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Kirche zeigt Flagge für die Schöpfung

Foto: bip
Kirchliche Vertreter aus dem Bistum Trier demonstrieren in Koblenz für einen Systemwechsel in der Agrarpolitik.

Kirche zeigt Flagge für die Schöpfung

Von: bip | 13. September 2020
Koblenz:
„Wir haben es satt“ – so lautete das Motto einer Demonstration in Koblenz im Rahmen der Tagung der EU-Agrarminister. Vertreter aus dem Bistum schlossen sich Forderungen nach Änderungen in der Agrarpolitik an.

Im Kontext der Tagung der Agrarminister aus der Europäischen Union in Koblenz fand eine Demonstration unter der Überschrift „Wir haben es satt“ statt. Dabei riefen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu einen Systemwechsel in der Agrarpolitik insbesondere im Bereich der pauschalen Flächensubventionen auf. Diesen Forderungen schlossen sich auch kirchliche Vertreter aus dem Bistum Trier an.

„Wir sehen die Artenvielfalt bedroht. Zudem werden Tiere nicht artgerecht behandelt, obwohl sie ebenfalls zur Schöpfung Gottes zählen wie wir Menschen“, erklärte Pastoralreferent Günter Leisch von der Schöpfungsinitiative in Koblenz am Rand der Demonstration. Dieser Aussage schloss sich auch Rudolf Demerath an: „Wir müssen Tiere als Mitgeschöpfe respektieren.“ Innerhalb der Massentierhaltung sei dies kaum möglich, erklärte der Gemeinde-referent aus der Pfarreiengemeinschaft Untermosel-Hunsrück.

Zudem warf Demerath ein, dass die Arbeit der Landwirtschaft in Europa sich auf den gesamten Planeten auswirke. „Klimawandel und Biodiversität gehen uns daher alle an. Es geht um die Zukunft unserer Kinder und um die Menschen auf der ganzen Welt“, erklärte er seine Teilnahme.

Gisela Marx-Hasdenteufel aus Hatzenport ist es als Mitglied der kfd (Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands) ebenfalls wichtig, an dem Treffen teilzunehmen. „Wir müssen uns für Klimaschutz und die Schöpfung einsetzen.“ Das unterstreicht auch Demerath und betont: „Als Kirche müssen wir hier Flagge zeigen.“

Zum Trägerkreis von „Wir haben es satt“ gehören neben dem BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) auch die kirchlichen Hilfswerke Misereor und Brot für die Welt.



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