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Ich werde weiter für Alireza kämpfen

Foto: Michael Merten
Engagiert und ein „politischer Christ“: Arthur Biesalski

Ich werde weiter für Alireza kämpfen

Von: jw/red | 1. November 2020
Der viele Jahre kirchlich, sozial und gesellschaftspolitisch engagierte Arthur Biesalski (76) aus Saarbrücken setzt sich für Alireza Rezaie ein, der 2017 als minderjähriger unbegleiteter Flüchtling ins Saarland kam. Der heute 18-Jährige war im Iran mit afghanischen Eltern aufgewachsen.

„Alireza war anfangs sehr verängstigt und traumatisiert“, erinnert sich Biesalski. Die Sprachentwicklung sei schwierig gewesen. Aber mit der Zeit habe er Vertrauen gefasst und sich positiv entwickelt. Biesalski begleitete den Jungen unter anderem zu Beratungsstellen und Sozialarbeitern, Schulen und Ärzten. Er telefonierte und füllte Anträge aus. „Ehrenamtlicher Betreuer ist fast wie eine neue Berufstätigkeit“, erzählt er grinsend.

Zusage zur Aufnahme in die Fachoberschule erhalten

Mit Hilfe von Biesalski konnte Alireza eine Berufsgrundschule besuchen und dabei den Hauptschulabschluss machen. Außerdem absolvierte er den mittleren Bildungsabschluss am Technisch-Gewerblichen Berufsbildungszentrum Saarbrücken und erhielt eine Zusage zur Aufnahme in die Fachoberschule „Technische Informatik“.

Eine neue Verunsicherung ist nun als Folge des abgelehnten Antrags auf Asyl mit der im Juli ausgehändigten Duldung – Aussetzung der Abschiebung – der zentralen Ausländerbehörde entstanden. In diesem Dokument steht: „Kein Aufenthaltstitel. Der Inhaber ist ausreisepflichtig.“

Biesalski bekräftigt: „Auch wenn wir – trotz Unterstützung – leider schon zwei Mal mit unserer berechtigten Klage vor dem Verwaltungsgericht des Saarlandes verloren haben, werde ich weiter dafür kämpfen, Alireza eine hoffnungsvolle, lebenswerte Perspektive für seine Zukunft hier bei uns zu ermöglichen.“




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