Paulinus - Wochenzeitung im Bistum Trier

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Modelle für Gottesdienst für zuhause und Gebetszeit alleine

Foto: Simone Mager
Für den Gottesdienst zuhause, darf der Keis der Teilnehmer nicht erweitert werden.

Modelle für Gottesdienst für zuhause und Gebetszeit alleine

Von: Carsten Rupp | 24. März 2020
Der „Paulinus“ bietet jede Woche ein Modell für einen Gottesdienst, den Menschen feiern können, die als Personengruppe zusammenleben (Start: 5. Fastensonntag). Dieses Angebot richtet sich an Menschen, die ständig in einem Haushalt oder einer Wohnung zusammenleben. Auch hier gilt, dass der Kreis nicht erweitert werden soll!

Zudem gibt es ein Angebot für eine Gebetszeit alleine. Erstellt hat dies Pfarrer Carsten Rupp, Arbeitsbereich Liturgie im Bischöflichen Generalvikariat. Weitere Gottesdienstmodelle folgen in jeder Ausgabe des "Paulinus".

Gottesdienst für Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben

Vorbereitung
Raum für die Feier wählen: Wo sind wir ungestört? Wo finden alle Platz? Wo ist die Atmosphäre festlich für diesen Tag?
Alles vorbereiten, was nötig erscheint:
Tisch mit Decke – Kerze – Kreuz oder Christusbild.
Bibel (evtl. Kinderbibel), um daraus das Evangelium zu lesen: Johannes 11, 1–45 oder „Paulinus“ S. 6 (Achtung: Dort Kurzversion des Evangeliumstextes).
Gotteslob, wenn die Lieder gesungen (oder gesprochen) werden.
Vor der Feier absprechen, wer welche Texte zum Sprechen übernimmt.
Wenn alle versammelt sind:
Kerze anzünden!

Lied
Gotteslob 460 (Wer leben will) oder 774 (Heb Dein Aug) oder 433, 2 (Schweige und höre)

Eröffnung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Sonntag für Sonntag versammeln sich auf der ganzen Welt Christinnen und Christen zur Feier von Gottesdiensten. An diesem Sonntag können wir nicht zusammen mit anderen Menschen Gottesdienst in der Kirche feiern. Deshalb feiern wir heute den Gottesdienst hier zusammen. Auch jetzt wissen wir: Gott ist bei uns. In ihm sind wir verbunden mit allen Christinnen und Christen auf der Welt.

Kyrie
Herr Jesus Christus, du hast uns versprochen, immer bei uns zu sein. – Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus, du bist bei uns im Wort der Heiligen Schrift. – Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus, dein Kreuz schenkt uns Hoffnung auf Leben. – Herr, erbarme dich.

Gebet
Lasset uns beten.
– Stille –
Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben. Und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch ihn, Christus unseren Herrn. – Amen. (Messbuch Tagesgebet zum 5. Fastensonntag)
oder
Herr, unser Gott, wir sind zusammen, um auf dein Wort zu hören. Vieles beschäftigt uns in diesen Tagen. Wir sind in Sorge um die Folgen der Ausbreitung des Virus. Wir sehen die Not vieler Menschen auf der Welt. Wir bitten dich: Lass alle Menschen spüren, dass du bei uns bist und für uns sorgst. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn.  – Amen.

Ruf vor dem Evangelium
Gotteslob 560, 1 oder 433, 2

Verkündigung des Wortes Gottes
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes.

Das Evangelium wird vorgelesen: Johannes 11, 1–45 aus der Bibel.
Nach dem Evangelium: kurze Stille.

Auslegung des Evangeliums

Es können die Gedanken zum Evangelium vorgelesen werden „Paulinus“ S. 6 (Achtung: Dort Kurzversion des Evangeliumstextes).

Oder: Jede Person nennt einen Satz aus dem gehörten Evangelium, der sie besonders beschäftigt.
Oder: Ein Schriftgespräch führen. Hinweise dazu im Gotteslob 1, 4.

Anschließend kann gesungen werden: Gotteslob 365 (Schweige und höre).

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Gemeinsam sprechen (Gotteslob 3, 4)
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben,  hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;  von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.  Ich glaube an den Heiligen Geist,  die heilige katholische Kirche,  Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.  Amen.

Fürbitten
Es können diese Fürbitten gesprochen oder eigene Fürbitten ergänzt oder freie Fürbitten gesprochen werden.

Zu Gott, der bei uns ist, beten wir:
– Für die Menschen, die vom Coronavirus betroffen sind. Wir denken an jene, die bereits erkrankt sind. Wir denken an jene, die sich in den medizinischen Berufen, um die sie sorgen. Wir denken an die Verantwortlichen in den Regierungen, die in diesen Tagen vor großen Herausforderungen stehen, die richtigen Entscheidungen zu treffen. – Stille – Gott, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Menschen, die sich um ihre Existenz Sorgen machen. Wir denken an die Beschäftigen in Geschäften und Betrieben, die bereits geschlossen sind. Wir denken an Arbeitgeber, die um den Fortbestand ihrer Betriebe fürchten. – Stille – Gott, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Menschen, die auf der Flucht aus der Heimat sind und nun vielen Gefahren ausgesetzt sind. Wir denken besonders an die Menschen in den Flüchtlingslagern in der Türkei. – Stille – Gott, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Menschen, denen in diesem Jahr die Aktion Misereor gilt. Für alle, die mit ihrem Einsatz ihnen zur Seite stehen. – Stille – Gott, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns.
– Für die Verstorbenen. Wir denken an jene, die an den Folgen der neuen Viruserkrankung gestorben sind. Wir denken an die Verstorbenen aus unseren Familien.  – Stille – Gott, unser Vater – Wir bitten dich, erhöre uns.

