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Solidarität, Menschlichkeit  und ein gelockerter Boden

Foto: Ernst Mettlach
Prälat Dr. Herbert Hoffmann ist Ruhestandsgeistlicher in Trier und „Paulinus“-Autor.

Solidarität, Menschlichkeit und ein gelockerter Boden

Von: Ingrid Fusenig | 3. Januar 2021
„Eine Zukunft beginnen, die neu ist“ und „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte“: Herbert Hoffmann ist Autor von gleich zwei Neuerscheinungen im Trierer Paulinus-Verlag.

Herbert Hoffmann, Autor der beiden neuen Bücher, war Religionslehrer, Schulpfarrer, Direktor der Katholischen Akademie im Trierer Robert-Schuman-Haus, Leiter der Abteilung Schule/Hochschule im Bischöflichen Generalvikariat Trier und nicht zuletzt auch Geistlicher Beirat des „Paulinus“.

Eine Zukunft beginnen, die neu ist

Herbert Hoffmann, Eine Zukunft beginnen, die neu ist, Lesejahr A, 256 Seiten, ISBN 978-3-7902-1748-3, Paulinus-Verlag, Trier 2020, Preis: 18,90 Euro.
Herbert Hoffmann, Eine Zukunft beginnen, die neu ist, Lesejahr A, 256 Seiten, ISBN 978-3-7902-1748-3, Paulinus-Verlag, Trier 2020, Preis: 18,90 Euro.
Eine „Bodenreform“ der Kirche: Das ist verkürzt die Vision, die er hat und die im Zentrum seiner Gedanken und seiner Deutung der Schrifttexte im Lesejahr A im Buch „Eine Zukunft beginnen, die neu ist“ steht. Der Paulinus-Verlag beschreibt die Intention Hoffmanns so: „Dieses Buch ist ein leidenschaftliches Plädoyer für eine im Sinne der biblischen Botschaft handelnde Kirche.“

Für Hoffmann ist es „eine Kirche in Bewegung, mit dem Mut, Neuland zu betreten, vor Ort und weltweit“. Bodenreform bedeute nicht, „die zunehmend versteppte kirchliche Landschaft immer neu zu vermessen“. „Vielmehr ist der Boden zu lockern und aufzubereiten, auf dem die gute Nachricht von Gottes unbedingtem Entgegenkommen ankommen und Wurzeln schlagen kann.“ Auch vor dem Hintergrund der Erfahrungen mit der Coronakrise sagt er: „Eine Zukunft beginnen, die neu ist – das ist die Chance, die wir heute haben.“

Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte

Herbert Hoffmann, Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, Lesejahr C, 256 Seiten, ISBN 978-3-7902-1747-6, beide Paulinus-Verlag, Trier 2020, Preis: 18,90 Euro.
Herbert Hoffmann, Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte, Lesejahr C, 256 Seiten, ISBN 978-3-7902-1747-6, beide Paulinus-Verlag, Trier 2020, Preis: 18,90 Euro.
„Gott kommt in der Welt menschlich vor oder gar nicht. Warum sonst wäre er Mensch geworden!“ Dieses theologische Leitmotiv Hoffmanns führt in „Dein Wort ist meinem Fuß eine Leuchte“ wie ein roter Faden durch seine Deutungen und Auslegungen der biblischen Texte zum Lesejahr C.

Gott sei Mensch geworden, damit wir zu richtigen Menschen werden, zu Mitmenschen, die zur Solidarität fähig sind, im eigenen Umfeld und weltweit: Entgegenkommen aus geschenktem Entgegenkommen. So erklärt „Paulinus“-Chefredakteur Bruno Sonnen im Vorwort, um was es dem Autor geht. Bruno Sonnen: „Diese Botschaft wird durchbuchstabiert, Woche für Woche, konsequent, kompetent, konkret. Theologisch und sprachlich präzise, treffend, geschliffen. Nie wolkig, immer entschieden und klar.“ Hoffmann weiche auch sperrigsten biblischen Grundaussagen nicht aus, sondern übersetze sie fruchtbar für unser Hier und Jetzt.

Nur ein Beispiel: Im Evangelium vom ersten Fastensonntag geht es um die Versuchung Jesu durch den Teufel. Dazu Herbert Hoffmann: „Was sind die Versuchungen unserer Tage? Satt sein und doch unersättlich bleiben. Dem teuflischen Deal-Denken verfallen, bei dem immer die abgehängt werden, die bei einem Deal nichts beisteuern können. Den Hunger nach einem Mehr an Leben verdrängen und sich mit allen möglichen Sattmachern abspeisen lassen.“

Im Buch „Eine Zukunft beginnen, die neu ist“, schreibt Herbert Hoffmann zum zweiten Sonntag nach Weihnachten unter der Überschrift „Grund unserer Hoffnung“: „Auf die Frage, worin der letzte Sinn unseres Lebens besteht, gibt es keine theoretische, keine wissenschaftliche Antwort, sondern nur das Wagnis der Liebe: aus uns herauszugehen und Gott und Christus in den Menschen zu treffen, die auf uns zukommen und an unserem Leben und unserer Hoffnung Anteil nehmen wollen.“



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Im Blickpunkt

„Paulinus“-Leserreisen 2021

Es gibt wegen der Corona-Pandemie derzeit leider keine neue Planung für das kommende Jahr.


Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


Einfach Leben

Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.


Synode im Bistum Trier

Die Synode wurde am 29. Juni 2012 von Bischof Ackermann ausgerufen. Die Trierer Bistumssynode hat ihr Abschlussdokument „heraus gerufen – Schritte in die Zukunft wagen“ am 30. April 2016 verabschiedet.



Video

  • Weihnachtsgruß des Bischofs
    Dr. Stephan Ackermann hat sich an Weihnachten mit einer Videobotschaft an die Gläubigen im Bistum Trier gewandt.
  • Synodenumsetzung
    Das Bistum Trier hat ein mit dem Vatikan abgestimmtes Konzept angekündigt, wonach es sich zukünftig in maximal 172 Pfarreien und 35 Pastoralen Räumen neu aufstellen will.
  • Gedenken
    Das ökumenische Gebet beim heutigen Gedenken an die Toten, Verletzten und ihre Angehörigen der Amokfahrt in Trier haben Weihbischof Franz Josef Gebert und Superintendent Dr. Jörg Weber gesprochen (Video: Zeljko Jakobovac).
  • Virus trifft Schwächste am härtesten
    Prof. Dr. med. Wolfram Henn, Mitglied des Deutschen Ethikrates und Professor für Humangenetik an der Universität des Saarlands, hat beim "DomWort" über "Leben mit dem Virus - Welche Schranken sind unserem Handeln gesetzt?" gesprochen.
  • Gestapo-Lager Neue Bremm - Rundgang mit Horst Bernard
    Horst Bernard (88) engagiert sich seit Jahrzehnten dafür, die Geschichte des ehemaligen Gestapo-Lagers an der Neuen Bremm in Saarbrücken und die Erinnerung an inhaftierten Frauen und Männer wachzuhalten – und an junge Menschen weiterzutragen. Der Film über ihn wurde bei einer von der Katholischen Arbeitnehmerbewegung veranstalteten Gesprächsrunde im Kirchenladen „welt:raum“ vorgestellt (Bericht im "Paulinus").
  • Weitere Videos
    Weitere Videos des Paulinus finden sich auf www.youtube.com/PaulinusTrier




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