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An der Seite der Bedrängten

Foto: Missio
Schwester Maria Vitalis Timtere begleitet von Boko Haram Vertriebene.

An der Seite der Bedrängten

Von: red/bs | 10. Januar 2021
Beim Afrikatag rückt Missio in diesem Jahr Nigeria in den Blick. Im Bistum Trier findet der Afrikatag am 10. Januar statt.

Das katholische Hilfswerk Missio Aachen ruft zur Kollekte am Afrikatag zwischen dem 1. und 17. Januar auf. Dann sammeln katholische Christinnen und Christen in ihren Gottesdiensten Spenden für die qualifizierte Ausbildung kirchlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Afrika. Sie stehen ihren Mitmenschen in den ärmsten, oft auch von Flucht, Gewalt und Krieg geprägten Regionen unermüdlich zur Seite. „Damit sie das Leben haben“ lautet das Leitwort der ältesten gesamtkirchlichen katholischen Solidaritätsaktion der Welt. Die Kollekte erbrachte 2020 in Deutschland knapp 1,03 Millionen Euro. Wegen der Corona-Pandemie können die Gottesdienste nur eingeschränkt besucht werden. Deshalb bittet Missio besonders eindringlich um Spenden (siehe Info).

Der Afrikatag 2021 rückt beispielhaft Nigeria und den Einsatz einheimischer Ordensfrauen in dem westafrikanischen Vielvölkerstaat in den Blick. Im Mittelpunkt steht dabei Schwester Maria Vitalis Timtere. Sie begleitet im Nordosten des Landes Frauen, Männer und Kinder, die von der islamistischen Terrororganisation Boko Haram aus ihren Dörfern vertrieben wurden. Seit 2009 verübt die islamistische Terrormiliz in Nigeria Anschläge, mordet, entführt und versklavt Menschen, Christen wie Muslime. Der nigerianische Staat erscheint den Islamisten gegenüber hilflos. „Vieles deutet darauf hin, dass Personen aus Politik und Militär die Terroristen durch Geld und Verrat unterstützt haben“, heißt es bei Missio. „Das halbherzige Vorgehen der Regierung ermöglichte es Boko Haram 2014, ein Gebiet so groß wie Belgien zu besetzen und ein Kalifat auszurufen. Über zwei Millionen Menschen ergriffen die Flucht. Nur mit militärischer Hilfe von Nachbarstaaten konnte die Miliz zurückgedrängt werden. 2015 erklärte Nigerias Regierung Boko Haram für besiegt. Ein fataler Trugschluss. Die Kämpfer zogen sich in den unzugänglichen Sambisa-Wald zurück und verüben ausgehend von dort weiter Anschläge.“

Schwester Maria Vitalis hört den Geflüchteten zu, unterstützt sie mit Rat und Tat im Alltag, schenkt Kraft und Mut. Dieses Zeugnis gelebter Nächstenliebe steht stellvertretend für viele Ordensschwestern in Afrika.

Missio Aachen ist eines der großen deutschen Hilfswerke und gehört zu einem Netzwerk von rund 120 Missio-Werken weltweit. Missio Aachen verfügte nach eigenen Angaben 2019 über ein Projekt- und Kampagnenvolumen von rund 47,4 Millionen Euro, mit dem 946 Projekte in 68 Ländern gefördert wurden.

Missio Aachen unterstützt die katholische Ortskirche in Afrika, Asien, dem Maghreb und Nahen Osten sowie Ozeanien. Diese Förderung stärkt die pastorale, soziale und interreligiöse Arbeit, die Infrastruktur sowie die Ausbildung von Laien, Priestern und Ordensleuten der katholischen Kirche in diesen Regionen. Mit ihrer Arbeit erreicht die Kirche dort nicht allein Christen, sondern trägt zur Verbesserung der Lebensumstände der gesamten Gesellschaft bei.

  • Info
    Im Bistum Trier findet der Afrikatag in diesem Jahr am 10. Januar statt. Im vergangenen Jahr erbrachte die Kollekte zum Afrikatag in der Diözese 61 748 Euro.

    Missio bittet um Spenden auf das Konto bei der Pax Bank: IBAN DE23 3706 0193 0000 1221 22, BIC: GENODED1PAX.



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An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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