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Licht weiterleuchten lassen

Foto: BBT
Krankenhauspfarrer Martin Saurbier, Weihbischof Franz Josef Gebert, Bruder Peter Berg und Bruder Raphael Lichtle (von links) bei einer Fürsprache vor dem Altar mit Reliquien Peter Friedhofens.

Licht weiterleuchten lassen

Von: pm | 10. März 2019

Am 200. Geburtstag des Ordensgründers Bruder Peter Friedhofen haben sich in Koblenz die Barmherzigen Brüder von Maria-Hilf und die BBT-Gruppe an das Leben des Seligen erinnert und seinen Auftrag vergegenwärtigt.

 

Die Geburtstagsfeier am 25. Februar, die Auftakt zum Jubiläumsjahr ist (der „Paulinus“ berichtete), begann mit einem Gottesdienst in der Liebfrauenkirche in der Koblenzer Altstadt, wenige Schritte entfernt vom Mutterhaus und ersten Krankenhaus der Barmherzigen Brüder. 175 Gäste sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der BBT-Gruppe feierten den Ordensgründer Peter Friedhofen. Darunter waren befreundete Orden, Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Caritas, Mitglieder der Gemeinde Weitersburg, in der Friedhofen geboren wurde, und Schornsteinfeger aus Ahrweiler, dem Bezirk des Seligen.


„Diese Kerze erinnert uns an das Licht, das mit Peter Friedhofen in die Welt gekommen ist, das weiter leuchtet in unserer Gemeinschaft, das weiterleuchtet in den vielen Menschen, die Tag für Tag sein Werk lebendig sein lassen“, eröffnete Generaloberer Bruder Peter Berg das Pontifikalamt. Er erinnerte daran, dass Friedhofen mit neun Jahren Vollwaise wurde und auf Hilfe angewiesen war. Armut und Hilfsbedürftigkeit, in seinem späteren Leben auch Krankheit, gehörten zu seinem Lebensweg. Vor allem aber sein Glaube begleitete ihn und half ihm seine Lebensthemen zu einem Werk aufzubauen.


Weihbischof Gebert über Sorgen der heutigen Zeit

Weihbischof Franz Josef Gebert ließ sich in seiner Predigt vom Matthäus-Evangelium inspirieren, das mit den Worten endete „Jeder Tag hat genug an seiner ei-genen Plage“. So hielten Armut, Krankheit und Not die Gesellschaft zu Zeiten Peter Friedhofens in Atem, heute gehörten unter anderem Fachkräftemangel zu den vorherrschenden Problemen, erklärte der Weihbischof. Mittelpunkt der Predigt waren die Sorgen im Gesundheitswesen, aber auch in der Kirche, denn nicht nur in der Pflege, auch in den Ordensgemeinschaften mangele es an Nachwuchs. „Wie Peter Friedhofen und seine Gemeinschaft etwas tun und wagen, auch wenn wir nicht immer sicher sein können, dass jeder Schritt gleich der richtige ist und zum Erfolg führt“, riet Weihbischof Gebert.


Er segnete Geburtstagskerzen, die die Hausoberen in ihre Einrichtungen mitnahmen. Eine Kerze reichte Bruder Raphael Lichtle als Vertreter des Ordens an Petra Nuss weiter, die für die Mitarbeiter stand. Sie sagte in ihrer Fürbitte, dass die Kerzen ermutigen sollten, den Menschen in den Einrichtungen ein Licht zu sein.


Im Bischöflichen Cusanus-Gymnasium ging die Geburtstags-feier weiter. „Wir sehen Menschen, die gewissermaßen am Straßenrand der neuen Zeit liegengeblieben sind. Und wir sehen Menschen, denen das zu Herzen geht. Die entschieden für Menschen sind und etwas tun. Die nach Wegen suchen, wie sie dort helfen können, wo sie gerade sind“, sagte Dr. Albert-Peter Rethmann, Sprecher der BBT-Geschäftsführung, mit Blick auf das Geburtsjahr von Friedhofen. Einer in dieser Reihe der Entschiedenen im 19. Jahrhundert sei Peter Friedhofen.


Brüder und Pflegekräfte arbeiten zusammen

Ein Film führte den Zuschauern die Zeit Peter Friedhofens bildlich vor Augen, in all ihren Erscheinungsformen: Kriege, Armut, Säkularisation, Ordensgründungen, Karl Marx und Industrialisierung. In diese Zeit der Veränderung wird Friedhofen geboren, die Meilensteine seines Lebens untermalen Bilder und Zeichnungen. Nach seinem Tod wachsen der Orden und sein caritatives Werk, allerdings nimmt die Anzahl der Brüder im 20. Jahrhundert kontinuierlich ab. Das Bild in den Einrichtungen ändert sich, weltliche Pflegekräfte und Brüder arbeiten zusammen für Menschen. Mittlerweile überwiegen Pflegekräfte, tragen den Gedanken weiter. Sie sagen mit ihren eigenen Worten, wie sie sich für die Patienten starkmachen.




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