Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier

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Virus lähmt auch Bistum Trier

Foto: Inge Hülpes
Liveübertragung am 15. März aus dem Trierer Dom vor leeren Kirchenbänken.

Virus lähmt auch Bistum Trier

22. März 2020
Mit Blick auf die Ausbreitung des Corona-Virus hat das Bistum Trier seit dem 14. März und bis auf weiteres, mindestens aber bis Ende März, eine Absage aller öffentlichen Veranstaltungen angeordnet.

Das gilt auch für Gottesdienste, Tagungen, kirchliche Fortbildungsangebote, Gremiensitzungen, Wallfahrten und sonstige Fahrten. Die Regelungen im Einzelnen werden auf der Internet-Seite des Bistums erläutert. Das Bistum betont weiter, dass trotz der Absage der Gottesdienste die Kirchen als Orte des Gebetes und der Zuflucht geöffnet bleiben. Ebenso soll die Einzelseelsorge gewährleistet bleiben. Es ist selbstverständlich, dass in dieser Situation die Kirche an der Seite der Menschen bleibt.

Die Absage betrifft auch Taufen, Hochzeiten, Erstkommunion-Feiern und Firmungen. Die Priester werden angehalten, Beerdigungen im kleinen Rahmen durchzuführen.

Die hauptamtlichen Seelsorgerinnen und Seelsorger stehen weiterhin zur pastoralen Betreuung zur Verfügung. Diejenigen, die die Kommunion als Stärkung wünschen, verweist das Bistum auf die Geistige Kommunion, die so auch bei der Mitfeier von Fernsehgottesdiensten gilt. Bei der Geistigen Kommunion soll man sich, wie beim Empfang der Sakramente auch, für Gott öffnen und intensiv beten. Dadurch kann Gott auch ohne Hostie ganz aufgenommen werden. Ebenso besteht ab sofort auch die Möglichkeit, einen Seelsorger oder eine Seelsorgerin um den privaten Empfang der Heiligen Kommunion außerhalb des Gottesdienstes zu bitten.

„Wir wollen nicht in Panik verfallen, sondern den Menschen durch unser Tun und Lassen Sicherheit geben“, betonte Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg. „Unser kirchlicher Auftrag ist die Solidarität mit der gesamten Gesellschaft. Gleichzeitig müssen wir unsere Verantwortung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Blick behalten.“

Das Bistum Trier folgt mit diesen Maßnahmen auch den Vorgaben der Landesregierungen und der kommunalen Behörden. Die Arbeit in der Verwaltung des Bistums und in den Kirchengemeinden geht weiter und wird den Gegebenheiten angepasst. Das Bistum wird entsprechend der aktuellen Entwicklungen über Änderungen zeitnah informieren.

Bischof Dr. Stephan Ackermann feierte am 15. März den für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Sonntagsgottesdienst im Dom – und um den Gläubigen die Mitfeier zu ermöglichen, wurde das Hochamt in Zusammenarbeit mit der Trierer Firma ProMusik und „OK54 Bürgerrundfunk" live übertragen.

Mit Bezug auf die Lesungen aus dem Buch Exodus und dem Evangelium nach Johannes am dritten Fastensonntag regte Ackermann die Gläubigen vor den Bildschirmen an, sich zu fragen, aus welchen Quellen sie täglich Kraft schöpften. „Was ist mir im Alltag Lebenselixier? Ist der Glaube für mich eine dieser Quellen?“

Momentan komme das öffentliche Leben merklich zum Erliegen, soziale Kontakte seien zum Teil stark eingeschränkt. Zugleich intensivierten sich Kontakte, die man zuvor für selbstverständlich gehalten habe. Er ermunterte die Gläubigen zu kritischer Selbstreflexion und auch, dankbar zu sein, dass man Kräfte in sich trage, die man gerade jetzt zum Wohle der Mitmenschen einbringen könne. Auch wies er auf die digitalen Angebote aus dem gesamten Bistum hin, die es ermöglichen, am spirituellen Leben teilzunehmen.

Mindestens bis Ende März, werden die Sonntagsmessen live aus dem Dom übertragen werden. Der Stream ist über die Bistums-Homepage www.bistum-trier.de zu sehen. Außerdem ist „OK54 Bürgerrundfunk“ in den Fernseh-Kabelnetzen im Bereich Eifel, Mosel, Saar und Ruwer frei zu empfangen; ebenso unter bestimmten Voraussetzungen über Magenta-TV, Satellit und das digitale Antennenfernsehen DVB-T2. Alle Details zum Empfang sind unter https://ok54.de/technik-produktion-empfang (unten auf der Seite) zu finden. Zudem werden auf  https://www.bistum-trier.de/glaube-spiritualitaet/gottesdienst/medial-mitfeiern/ digitale Angebote aus dem gesamten Bistum zur Verfügung gestellt.




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Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreisen 2020

„Paulinus“-Leserreise im Herbst: Sonneninsel Zypern vom 3. bis 10. November 2020. Die Frühlingsreise Assisi, Siena, Rom ist leider abgesagt (Corona).


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.



Video

  • Bolivianische Freiwillige
    Sechs Freiwillige aus Bolivien leisten in sozialen Einrichtungen im Bistum Trier ihren einjährigen Dienst. Der "Paulinus" besuchte sie noch während der Zeit der Eingewöhnung in Trier samt Deutschkurs (Video: Zeljko Jakobovac). Wie es ihnen inzwischen geht - auch in Zeiten der Coronakrise - steht im "Paulinus" vom 17. Mai.
  • Generalvikar informiert über „Aussetzung des Umsetzungsgesetzes“
    Der Trierer Generalvikar Ulrich von Plettenberg informiert über Konsequenzen aus der "Aussetzung des Umsetzungsgesetztes" durch die römische Kleruskongregation.
  • Museumsleiter Markus Groß-Morgen zum Austellungsteil "Im Zeichen des Kreuzes"
    Markus Groß-Morgen, der Leiter des Museums am Dom in Trier, erklärt, was der Ansatz des Ausstellungsteil "Der Untergang des Römischen Reiches - Im Zeichen des Kreuzes" in Trier 2022 ist (Video: Zeljko Jakobovac).
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    Generalvikar Ulrich Graf von Plettenberg erläutert, warum das Bistum bei der rheinland-pfälzischen Landesausstellung "Der Untergang des Römischen Reiches" in Trier 2022 mit Ausstellungsteil "Im Zeichen des Kreuzes" im Museum am Dom mitmacht (Video: Zeljko Jakobovac).
  • Blumengestecke-Kurs für Küsterinnen und Küster
    Der Fortbildungskurs für 30 Küsterinnen und Küster aus dem Bistum ist dem Blumenschmuck in der Kirche gewidmet gewesen. Den Tag gestaltete der Benediktinerbruder Stephan Oppermann aus Maria Laach – ein gelernter Florist (Video: Christina Libeaux).
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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