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Corona und kommende Feste

Foto: KNA
Fronleichnamsgottesdienst im Freien auf der Kölner Domplatte: Helferin mit Gesichtsschutz und Sprühflasche. Jetzt geht es um Weihnachten.

Corona und kommende Feste

Von: KNA/bs | 13. September 2020
Die Kirche wurde im Frühjahr vom Lockdown kalt erwischt. Öffentliche Feiern der Kar- und Ostertage wurden coronabedingt abgesagt. Um Weihnachten soll das nicht noch einmal passieren.

Die ersten Spekulatius und Lebkuchen sind wieder im Laden. Und ausnahmsweise machen sich auch die Kirchen schon jetzt Gedanken, wie sie im Coronajahr Advent und Weihnachten feiern können. Das, was in diesem Frühjahr passierte, soll eine Ausnahme bleiben: Öffentliche Gottesdienste waren am höchsten Fest der Christenheit verboten, Ostern musste im stillen Kämmerlein gefeiert werden. Predigten oder ganze Gottesdienste, die Gemeinden über verschiedene Kanäle im Internet anboten, waren nicht jedermanns Sache.

Deshalb überlegen die Kirchen schon jetzt, wie sie die Advents- und Weihnachtszeit unter Corona-Vorzeichen feiern können. Schließlich hatten sie – anders als im Frühjahr – nun mehrere Monate Zeit, sich auf die Pandemie einzustellen, Sicherheitskonzepte zu erarbeiten und Erfahrungen mit Freiluftgottesdiensten sowie Messen mit Voranmeldung zu machen.

Das Jahresende ist traditionell eine Hochzeit der Kirchenmusik. Damit es keine buchstäblich „stille Nacht“ wird, denkt auch der Allgemeine Cäcilienverband (ACV) in Deutschland darüber nach, was musikalisch gehen könnte. Im Herbst würden die Chöre „mit konkreten Probenzielen“ loslegen; weil die Entwicklung der Corona-Fallzahlen nicht vorhersehbar sei, könnten die Verantwortlichen in den Chören aber „nur auf Sicht fahren“, sagt ACV-Präsident Marius Schwemmer. Erste Überlegungen gingen in die Richtung, vorrangig A-cappella-Werke oder Werke mit Orgelbegleitung auszuwählen oder auch Chöre in kleinere Ensembles aufzuteilen. Möglich seien auch Open-Air-Messen mit weniger strengen Hygienevorgaben als in einem Gebäude. Einige Pfarreien hätten bereits vor Corona gute Erfahrungen mit Weihnachtsgottesdiensten im Freien oder mit einer „Waldweihnacht“ gemacht.

Ein anderer Aspekt: In den am besten besuchten Messen des Jahres an Weihnachten sammelt Adveniat traditionell für Notleidende in Lateinamerika. Was aber, wenn die Messen am 24. und 25. Dezember in diesem Jahr coronabedingt deutlich weniger besucht werden? Droht ein ähnlicher Spendeneinbruch wie bei der Pfingstkollekte des Osteuropahilfswerks Renovabis? In diesem Frühsommer wurden dabei immerhin 40 Prozent weniger gegeben, nur knapp 700 000 Euro (der „Paulinus“ berichtete).

Adveniat-Chef Pater Michael Heinz bereitet das Sorge. Angesichts der gebotenen Abstandsregeln drohe die Weihnachtskollekte wegzubrechen. „Weniger Gottesdienstbesucher bedeutet weniger Kollekten-Einnahmen“, weiß Heinz. Zugleich benötigten die Armen in Lateinamerika und in der Karibik gerade jetzt dringend Hilfe: Derzeit stünden die Menschen angesichts des Virus vor der Wahl „Ansteckung oder Hunger“. Adveniat arbeite daran, wie an Weihnachten Menschen erreicht werden können, die aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht an Gottesdiensten teilnehmen können, erklärt Heinz. Angedacht sei etwa eine digitale Kollekte.

Auch die Sternsinger überlegen, wie sie an diesem Jahresende Geld für notleidende Kinder sammeln können. Schließlich hätten sich im Coronajahr die Probleme für junge Menschen noch einmal verschärft. So habe ausbeuterische Kinderarbeit zugenommen, und es drohten Hungersnöte, sagt Dirk Bingener, Präsident des Hilfswerks der Sternsinger.

Deshalb werden die Sternsinger auch in diesem Jahr von Tür zu Tür ziehen, um Geld zu sammeln, erklärt Bingener. Zugleich wisse man um die Verantwortung, besonders beim Besuch von älteren oder kranken Menschen, für die ein erhöhtes Infektionsrisiko bestehe. „Sternsingen auf Abstand, unterwegs mit Mund- und Nasenschutz, ein Sternsingerkonzert vor dem Seniorenheim, eine kontaktlose Spendenübergabe – es gibt eine ganze Reihe von Ideen und Maßnahmen, die wir aktuell vorbereiten.“



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