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Vor dem Bildschirm mitbeten

Foto: KNA
Eine Frau schaut sich zuhause einen Gottesdienst an, der über den Internetdienst Youtube live übertragen wird.

Vor dem Bildschirm mitbeten

Von: KNA | 29. März 2020
Die Live-Übertragungen von Gottesdiensten haben in Zeiten von Corona wieder Zulauf: Wegen der Epidemie sind öffentliche Messfeiern untersagt. Die Gläubigen suchen Alternativen.

Die Corona-Epidemie scheint digitale Innovationen zu beschleunigen. Das gilt für die Wirtschaft – Stichwort Heimarbeit, neudeutsch Home Office – und offensichtlich auch für die Kirchen. Da es keine öffentlichen Gottesdienste mehr gibt, haben einige Gemeinden innerhalb kürzester Zeit Übertragungen nicht-öffentlicher Feiern ins Internet auf die Beine gestellt. „Möglicherweise wird hier bereits die Kirche von morgen sichtbar, die sich ohnehin in neuen Formen vollzieht“, erklärten die Bischöfe der evangelischen Nordkirche.

„Urbi et orbi“ live im Netz

Auch der apostolische Ostersegen „Urbi et orbi“ soll live im Netz gezeigt werden. Was das für die traditionelle Fernseh-Übertragung bedeutet, die jedes Jahr im Ersten und im Bayerischen Rundfunk (BR) läuft, war zunächst noch nicht abzusehen. „Nach unseren Informationen aus dem Vatikan finden die Kar- und Osterfeierlichkeiten auf jeden Fall statt“, sagte ein Sprecher des BR der Katholischen Nachrichten-Agentur am 19. März.

Verantwortlich in Rom ist Radio Vatikan. Auf der entsprechenden Internetseite war in den letzten Tagen die tägliche Morgenmesse mit Papst Franziskus und einigen wenigen Teilnehmern zu sehen.

„domradio.de“

dia-Sender des Erzbistums Köln, hat reagiert. Wegen der Coronakrise weitete die Redaktion ihre Gottesdienstübertragungen aus dem Kölner Dom auf die sozialen Medien aus. Der Zuschauer sieht nur eine Handvoll Menschen – einen Geistlichen, einen Lektor, einen Kantor, einen Organisten – sonst ist die berühmteste Kirche Deutschlands leer. Die Kameras steuert der Sender von einem Regieraum außerhalb der Kathedrale. Die Zuschauerzahl bei den Gottesdiensten auf der Internetseite sei um das Vierfache gestiegen, meldet domradio.de. Die tägliche Gesamtreichweite auf Facebook habe sich auf 100 000 verdreifacht.

ZDF Fernsehgottesdienst

Höhere Quoten verzeichnet auch das ZDF. Am 15. März haben dem Sender zufolge 960 000 Zuschauer den Fernsehgottesdienst gesehen. Durchschnittlich seien es nur 720 000. Auch der öffentlich-rechtliche Anbieter versucht, so wenig Menschen wie möglich in der Kirche zu versammeln – also etwa Pfarrer, Messdiener und einige Sänger. „Sie werden im Raum verteilt mit entsprechendem Abstand den Gottesdienst mitfeiern“, kündigte eine Sprecherin mit Blick auf den 22. März an.

Angebote in Radio, Fernsehen und Internet

Die Katholische Nachrichten-Agentur (KNA) listet einige Angebote in Radio, Fernsehen und Internet auf:

Radio Vatikan: Wer einen Gottesdienst mit Papst Franziskus feiern will, kann das jeden Morgen um 7.00 Uhr tun – zumindest virtuell. Die Gottesdienste werden live mit deutschen Kommentaren auf www.vaticannews.va gezeigt. Die Seite überträgt außerdem sonntags um 12 Uhr das Angelus-Gebet des Papstes.

ZDF-Fernsehgottesdienst: Seit 1986 sendet das ZDF jeden Sonntag einen katholischen oder einen evangelischen Gottesdienst. Los geht es in der Regel um 9.30 Uhr.

ARD-Gottesdienst: Die ARD zeigt an kirchlichen Feiertagen einen katholischen oder evangelischen Gottesdienst. Die Übertragung startet für gewöhnlich um 10.00 Uhr. Im Ersten und im Bayerischen Rundfunk läuft außerdem die Ostermesse des Papstes aus Rom mit dem Apostolischen Segen „Urbi et orbi“. Wie genau es in diesem Jahr aussieht, war zunächst noch offen.

Deutschlandfunk: Sonntags um 10 Uhr sendet der Deutschlandfunk einen katholischen oder evangelischen Gottesdienst im Radio.

Dritte Programme: Radio-Gottesdienste laufen an den Sonntagen auch in den dritten Programmen.

domradio.de: Der Multimediasender des Erzbistums Köln zeigt täglich Gottesdienste auf seiner Internetseite, auf Facebook und auf Youtube. An Sonn- und Feiertagen laufen außerdem Übertragungen im Radio.

EWTN, bibel.tv und Radio Horeb: Private Spartensender wie EWTN, bibel.tv und Radio Horeb senden regelmäßig Gottesdienste im Fernsehen und im Radio. Die Programme sind auch online verfügbar.

kirche.tv: Das Online-Portal der Deutschen Bischofskonferenz gibt einen Überblick über verschiedene Angebote, darunter öffentliche und private Fernseh- und Radiosender sowie Internetseiten.  



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    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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