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Schritt zur öffentlichen Sonntagsmesse

Foto: privat
Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ist ein Aspekt.

Schritt zur öffentlichen Sonntagsmesse

Von: bip | 27. April 2020
Das Bistum Trier hat ein Schutzkonzept für eine mögliche Lockerung der Maßnahmen zur Feier gemeinschaftlicher Gottesdienste vorgestellt. Sollten Bund und Länder am Donnerstag grünes Licht geben, könnten bereits am kommenden Wochenende öffentliche Sonntagsmessen stattfinden, teilte die Diözese heute nach Redaktionsschluss der gedruckten Ausgabe des "Paulinus" vom 3. Mai mit.

Beim Schutzkonzept solle gewährleistet sein, dass die Heilige Messe würdig gefeiert wird und zugleich so gestaltet ist, dass „die Gefahr der Ansteckung mit dem Corona-Virus weitestgehend vermieden wird“, heißt es in dem heute von Generalvikar Dr. Ulrich von Plettenberg vorgelegten Schutzkonzept „Schritt für Schritt“.

Priorität sollten die Sonntagsmessen haben sowie Gottesdienste im Zusammenhang mit Sterbefällen, schreibt Bischof Dr. Stephan Ackermann begleitend dazu. Auch sollten andere gottesdienstliche Formen wie etwa Wort-Gottes-Feiern und Andachten wieder stattfinden, allerdings nur dort, „wo es möglich ist“.

Mit Abstand und Voranmeldung

Maßgeblich seien dabei die geltenden staatlichen, kommunalen und kirchlichen Bestimmungen für Versammlungen in geschlossenen Räumen, heißt es in dem Konzept. Grundsätzlich sei in Rheinland-Pfalz pro 10 Quadratmeter eine Person zugelassen und der Mindestabstand von 1,5 Meter müsse durchweg eingehalten werden. Im Saarland beschränkt sich die Verordnung auf einen Mindestabstand von zwei Metern.

Weitere Anforderungen sind etwa die Möglichkeit einer Einbahn-Regelung für das Betreten der Kirche, optische Markierungen und Absperrungen, eine gute Belüftung sowie die Desinfektion von Kontaktflächen, liturgischen Gegenständen und Mikrofonen. Das Konzept sieht vor, dass der zuständige Pfarrer zusammen mit dem Pastoralteam und den pfarrlichen Gremien vor Ort entscheidet, ob unter diesen Bedingungen Gottesdienste gefeiert werden können.

Gemeinsam soll auch entschieden werden, welche Kirchen dazu geeignet sind und wie viele Gottesdienste gefeiert werden. Da die zulässige Anzahl der Mitfeiernden von der Fläche des Kirchenraumes abhängt, können Gläubigen nur nach vorheriger Anmeldung am Gottesdienst teilnehmen. Dies soll unkompliziert per Anruf im örtlichen Pfarrbüro möglich sein. Verbindlich ist auch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, außerdem soll Handdesinfektionsmittel an den Ein- und Ausgängen bereitgestellt werden.

Empfang der Kommunion soll wieder möglich sein

„Die Umsetzung erfordert einiges an Kraft, Geduld und Organisation, sowie eine hohe Disziplin von allen Mitfeiernden“, schreibt Bischof Ackermann weiter. In dieser Situation sei es notwendig, dass sich Haupt- und Ehrenamtliche gegenseitig unterstützen. Die Gläubigen im Bistum Trier werden im auf die Dauer von maximal einer Stunde begrenzten Gottesdienst auf liebgewonnene Elemente verzichten müssen: So entfällt etwa die musikalische Begleitung durch Chor oder Orchester, die Weihwasserbecken bleiben leer und auch beim Friedensgruß gilt analog zum staatlichen Kontaktverbot: Kein Körperkontakt! Um die Teilnahme an der Eucharistie zu ermöglichen, gelten strenge Hygienevorgaben, denn der Empfang der Kommunion soll auch unter den derzeitigen Bedingungen möglich sein. Die Mund- und Kelchkommunion bleibt jedoch weiterhin untersagt.

Die Feiern von Taufe, Erstkommunion, Firmung und Trauung sind mit Blick auf die staatlichen Vorgaben zur Versammlung größerer Gruppen bis auf weiteres nicht möglich. Für Gottesdienste in Verbindung mit Bestattungen gelten hingegen dieselben Regeln wie für Sonntagsgottesdienste.




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