Abschluss
Fassen wir unsere Bitten zusammen in dem Gebet, das Jesus uns beten gelehrt hat:

Vater unser …
… im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.

Segensbitte
Es segne uns der allmächtige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist. – Amen.

Lied
Gotteslob 385, 1+2+4 (Nun saget Dank) oder 773 (Der am Kreuz)

Wichtig: Nun bewusst die Kerze löschen!

Gebetszeit alleine

Vorbereitung
Raum für das Gebet wählen: Wo bin ungestört? Wo ist die Atmosphäre festlich für diesen Tag? Manche haben zuhause eine Gebetsecke, einen Herrgottswinkel.
Alles vorbereiten, was mir nötig erscheint:
Tisch mit Decke – Kerze – Kreuz oder Christusbild
Bibel, um daraus das Evangelium zu lesen: Johannes 11, 1–45.
Gotteslob, wenn die Lieder gesungen (oder gesprochen) werden.

Es kann bei allen Gebeten und Texten hilfreich sein, sie laut zu sprechen.
Zu Beginn der Gebetszeit: Kerze anzünden.

Lied
Gotteslob 460 (Wer leben will) oder 774 (Heb Dein Aug) oder 433, 2 (Schweige und höre)

Eröffnung
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Kyrie
Herr Jeus Christus, du hast uns versprochen, immer bei uns zu sein. – Herr, erbarme dich.
Herr Jesus Christus, du bist bei uns im Wort der Heiligen Schrift. – Christus, erbarme dich.
Herr Jesus Christus, dein Kreuz schenkt uns Hoffnung auf Leben. – Herr, erbarme dich.

Gebet
Guter Gott, ich kann heute nicht in Gemeinschaft den Gottesdienst mitfeiern. Manche Sorgen beschäftigen mich. Manche schönen Erlebnisse der vergangenen Tage freuen mich auch heute noch. In allem, was geschieht, weiß ich, du bist bei mir, du verlässt mich nicht. Dafür danke ich dir und lobe dich durch Christus unseren Herrn. Amen.

Ruf vor dem Evangelium
Gotteslob 560, 1 (Christus Sieger) oder 433, 2 (Schweige und höre)

Lesen des Evangeliums
Johannes 11, 1–45 in der Bibel.
Nach dem Evangelium: kurze Stille.
Zur Betrachtung können die Gedanken zum Evangelium gelesen werden „Paulinus“ S. 6 (Achtung: Dort Kurzversion des Evangeliumstextes)
Danach kann ein Lied folgen: Gotteslob 365 (Schweige und höre).

Apostolisches Glaubensbekenntnis
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche,  Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.

Fürbitten
Ich denke an die Menschen,
– um die ich mir Sorgen mache.
– die mir im Alltag helfen.
– deren Not mich beschäftigt.
– die schon gestorben sind.

Es können auch die Fürbitten aus dem „Gottesdienst für Menschen, die einem Haushalt zusammenleben“ gebetet werden.

Vater unser …
… im Himmel, geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.

Zum Abschluss kann das Gebet Gotteslob Nr. 17, 4 gesprochen werden.

Lied
Gotteslob 385, 1+2+4 (Nun saget Dank) oder 773 (Der am Kreuz)

Wichtig: Nun bewusst die Kerze löschen!

  • Info
    Mehr zu Gottesdienst- und Gebetsvorlagen gibt es im Paulinus. Weitere Gottesdienstmodelle folgen in jeder Ausgabe der Wochenzeitung im Bistum Trier.

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Lebensberatung im Paulinus

An dieser Stelle beantworten regelmäßig Lebensberaterinnen und -berater aus den Einrichtungen des Bistums Trier Fragen zu verschiedenen „Problemfeldern“ des Lebens, zum Beispiel aus den Bereichen Erziehung, Ehe oder Familie. Wenn Sie zu einem Problem Beratung oder Antworten suchen, können Sie sich entweder an die „Paulinus“-Redaktion, Postfach 3130, 54221 Trier, oder direkt an die Lebensberatungsstellen im Bistum Trier wenden. Viele Paulinus-Beiträge aus der Praxis der Lebensberater finden Sie im Paulinus-Archiv/Lebensberatung.


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Ein eigenes Haus, ein Auto, regelmäßiger Urlaub, Fernreisen, ein möglichst gut gefülltes Bankkonto. So sah lange Zeit der Traum vom Wohlstand aus. Doch immer mehr setzt sich heute die Erkenntnis durch: „Viel haben“ heißt noch nicht „gut leben“, und „weniger ist vielleicht mehr“. In Zusammenarbeit mit Barbara Schartz vom Themenschwerpunkt Schöpfung bei der Katholischen Erwachsenenbildung im Bistum beleuchten wir das Thema in einer lockeren Serie und stellen Menschen vor, die für Veränderung eintreten oder anders leben.



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