stephan Schnelle auf Anfrage. Die Bischofsresidenz hatte weit über Deutschland
    hinaus für Schlagzeilen gesorgt. Eine Welle der Empörung über die enorm gestiegenen Kosten in Höhe von letztlich 31 Millionen Euro und die Verschleierung dieser Kosten hatten entscheidend zum Rücktritt von Bätzings Vorgänger Franz-Peter Tebartz-van Elst beigetragen. Für die Privaträume sei „eine sinnvolle und angemessene Alternativnutzung angedacht“ – etwa in Zusammenarbeit mit dem benachbarten Diözesanmuseum. Zudem solle das Gebäudeensemble auf dem Domberg auch weiterhin für Begegnungen, Veranstaltungen und Sitzungen genutzt werden. Die nun gefundene Gesamtlösung mache eine dauerhafte Nutzung ohne weitere Zusatzkosten möglich.     KNA




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Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreisen 2020

„Paulinus“-Leserreise im Herbst: Sonneninsel Zypern vom 3. bis 10. November 2020. Die Frühlingsreise Assisi, Siena, Rom ist leider abgesagt (Corona).


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.



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  • Blumengestecke-Kurs für Küsterinnen und Küster
    Der Fortbildungskurs für 30 Küsterinnen und Küster aus dem Bistum ist dem Blumenschmuck in der Kirche gewidmet gewesen. Den Tag gestaltete der Benediktinerbruder Stephan Oppermann aus Maria Laach – ein gelernter Florist (Video: Christina Libeaux).
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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