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Bücher sind sein Leben

Foto: Rolf Ruppenthal
Josef Ollinger mit seinem neuen Werk inmitten seiner Bücherschätze.

Bücher sind sein Leben

Von: Rolf Ruppenthal | 3. Mai 2020
„Sagen und Legenden von Saar und Mosel“ lautet der Titel des neuen Buches von Josef Ollinger.

Wer rastet, der rostet: Der inzwischen 82-jährige Merziger Josef Ollinger hat gerade sein fünftes Buch auf den Markt gebracht. Es beschäftigt sich mit den „Sagen und Legenden von Saar und Mosel“. Josef Ollinger erzählt hier mit eigenen Worten auf Grundlage der ursprünglichen Verfasser zahlreiche Mysterien aus der Region.

Welche Legenden ranken sich um die Burg Montclair und den Breitenstein, wie kam der Teufelsstein bei Orscholz zu seinem Namen? Und in dem Rammenfels bei Nohn soll ein Zwerg in einer Höhle ungeheure Schätze horten?

Eben aus diesem Nohn stammt der Autor. Am 19. März 1938 erblickte er auf dem Bauernhof seines Großvaters in dem heutigen Ortsteil von Mettlach, damals gehörte das Dorf zum Kreis Saarburg, das Licht der Welt. „Das Leben auf dem Hof, der Umgang mit den Tieren und die bäuerliche Arbeit haben mich nachhaltig geprägt und beeinflusst,“ erzählt Josef Ollinger. Nach Ende der Volksschule 1952 konnte er keine weiterführende Schule besuchen, und Lehrstellen gab es auch keine. „Da war ich froh,“ sagt Ollinger, „dass ich in der keramischen Industrie unterkommen konnte.“ Bei V+B kam er in vielerlei Bereichen zum Einsatz, war Lagerarbeiter, Disponent und nach entsprechenden Lehrgängen kaufmännischer Angestellter. Von 1970 bis zum Vorruhestand 1994 arbeitete er in der Automobilindustrie bei Ford in Saarlouis als Industriefachwirt.

Seit 1988 war Josef Ollinger auch als freier Journalist tätig und berichtete in Wort und Bild über Aktuelles aus der Region von Saar und Mosel in der „Saarbrücker Zeitung“ und dem „Trierischen Volksfreund“.

„Zudem schrieb ich seit Jahren über das Brauchtum von Saar und Mosel, verfasste heimatkundliche Artikel, schrieb Kurz-, Tier- und Abenteuergeschichten“, führt Ollinger dazu aus. Aber vor allem Sagen, Märchen und Gedichte hatten es ihm angetan. Auf Anregung zahlreicher Leser wagte sich Josef Ollinger nach der Jahrtausendwende an sein erstes Buch. Es erschien unter dem Titel „Geschichten und Sagen von Saar und Mosel“ Ende 2005 im Conte-Verlag Saarbrücken. Diese Publikation kam so gut an, dass im November 2008 Band 2 folgte. Im Jahr 2013 erschien das Buch Nummer 3 mit dem Titel „Erzählungen – Geschichten aus dem moselfränkischen Sprachraum“ auf dem Buchmarkt. „Hier habe ich dann Erzählungen, Schmunzelgeschichten, Tier-, Abenteuer-, Dorfgeschichten, Märchen und Gedichte geschrieben“, erzählt Josef Ollinger. „Es ist ein schönes Buch geworden, ein Buch für Jung und Alt, das im Cardamina-Verlag, Plaidt, erschienen ist“, versichert der 82- jährige Autor.

„Bräuche von Saar und Mosel“ heißt Buch Nummer 4, 2017 vom Regionalia-Verlag Rheinbach publiziert, beschäftigt es sich intensiv mit dem Brauchtum aus der Region. „Hier habe ich alle Bräuche vom 1. Januar bis zum 31. Dezember einschließlich der christlichen Feiertage erklärt“, berichtet Josef Ollinger. Familienbräuche wie Hochzeit, Geburt und Taufe sowie Tod und Beerdigung sind hier aufgeführt. Zum Schluss kam das Brauchtum wie „Meien“, Schalwari, Mutter- und Vatertag dazu, aber auch Halloween, Mittfasten und der Perler Quirinusritt fanden Berücksichtigung.

„Bücher haben von klein auf mein Leben bestimmt“, charakterisiert Josef Ollinger seine nimmermüde Motivation. „Als Kind verschlang ich alles Gedruckte und kaufte mir von meinem schmalen Taschengeld zahlreiche Bücher“, weiß der Autor weiter zu berichten. Inzwischen besitzt er eine Bibliothek mit über 8000 Bänden, und diese Sammlung wächst beständig weiter. „Bücher sind eben mein Leben, und ohne sie könnte ich nicht bestehen“, gesteht Josef Ollinger.

  • Buch-Tipp
    Josef Ollinger, Sagen und Legenden von Saar und Mosel, Regionalia Verlag, Hardcover, 160 Seiten, ISBN 978-3-95540-336-2, Preis 7,95 Euro.



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