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Menschlichkeit  und Wissenschaft

Foto: Stefano dal Pozzolo/Romano Siciliani/KNA
Pflegekräfte spielen mit Kindern, die in Rollstühlen sitzen, in einem Spielzimmer im vatikanischen Kinderkrankenhaus in Rom.

Menschlichkeit und Wissenschaft

Von: Stefanie Stahlhofen | 17. März 2019
Am 19. März wird das vatikanische Kinderkrankenhaus „Bambino Gesù“ in Rom 150 Jahre alt. Die Klinik, die durch eine Adelsfamilie 1869 gegründet worden ist, nimmt regelmäßig Kinder unterschiedlichster Herkunft auf und bildet zudem Ärzte in weniger entwickelten Ländern aus.

„Es ist ein Segen, dass es das Bambino Gesù gibt“, sagt Cristina Duranti. Ihre Tochter Teodora wurde mit einer Speiseröhrenfehlbildung geboren. Damit verbunden sind weitere Fehlbildungen wie etwa der Wirbelsäule, der Nieren und der Gliedmaße. Teodora kam direkt nach der Geburt in das vatikanische Kinderkrankenhaus und wurde sofort behandelt. Oft werde die Krankheit hingegen gar nicht erkannt, da nur eines von 10 000 Kindern diese seltene Fehlbildung hat, sagt Duranti.

Entsprechend selten sind auch die, die sich damit auskennen. Das Bambino Gesù auf dem Gianicolo-Hügel in Rom gehört dazu. Es ist eine der wenigen auf seltene Krankheiten spezialisierten Kinderkliniken in Europa. Duranti ist sich sicher: Ohne die schnelle Hilfe der päpstlichen Klinik ginge es ihrer heute neunjährigen Tochter wohl kaum so gut.

Doch auch die Mutter hat ihren Beitrag dazu geleistet – durch eine Nierentransplantation im Mai. Nun sind beide zur Nachkontrolle bei Doktor Luca Dello Strologo, Leiter das Nierentransplantationsprogramms der Kinderklinik.

Auf den Fluren geht es zu wie in einem Taubenschlag, Kindergeschrei, Gelächter und Lautsprecherdurchsagen – „Nummer 82 bitte“ – vermischen sich. Von der Wand blickt Papst Franziskus auf das Gewusel. Im kleinen Büro von Dr. Dello Strologo sorgt hingegen „Pu der Bär“ für ein wenig Kinderzimmergefühl. Der Arzt klemmt sich hinter seinen schmalen Schreibtisch, der dank einer blauen Auflagefläche etwas von einem Kindermöbel hat.

Der Mediziner ist zufrieden, die Patientinnen können die Medikamente reduzieren. „Die Nieren der Mama sind gut“, sagt Strologo und schmunzelt. Auch die schüchterne Teodora lächelt. Trotzdem fragt sie, warum ausgerechnet sie so eine seltene Krankheit haben muss. „Du bist vielleicht innendrin ein ziemliches Chaos, aber abgesehen davon sehr schön“, sagt ihre Mutter.
Es ist klar, dass es nicht die letzte Operation für Teodora war, die sich nur an zwei oder drei von bisher zehn Eingriffen erinnern kann, die jeweils sieben bis acht Stunden dauerten. Bei 75 Prozent der Patienten leiste eine transplantierte Niere inzwischen aber 15 bis 20 Jahre lange gute Arbeit, sagt der Facharzt.




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