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Viele wollen es genauer wissen

Foto: Judith Rupp
Mehrere Teilprozessgruppen präsentierten bei der Tagung unter anderem mit Stellwänden Inhalte ihrer Arbeit.

Viele wollen es genauer wissen

Von: Judith Rupp | 23. Juni 2019
Diözesane Gremien und Berufsgruppenver­treter haben Trends der Anhörung über Pfarreien der Zukunft beraten.

Deutlich mehr als die Hälfte (68 Prozent) der Stellungnahmen sind „ausgewogen“, knapp zehn Prozent „stark positiv“ und knapp ein Viertel „stark negativ“: Diesen Trend zeigt der erste Blick in die Auswertung der Anhörung über die Neuordnung und Gestaltung der Pfarreien der Zukunft im Bistum Trier.

Etwa ein Drittel der bis zum 12. Juni eingegangenen Stellungnahmen – davon der überwiegende Teil (86 Prozent) von Pfarrgemeinderäten und Verwaltungs-, beziehungsweise Kirchengemeinderäten sowie Pfarrern beziehungsweise Pfarrverwaltern – hat das Pragma-Institut bereits erfasst und ausgewertet. Am 14. Juni stellte Projektleiter Dr. Martin Messingschlager rund 120 Vertreterinnen und Vertretern der diözesanen Räte und der Berufsgruppen das Zwischenergebnis vor. Es ließe sich schon jetzt sagen, zu welchen Themen es besonders differenzierte Rückmeldung gebe. Zudem zeige sich, dass es neben sehr spezifischen und konkret benannten Kritikpunkten „viel Unklarheit“ gebe.

Die Arbeitsweise der zukünftigen Gremien stehe im Zentrum vieler kritischer Kommentare, sagte Messingschlager. Vielen Gremien fehlten genauere Beschreibungen der Aufgaben; zudem werde das geplante Einkammersystem kontrovers diskutiert. Auch nach der Repräsentativität bei der Besetzung des Rates der Pfarreien und zur Zusammenarbeit der Gremien gebe es zahlreiche Fragen.

Zustimmung zu stärkerer Einbindung von Laien

Die Vermögensfragen seien als kritischer Punkt zu sehen, erläuterte Messingschlager. Darüber hinaus gebe es auch generelle Kritik am Prozess oder an der Anhörung, die teilweise emotional geäußert würde. Zustimmung gebe es etwa zum Konzept der „Orte von Kirche“ und der stärkeren Einbindung von Laien in die Leitungsgremien der Pfarreien. Auch sei viel Verständnis geäußert worden für die Notwendigkeit der Veränderungen sowie für den Raumzuschnitt.

Im zweiten Teil der Beratungstagung am 15. Juni gaben die Teilprozessgruppen Inklusion, Familie in all ihrer Vielfalt, Liturgie, Katechese, Geistliche Zentren sowie Missionarische Teams und Freiwilliges Missionarisches Jahr Einblicke in den Stand ihrer Arbeit und nutzten die Gelegenheit, mit den Vertreterinnen und Vertretern der Gremien und Berufsgruppen in einen Austausch zu kommen. Die Ergebnisse der Arbeit übergeben die Gruppen im Herbst an die Bistumsleitung.

Rita Schneider-Zuche vom Diözesan-Pastoralrat würdigte die hohe Beteiligung an der Anhörung. Zusammen mit den Ideen und Konzepten, die die Gruppen vorgestellt haben, zeige das „die Leidenschaft, den Weg der Kirche im Bistum Trier mitzugehen“.

Professor Martin Lörsch vom Pastoralrat sagte, es sei wichtig, die weiteren Schritte der Entscheidung zu erfahren, und begrüßte es, dass die Räte erneut zusammenkommen werden, um die endgültigen Anhörungsergebnisse zu beraten und dem Bischof ein Votum zu übermitteln.

Der synodale Weg, die gemeinsame Beratung, ist auch für den Katholikenrats-Vorsitzenden Manfred Thesing sehr wichtig. Die Trends aus der Anhörung zeigten, „dass der überwiegende Teil der Befragten mitmachen möchte“. Für den Katholikenrat, der sich gegen das geplante Einkammersystem ausspricht, seien besonders die Endergebnisse zu dieser Frage spannend.

Für sehr differenzierte Rückmeldungen gedankt

Pfarrer Thomas Darscheid, Moderator des Priesterrates, lobte die sehr differenzierten Auswertungsmöglichkeiten, die die Analyse der Trends ermöglichten. Generalvikar Dr. Ulrich Graf von Plettenberg zeigte sich sehr erfreut über die große Beteiligung an der Anhörung und die teilweise sehr differenzierten Rückmeldungen. Nach einem weiteren Treffen mit den Gremien und Berufsgruppenvertretungen im August könne das Errichtungsgesetz fertiggestellt werden.

Bischof Dr. Stephan Ackermann dankte den Frauen und Männer, die sich in den Gremien oder Berufsgruppenvertretungen engagieren, für ihre Zeit und das Engagement – „das nehme ich nicht als selbstverständlich“.



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