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Unterwegs mit Elija

Foto: Stefan Endres
Mit dem Propheten Elija unterwegs: Pater Senge während seiner Lesung im Kloster Himmerod.

Unterwegs mit Elija

Von: Stefan Endres | 12. Juli 2020
In seinem neuen Buch begleitet der Himmeroder Zisterziensermönch und Autor Pater Stephan Reimund Senge den biblischen Propheten Elija ein Stück seines Wüstenweges und bezieht dabei den modernen Menschen mit seinem Suchen, Hoffen und seinen Fragen mit ein.

„Elija heute, das bin ich, das bist du, das sind wir alle auf unseren Wüstenwegen – mit unseren Fragen, unserer Skepsis, unserer Freude“, sagte Pater Stephan bei der Vorstellung seines neuen Buches am 26. Juni im Kloster Himmerod. Als Menschen seien uns die Propheten „unheimlich nahe“, meinte der Mönchsautor mit Blick auf Elija, der vor knapp 3000 Jahren im Nordreich Israel für den Glauben an den Gott Jahwe kämpfte. Und so nimmt der Schriftsteller und Dichter den modernen Leser mit hinein in die prophetische Zeit und begleitet Elija ein Stück seines Weges, der in den alttestamentlichen Büchern 1 und 2 Könige geschildert wird. Auf seiner Flucht vor der Königin Isebel legt sich der verzweifelte Elija unter einen Ginsterstrauch schlafen, wo ihn ein Engel weckt, mit Brot und Wasser stärkt und ermahnt: „Steh auf und iss!“. Der Leser folgt ihm durch die Wüste und in eine Höhle hinein. Er hat Anteil an seinen Höhlen-Gedanken und an der Begegnung mit seinem Gott – dem „Vorüberziehenden“, der sich ihm nicht im Sturm, nicht im Erdbeben und nicht im Feuer, sondern in einem „sanften, leisen Säuseln“ offenbart und ihn aus der Höhle lockt.

In seinen „Heute-Szenen“ bringt Pater Stephan die Erfahrungen des Propheten in Kontakt mit den Erlebnissen und Weltverhältnissen des heutigen Menschen. Er geht mit ihm „durch die Wüste mit allen ihren Möglichkeiten, Gefahren, Anfragen und Begegnungen mit Gott“, sagt der Autor von mittlerweile über 40 Büchern. Das Wegstück mit Elija geht weiter  bis zu der Szene, in der Elija in einem Wirbelsturm „mit einem feurigen Wagen mit feurigen Pferden“ zum Himmel emporfährt. „Feurig werden, das meint: unruhig, aufgeregt, engagiert, ansteckend, neugierig und abenteuerlich“, schreibt der 1934 geborene Zisterziensermönch und im Südsudan engagierte Entwicklungshelfer. Neun Graphiken der Wittlicher Künstlerin Ursula Hess illustrieren Szenen des Buches.

Musikalische Akzente durch Roswitha Aulenkamp

Bei der Präsentation las Pater Stephan auch aus anderen seiner Schriften, darunter auch aus dem Manuskript seines schon in Arbeit befindlichen nächsten Werkes. Musikalische Akzente setzte die Pianistin, Komponistin und Klavierpädagogin Roswitha Aulenkamp, deren Interesse unter anderem dem Zusammenspiel unterschiedlicher Genres wie Literatur, Malerei und Stimme gilt. Die in Kassel unterrichtende, international gefragte Pianistin hat eine enge Beziehung zu Himmerod, wo sie unter anderem schon einen „Musikalischen Gang durch Kloster und Umgebung“ angeboten hat.

  • Info
    Stephan Reimund Senge: „... und feurig – Heute-Szenen um Elija“, Verlag Himmerod-Drucke, 141 Seiten, broschiert, ISBN 978-3-921 632-51-2, Preis 14,95 Euro, Bezug: Klosterbuchhandlung Himmerod, Telefon (0 65 75) 95 13 28.



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