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Ein Rückzugsort für jedermann

Foto: Johannes Weedermann
In der Kapelle stehend von links der evangelische Pfarrer Peter Winter, Pfarrer Michael Zimmer, Fördervereinsvorsitzender Martin Alten, Matthias Gehlen und Dieter Schmitt. Sitzend einige ehrenamtliche Mitglieder des Kapellenteams.

Ein Rückzugsort für jedermann

Von: Johannes Weedermann | 4. Oktober 2020
Saarburg:
Vor mehr als zehn Jahren wurde der Neubau der Krankenhauskapelle St. Franziskus Saarburg eingesegnet: In kleinem Rahmen wird das am 4. Oktober gefeiert.

„Sie ist ein Schmuckstück“, beschreibt Matthias Gehlen die Kapelle des Kreiskrankenhauses St. Franzikus. Der Verwaltungsdirektor des Hospitals schätzt diesen Ort, der für Patienten wichtig sei. Schließlich gehe es in einer Klinik um Leben und Tod.

Doch die Kapelle des Kreiskranenhauses sei nicht nur ein wichtiger Raum für Gottesdienste, betont Dieter Schmitt, ehemaliger Vorsitzender des Fördervereins St. Franziskus. „Vielmehr ist es ein Ort zum Zurückziehen, der für jedermann zugänglich ist – nicht nur für Christen.“

Gottesdienste werden gut angenommen

2009 wurde im Rohbau der Grundstein für die jetzige Krankenhauskapelle gelegt, die Weihbischof Robert Brahm am 19. Februar 2010 einsegnete. Die davor existierende Kapelle, deren Raum für eine Röntgenpraxis benötigt wurde, habe keine Fenster gehabt,  erinnert sich Krankenhauspfarrer Michael Zimmer. „Im Vergleich zu ihrer Vorgängerin ist die neue Kapelle eine sehr schöne Vergrößerung“, meint Franziska Zender. Sie ist Mitglied des Kapellenteams, das den Krankenhauspfarrer in seiner Arbeit unterstützt.

Finanziert wurde der Bau durch das Krankenhaus, dessen Träger der Landkreis Trier-Saarburg ist, den Förderverein St. Franziskus, durch Spenden und Benefizveranstaltungen sowie einen Zuschuss des Bistums. Die Finanzierung sei ein „Wir-Projekt“ der Saarburger Region gewesen, sagt Schmitt.

Bei den liturgischen Feiern helfen zwölf Ehrenamtliche des Kapellenteams mit – unter anderem Christa Bonerz, die seit September 2010 Küsterin der Kapelle ist. Sie bereitet unter anderem Gottesdienste vor und ist für den Blumenschmuck verantwortlich. Zudem ist Bonerz Ansprechpartnerin für Menschen, die die Kapelle außerhalb der Gottesdienstzeiten besuchen.

Viele Patienten und Besucher nutzen die Kapelle zur stillen Einkehr oder zum Gebet. Aber auch die Gottesdienste würden gut angenommen, bestätigt die Küsterin. „Vor Corona gab es Gottesdienste, bei denen Stühle hinzugestellt werden mussten, weil die normalen nicht ausreichten.“ „Es kommen auch viele Auswärtige“, fügt Zender hinzu. Aber auch die Belegschaft des Krankenhauses besuche den Raum zum Innehalten, erklärt Bonerz.

„Wir sehen das Menschliche“

Etwa 50 bis 70 Gläubige besuchten vor der Pandemie die Sonntagsgottesdienste, die auch über das Hausfernsehen in die Patientenzimmer und ins Seniorenheim St. Franziskus übertragen werden. Wegen der Abstandsregeln dürfen derzeit nur 20 Menschen, inklusive Liturgen, an den Gottesdiensten teilnehmen.

Es finden auch ökumenische Gottesdienste statt – mit Beteiligung der evangelischen Gemeinde. „Wir sehen das Menschliche – das steht für uns im Vordergrund“, bekräftigt die Küsterin.

Das Jubiläum zehn Jahre Krankenhauskapelle soll am 4. Oktober – am Gedenktag des Franz von Assisi – in kleinem Rahmen begangen werden. „Nächstes Jahr feiern wir dann hoffentlich richtig“, hofft Gehlen.

Fotos 1 und 2: privat; Fotos 3 bis 7: Johannes Weedermann

  • Info
    Gottesdienste in der Krankenhauskapelle finden sonntags um 9.30 Uhr und in unregelmäßigen Abständen freitags um 18.30 Uhr statt. Eine Anmeldung ist unter Telefon (0 65 81) 8 20, E-Mail m.zimmer@kh-saarburg.de erforderlich.

    Die Krankenhauskapelle ist zum persönlichen Gebet täglich von 7 bis 19.30 Uhr geöffnet.



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